Financial Times Deutschland, 16.September 2009
Brisantes Gutachten - Schavan hält Atomstudie zurück
"Das Gutachten wurde von der Bundesforschungsministerin selbst in Auftrag gegeben, dennoch wird es bereits seit drei Monaten unter Verschluss gehalten. Zu brisant ist es im Wahlkampfzeiten: 100 Wissenschaftler plädieren darin für den Neubau von Atommeilern in Deutschland."
Mit diesen Worten begann ein ereignisreicher Tag, an dem die Akademien unversehens in den Mittelpunkt des Medieninteresses rückten. Im Wahlkampf wurden in Medien und Politik von da an Nebenaspekte des Papiers betrachtet, zahlreiche Vermutungen angestellt und politisch bewertet. Das "Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm" war Gegenstand praktisch aller überregionalen Tageszeitungen, in vielen Radiosendern und auch in Tagesschau, heute und Co.
Nachdem die Akademien für Transparenz gesorgt hatten und das Konzept für jeden Journalisten, der die Meldung der FTD überprüfