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2009, 3. QUARTAL

Bislang noch nicht dagewesene Medienpräsenz

Den Beginn des dritten Quartals prägt das "Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften", die bislang größte Studie zur Techniksozialisation junger Menschen und zu ihren Gründen, einen technischen Beruf zu ergreifen oder lieber eine andere Laufbahn einzuschlagen.

 

Die Stellungnahme Synthetische Biologie, die acatech gemeinsam mit der Leopoldina und der Deutschen Forschungsgemeinschaft ab 27. Juli vorlegte, war gemessen am Medienecho der zweite Höhepunkt.

 

Ganz unversehens in den Fokus der Medien geriet acatech am 16. September: Der Wirtschaftsjournalist Joachim Müller-Soares (Financial Times Deutschland, FTD) war in den Besitz von Teilen des Energieforschungskonzepts in der Fassung gelangt, wie es der Bundesforschungsministerin Annette Schavan im Juni übergeben worden war, sowie des Begleitbriefs der Koordinatoren. Damit das Papier nicht auf Wahlkampfthemen reduziert gelesen wird, hatten sich die Präsidenten der beteiligten Akademien acatech, BBAW und Leopoldina darauf geeinigt, das Konzept erst Mitte Oktober offiziell vorzustellen. Die FTD veröffentlichete indes die Vermutung, die auftraggebende Ministerin, Annette Schavan, habe das Papier bewusst zurückgehalten, weil einzelne Aspekte politisch nicht genehm seien. So wurde aus dem "Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm für Deutschland" eine „Atom-Studie“. Die Akademien einigten sich schnell, das Papier begleitet von einer kurzen Stellungnahme online zur Verfügung zu stellen.

 

Spätere Artikel relativierten - soweit sie als Informationsquelle nicht nur die FTD-Meldung nutzten, die Vermutungen über die Geheimhaltung und die Reduktion des Energieforschungskonzepts auf das Thema Atom.

Welt am Sonntag, 20. September 2009

 

Der Energiemix für die Zukunft

 

Michael Miersch hat für die Welt am Sonntag den acatech Präsidenten Henning Kagermann zu der umstrittenen Energie-Studie und zum Thema Technikfeindlichkeit in Deutschland interviewt. Während Henning Kagermann die Bedeutung politischer Debatten zu technischen Themen betont, weist er auch auf Schwierigkeiten hin: "Entscheidungen beispielsweise über die Zukunft der Energieversorgung dürfen nicht nach kurzfristigen wahltaktischen Erwägungen gefällt werden." In die Klage über die angebliche Technikfeindlichkeit der Deutschen fällt der acatech Präsident allerdings nicht ein. Generell seien die Deutschen weniger technikfeindlich als angenommen, allerdings konzentriere sich das Interesse mehr auf die Benutzung von Technik, denn auf tiefergehendes Verständnis. Insgesamt sei es wichtig die Kommunikation zwischen Technik, Gesellschaft und Politik zu fördern.
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Deutschlandfunk, 16. September 2009

 

Sprengstoff oder Knallfrosch?

"Noch nicht einmal zum Knallfrosch" reiche die Studie "Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm", sagt die Wissenschaftsjournalistin Dagmar Röhrlich im Interview mit dem Deutschlandfunk. Sehr anschaulich erklärt sie, was eigentlich hinter der angeblichen 'Atomstudie' steckt: "Es ist ein Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm in Deutschland. Dabei geht es jetzt nicht darum, dass Energiepolitik gemacht wird, dass also gesagt wird, wir bauen dieses oder jenes, sondern es geht darum, festzustellen, was denn alles von Wissenschaftlern im Auge behalten werden soll. Damit man, egal wie jetzt gerade die energiepolitischen Weichenstellungen sind, also Ausstieg oder nicht, damit man trotzdem reagieren kann - auch auf die lange Sicht hin."

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Spiegel-Online, 16.September 2009

 

Energiestudie - Schavans naive Geheimnistuerei

 

Sehr differenziert berichtet Christian Schwägerl auf Spiegel-Online: "Das Papier gibt einen Skandal wohl nicht her", schreibt er über das "Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm für Deutschland". Der Inhalt der Studie stellt Schwägerl fest, umfasst "das gesamte Spektrum der Energieforschung" nicht nur Atomenergie. Auch hinsichtlich des Baus neuer Atommeiler lautet die Botschaft "Forschung ja, den Rest entscheidet die Gesellschaft". Zweifelhaft seien jedoch die Gründe für die verspätete Veröffentlichung, lautet sein Fazit: Falls politische Gründe dahintergestanden hätten, dann sei "dies allerding ein ziemlich naives Motiv".

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Financial Times Deutschland, 16.September 2009

 

Brisantes Gutachten - Schavan hält Atomstudie zurück

 

"Das Gutachten wurde von der Bundesforschungsministerin selbst in Auftrag gegeben, dennoch wird es bereits seit drei Monaten unter Verschluss gehalten. Zu brisant ist es im Wahlkampfzeiten: 100 Wissenschaftler plädieren darin für den Neubau von Atommeilern in Deutschland."

 

Mit diesen Worten begann ein ereignisreicher Tag, an dem die Akademien unversehens in den Mittelpunkt des Medieninteresses rückten. Im Wahlkampf wurden in Medien und Politik von da an Nebenaspekte des Papiers betrachtet, zahlreiche Vermutungen angestellt und politisch bewertet. Das "Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm" war Gegenstand praktisch aller überregionalen Tageszeitungen, in vielen Radiosendern und auch in Tagesschau, heute und Co.

 

Nachdem die Akademien für Transparenz gesorgt hatten und das Konzept für jeden Journalisten, der die Meldung der FTD überprüfen wollte, einzusehen war, häuften sich auch differenziertere Berichte.

Brisantes Gutachten - Schavan hält Atomstudie zurück

Wirtschaftswoche, 31. August 2009

 

Mehr Mut

 

„Wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes wird es vor allem sein, die wichtigen Zukunftsthemen zu erkennen und dafür über die Branchen hinweg Lösungen zu entwickeln. Die fundierte Beratung von Politik und Gesellschaft in diesen Fragen ist übrigens eine der Hauptaufgaben unserer Akademie.“ So fasst Henning Kagermann das Anliegen der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften in einem Interview in der Wirtschaftswoche zusammen. Das Magazin hatte über Wochen in einer Serie zukunftsweisende Technologien vorgestellt, die hoffen lassen, dass Deutschland gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgeht – „wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden“. Welche das sein können, das möchte Redakteur Dieter Dürand von Henning Kagermann wissen.



FAZ, 17. August 2009

 

Leben aus dem Nichts

 

Joachim Müller-Jung schreibt in der FAZ darüber, wie „ungemein schnell, aber auch bemerkenswert leise“ die neuen Ingenieurdisziplinen, „die sich unter dem Begriff Synthetische Biologie versammeln, aus dem Schatten der konventionellen Bio- und Gentechnik“ heraustreten. Dass DFG, acatech und Leopoldina hierzu eine gemeinsame Stellungnahme vorgelegt haben mit „klaren Forderungen und wenigstens Ansätzen einer Grenzziehung“, hält der Leiter der Wissenschaftsredaktion für bemerkenswert: „Tatsächlich hat man es in der nun schon langen Geschichte der Biotechnik selten erlebt, dass drei maßgebliche nationalen Institutionen präventiv so aktiv geworden sind wie jetzt im Fall der Synthetischen Biologie.“

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welt.de, 15. August 2009

 

Der menschliche Organismus als großer Baukasten 

 

„Das Ganze ist mehr als seine Teile“, schreibt Norbert Lossau von welt.de. Deshalb stoße die traditionelle Genforschung an ihre Grenzen: Aus den Genen lassen sich die Eigenschaften von Menschen oder auch die Ursprünge von Krankheiten nicht erklären. Das verspreche die Systembiologie, mit der Biologen Schaltbilder für einzelne Zellen oder Organe aufstellen wollen wie Ingenieure für technische Geräte. „Ein besonders spannendes Teilgebiet der Systembiologie ist indes die sogenannte Synthetische Biologie“ schreibt Norbert Lossau und widmet in seinem Überblicksartikel einige Absätze den Empfehlungen von acatech, DFG und Leopoldina zum Thema.

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Süddeutsche Zeitung, 11. August 2009

 

Junge Menschen begeistern 

 

In der „Süddeutschen Zeitung“ schreibt Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GbmH, über die Zukunft des Industriestandortes Deutschland und den Umgang mit der Krise. In einem Land, dessen industrielle Wertschöpfung fast 24 Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmache, komme es darauf an, diesen Wachstumsmotor auf Laufen zu halten, und zwar gerade auch in der Krise durch Investitionen in Bildung und Forschung und Entwicklung. Gerade im Klimaschutz könne Deutschland dann seine Stärken ausspielen, wenn das Land mehr als bislang in die Ausbildung von Ingenieuren und Fachkräften investiere. Noch immer aber wende Deutschland mit 5, 1 Prozent des Bruttoinlandproduktes nicht einmal soviel wie der OECD-Durchschnitt von fast 6 Prozent für Bildung auf. Die Wirtschaft habe auf den Mangel an Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Fachkräften bereits mit einer Reihe von Initiativen reagiert, die  Naturwissenschaften und Technik einen höheren Stellenwert geben. „Ein erfolgreiches Beispiel hierfür ist die Acatech, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die für nachhaltiges Wachstum durch Innovationen eintritt.“ 

 

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UniSPIEGEL, 5. August 2009

 

Vom Frust der Studierenden - ein Artikel zum Nachwuchsbarometer sorgt für Diskussionen 

 

Ausführlich und anschaulich schreibt Frank van Bebber über einen Aspekt, der im Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften eine wichtige Rolle spielt: die Wahrnehmung des Studiums bei den Studierenden.Technik spiele im Grundstudium kaum eine Rolle - und das sei für viele frustrierend. 

Der Artikel entfacht sofort eine lebhafte Diskussion.

 

zum Artikel und zur Diskussion

dw-world.de, 31. Juli 2009

 

Einmal Gott sein

 

Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Nationalen Akademie Leopoldina und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften mit ihrer Stellungnahme zur Synthetischen Biologie angestoßene Debatte nimmt die Deutsche Welle zum Anlass, einen Überblick über die neue Technikwissenschaft zu geben. "Wer das Leben wirklich verstehen will, darf nicht nur Lebewesen auseinander nehmen, er muss sie auch wieder zusammenbauen können" - und dabei ist die Synthetische Biologie über die Synthese viraler DNS inzwischen schon beim Genom eines Bakteriums angelangt. Der Schritt zum ersten "künstlichen" Leben sei nicht mehr weit. Das werfe eine fundamentale Frage auf: "Darf der Mensch überhaupt selber zum Schöpfer werden?"

 

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Die Zeit, 30. Juli 2009

 

Lego des Lebens

 

Josephina Maier fragt in der ZEIT, "Was treibt die Leiter deutscher Forschungsförderung dazu, zu einem so frühen Zeitpunkt mögliche Risiken des Fachs zu benennen, das sich an der Schnittstelle von Molekularbiologie, Ingenieurwissenschaften und Chemie entwickelt?" Denn: "So früh haben sich die Forschungsorganisationen selten zu einem neuen Wissenschaftsgebiet geäußert." Gründe für die frühe Beschäftigung mit den Risiken der neuen Wissenschaft seien "das schlechte Image der grünen Gentechnik" in Deutschland aber auch Angst vor Bioterrorismus, wie ihn die sogenannte "Pockenstory" des Guardian 2006 schürte.

 

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kathpress.co.at, 28. Juli 2009

 

Experten mahnen Dialog über Synthetische Biologie ein

 

Die Katholische Presseagentur Österreich KathPress widmet der gemeinsamen Stellungnahme von DFG, Leopoldina und acatech zur Synthetischen Biologie einen ausführlichen Beitrag: "Die Synthetische Biologie beruht auf dem Design biologischer Elemente und Systeme, die so in der Natur nicht vorkommen." Dies, so KathPress, berge "großes Potenzial beispielsweise bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten, Kraftstoffen oder neuen Materialien", werfe allerdings auch ethische Fragen auf. Dabei gehe es nicht nur um eine "einheitliche Problembestimmung des Lebendigen in Abgrenzung gegenüber dem Nicht-Lebendigen", sondern auch um Risikoabschätzung und die Grenzen der Forschungsfreiheit. Die Synthetische Biologie stehe noch am Anfang, doch acatech Präsident Reinhard Hüttl weise hinsichtlich der Anwendungbereiche auf Parallelen zur Entwicklung der Halbleitertechnologie hin. 

 

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pnn.de, 28. Juli 2009

 

Evolution à la carte

 

Kai Kupferschmidt vergleicht in den Potsdamer Neuesten Nachrichten die neuesten Erfolge der Synthetischen Biologie mit den obersten Stufen einer Wendeltreppe, die mit der Entschlüsselung der DNS-Struktur durch Watson und Crick begann. In seinem Artikel zur Stellungnahme von DFG, Leopoldina und acatech zur Synthetischen Biologie geht er auf die unterschiedliche Wahrnehmung der Probleme des neuen Forschungsbereiches in Deutschland und in Angelsächsischen Ländern ein. Während in letzteren die Sorgen über möglichen Bioterrorismus überwiegen, sei das deutsche Argument, "dass der Mensch sich zum Schöpfer aufspiele und damit ethische Grenzen überschreite". Deshalb sei es Präsident der Leopoldina Volker ter Meulen zu Folge geraten,  "möglichst frühzeitig auf die Öffentlichkeit zuzugehen und eine breite Diskussion beginnen“. 

 

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zeit.de, 28. Juli 2009

 

Synthetische Biologie: Leben aus toter Materie 

 

Die Synthetische Biologie, die "eines Tages aus toter Materie Lebewesen schaffen" könnte, birgt neben großen Hoffnungen auch "ethische Bedenken", sagt Josephina Maier auf zeit.de. Mit diesen Problemen haben sich DFG, Leopoldina und acatech beschäftigt. Man habe gelernt, zitiert Josephina Maier den DFG Präsidenten Matthias Kleiner, dass man "die ethischen Fragen, die sich aus einem neuen Forschungsfeld ergeben, schon früh adressieren" muss. Zum aktuellen Zeitpunkt sehe keine der drei Forschungsorganisationen ein Problem, das nicht schon durch die "bereits bestehenden Gesetze zur Gentechnik und zur biologischen Sicherheit" behandelt werde. Um allerdings Problembewußtsein zu zeigen und künftige Entwicklungen zu begleiten, seien an mehreren herausragenden Forschungsstätten begeitende Ethikeinrichtungen vorgesehen. 

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transkript.de, 28. Juli 2009

 

Synthetische Biologie neu im Blick

 

Das Life Sciences Magazin |transkript fasst die wichtigsten Aspekte des Positionspapiers zur Synthetischen Biologie zusammen. DFG, Leopoldina und acatech zeigen "an Hand von fünf Handlungsfeldern, wie Deutschland am besten vom Potenzial der Synthetischen Biologie profitieren kann. Die fünf Handlungsfelder umfassen die Grundlagenforschung, die Ausbildung, die Patentierung, die Sicherheitsforschung sowie eine begleitende Technikfolgenabschätzung." Wichtig für den Erfolg der neuen Wissenschaft sei, die verschiedenen beteiligten Wissenschaften schon im Studium zu integrieren und eine"kontinuierliche Diskussion der sicherheitsrelevanten Fragen" anzuregen.

 

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Süddeutsche Zeitung, 28. Juli 2009

 

Lebewesen maßgeschneidert - Forscher werben für die synthetische Biologie

 

Auf lebhaftes Interesse stößt in den Medien die gemeinsame Stellungnahme von acatech, DFG und Leopoldina zur Synthetischen Biologie. Patrick Illinger widmet dem Thema auf Seite 1 der Süddeutschen einen Vierspalter. Er hält es für bemerkenswert, dass die Wissenschaftseinrichtungen von sich aus das Thema „offensiv und frühzeitig“ in die Diskussion bringen wollen. „Insgesamt klingt die 40-seiteige Stellungnahme recht ausgewogen – anders als manche Werbebotschaft der Forschungsorganisationen aus der Vergangenheit.“

 

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Wochenkurier Spremberg, 28. Juli 2009

 

Nur jeder Zehnte ist interessiert - Künftiges Manko an Technikern und Ingenieuren

 

Marcus Kossatz

Michael Braun beschäftigt sich für die NRZ Essen mit den Ergebnissen des von acatech und VDI in Auftrag gegebenen "Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften". Er betont dabei wie wichtig es ist, dass die Schulen tätig werden, damit "das Interesse an technischen Ausbildungsgängen angeregt und unklare Vorstellungen über technische Berufe korrigiert werden können." Hier bestehe Handlungsbedarf, da "die in der Schule angebotene Berufs- und Studieninformation bei den Schülern nicht ankommt." Auch die Hochschulen sind gefragt, denn nach Ansicht der Studierenden wird das Studium "durch unnötigen Wissensballast erschwert."

dradio.de, 27. Juli 2009

 

Zellfabriken im Aufbau

 

Anläßlich der Veröffentlichung der gemeinsamen Stellungnahme der DFG, Leopoldina und acatech zur Synthetischen Biologie, hat Gerd Pasch für den Deutschlandfunk die Wissenschaftsjournalistin Marieke Degen zu dem neuen Forschungsbereich interviewt. Mareike Degen erkärt "dass die synthetische Biologie ein enormes Potenzial hat. Allerdings steckt der gesamte Forschungszweig nach wie vor in den Kinderschuhen." Die Synthetische Biologie biete Chancen für die Entwicklung neuer Impfungen oder die Bioethanolgewinnung. Zwar gebe es auch Risiken, aber diese seien nach Expertenmeinung ähnlich denen der herkömmlichen Gentechnik und unterliegen den Sicherheitsvorschriften des Gentechnikgesetzes. Die synthetischen Organismen seien zudem bisher außerhalb des Labors nur bedingt lebensfähig. Wenn künftige Entwicklungen das ändern, müsse man "die Gesetze auch bei Bedarf nachbessern."

 

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focus.de, 27. Juli 2009

 

Experten für Dialog über Synthetische Biologie 

 

Die Synthetische Biologie als Zukunftstechnologie bietet "große Chancen, berge aber auch Risiken". Deshalb halten Experten aus Wissenschaft und Technik "einen breiten gesellschaftlichen Dialog" für notwendig, um "die Öffentlichkeit frühzeitig über die neue Forschungsdisziplin aufzuklären, Risiken und Chancen aufzuzeigen und die ethische Reflexion zu ermöglichen“. Das ist die Schlussfolgerung, zu der focus.de in einem Beitrag über die Stellungnahme von DFG, Leopoldina und acatech zur Synthetischen Biologie kommt. 

 

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swr.de, 27. Juli 2009

 

Lego-Spiele mit Genen

 

"Fazit: die Lego-Biologie entwächst dem Labor-Stadium." Dieses Resumee der Teilnehmer des Weltkongress der Industriellen Biotechnologie sowie die Veröffentlichung der gemeinsamen Stellungnahme zur Synthetischen Biologie von DFG,acatech und Leopoldina nimmt Anja Braun vom SWR zum Anlass für ein Interwiew mit Dr. Sybille Gaisser die sich am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI mit dem Thema Synthetische Biologie beschäftigt.

 

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naturenews, 27. Juli 2009

 

Germany outlines synthetic biology strategy

 

Das Wissenschaftsmagazin „Nature“ hebt hervor, dass Forscher aus Deutschland bereits in europäischen und nationalen Forschungsprogrammen der Synthetischen Biologie aktiv sind, die Öffentlichkeit der neuen Disziplin aber wenig Aufmerksamkeit schenke. Es zitiert Robert Hacker, den Mitautor der Studie mit den Worten, die frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit in einen Dialog zu den ethischen Aspekten sei einer der Beweggründe gewesen, warum die Stellungnahme erstellt worden sei.

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youtube.de, 20. Juli 2009

 

acatech-Festvortrag von Martin Grötschel 'Schlüsseltechnologie Mathematik'

 

Martin Grötschel hatte die acatech Festveranstaltung 2008 mit einem sehr lebendigen Vortrag zur Mathematik als 'Schlüsseltechnologie Mathematik' bereichert. Unter anderem zitierte er dabei aus der Dissertation von Angela Merkel, die ebenfalls Gast der Festveranstaltung war. Dass er seinen Vortrag zum Ausklang des Jahrs der Mathematik bei dem populären Videoportal der Öffentlichkeit vorstellt, freut natürlich auch acatech.

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digital-engineering-magazin.de, 20. Juli 2009

 

Prof. Michael Abramovici: Aufnahme in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

 

Die 314 Mitglieder der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften repräsentieren die besten Kräfte der Wissenschaft. Sie gehören zu allen Fachdisziplinen mit Technikbezug – von klassischen Ingenieurfächern bis zu Soziologen und Philosophen, die sich mit Technik auseinandersetzen. Die Aufnahme eines Wissenschaftlers in die Akademie ist auch eine Würdigung der wissenschaftlichen Leistung eines Forschers. Diese Botschaft verbreiten auch neue Mitglieder und ihre Universitäten aktiv. So beispielsweise Prof. Dr. Ing. Michael Abramovici, über dessen Aufnahme bei acatech das Fachmagazin „Digital Engineering“ berichtet.

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Handelsblatt, 13. Juli 2009

 

Schüler interessieren sich für Technik - wollen aber nicht Ingenieur werden

 

Barbara Gillmann fasst im Handelsblatt die Ergebnisse der Studie "Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften" ausführlich zusammen: "Nicht einmal jeder zweite Schüler, der sich für Technik interessiert, würde auch einen technischen Beruf wählen". Die Gründe seien vielfältig. Zum einen bestehe in den Schulen ein Problem, weil "Technik viel zu selten ganz praktisch vermittelt" wird, zum anderen fehlen klare Vorstellungen, "was ein Ingenieur im Alltag tatsächlich tut". Das Studium dagegen werde "von Schülern und Erstsemestern regelmäßig unterschätzt - mit fatalen Folgen wie die hohen Abbrecherquoten gerade in den Ingenieurstudiengängen zeigen." Mädchen und Frauen haben immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen, so mit dem Vorurteil "Frauen sind für die Technik nicht geeignet". Das verstärke, so Frau Gillmann, "ihr mangelndes Selbstvertrauen in Punkto Technik".

konstruktionspraxis.de, 13. Juli 2009

 

Ingenieurland Deutschland muss Technikbildung stärken

Juliana Schulze berichtet über das Nachwuchsbarometer, dass trotz der hohen Zufriedenheit von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern mit ihrer Berufswahl, diese Berufe "noch zu wenig den Erwartungen junger Menschen an einen attraktiven Beruf" entsprechen. "Die Berufsinformationen und Praktika müssten erheblich ausgebaut werden", schreibt Juliana Schulze. Außerdem werde "das Studium nach Ansicht der Studierenden noch durch unnötigen Wissensballast erschwert."

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heise online, 12. Juli 2009

 

"Nationalakademie will nicht im Elfenbeinturm sein"

 

Das Technologie-Magazin heise online stellt in einem Bericht über das Konzept der Nationalen Akademie die Leopoldina in den Fokus. "Als Nationalakademie repräsentiert sie die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien, pflegt Kontakte und arbeitet mit Akademien im Ausland zusammen". Dabei arbeite die Leopoldina mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen eng zusammen, so mit Vertretern der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der anderen Länder-Akademien sowie der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften, zitiert heise online Bundesministerin Annette Schavan.

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Deutschlandradio, 10. Juli 2009

 

Interview mit Projektleiter Ortwin Renn zum Nachwuchsbarometer

 

Warum sich Mädchen selten ein Ingenieurstudium zutrauen, obwohl sie in der Schule die Jungen immer mehr abhängen, wollte Friedbert Meurer vom Deutschlandradio zu Beginn des Interviews mit Ortwin Renn wissen. Der bestätigt, dass Deutschland beim Anteil von Ingenieurstudentinnen europaweit weit hinten liegt. Das liege an hartnäckigen Rollenbildern. Das Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften zeige sogar: Je stärker das Technikinteresse bei Jungen ausgeprägt ist, desto mehr glauben sie auch, dass Technik Männersache sei. Das Nachwuchsbarometer hat Ortwin Renn zu Folge an vielen Stellen Verbesserungsbedarf aufgedeckt. Die Beratung in den Schulen programmiere Schüler geradezu auf falsche Erwartungen an technische Berufe. Und die Hürde des Studiums sei noch höher als von Schülern angenommen.

zum Interview auf dradio.de

VDI-nachrichten, 10. Juli 2009

 Das Reden von der "technischen Elite" schreckt junge Menschen vom Ingenieurstudium ab

 

„Nur jeder zehnte Schüler kann sich vorstellen, Ingenieur zu werden. Jugendliche empfinden Technikunterricht als langweilig und zu theoretisch“. So fassen die VDI-nachrichten die zentralen Ergebnisse des „Nachwuchsbarometers Technikwissenschaften“, einer gemeinsamen Studie von acatech -  Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und des VDI, Verein Deutscher Ingenieure, zusammen. Technisch und naturwissenschaftlich interessierte Jugendliche werden danach zu wenig gefördert. Außerdem schrecke sie ein schwieriges und langwierig erlebtes Studium vielfach ab. „Guter Technikunterricht begnügt sich aber nicht damit, den PC aufzuschrauben, sondern  thematisiert die Folgen von Technik für Wirtschaft, Wohlstand, Kultur und Politik. Insbesondere könnten auf diesem Weg mehr junge Frauen für ein Ingenieurstudium gewonnen werden“, sagt der Autor der VDI-nachrichten.

www.vdi-nachrichten.de

VDI-nachrichten, 10. Juli 2009

 

"Regierungsberater vermissen den wissenschaftlichen Tiefgang"

 

"Wir wollten eine Nationalakademie haben, die eng verwoben ist mit den anderen Akademien", sagt Frieder Meyer-Kramer, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, gegenüber den VDI nachrichten. "Es sollen die Synergien zwischen den Akademien wirken und nicht Parallelwelten aufgebaut werden. Wir wollen Stellungnahmen haben, die die Meinung der Wissenschaft repräsentieren." Für diese Vernetzung solle der neunköpfige Koordinierungsrat sorgen, in dem je drei Mitglieder der Leopoldina und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) sitzen, außerdem ein Vertreter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und zwei weitere Vertreter von Länderakademien.

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BMBF, 10. Juli 2009

 

Storm: "Technik und Naturwissenschaften haben ein besseres Image verdient!"

 

"Nur mit einem gut ausgebildeten Nachwuchs in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen können in Deutschland neue und innovative Produkte und Dienstleistungen entstehen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Andreas Storm, MdB, am Freitag in Berlin. Die Presseinformation des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fasst Ergebnisses des "Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften" zusammen und stellt die Initiativen des BMBF zur Nachwuchsförderung heraus.

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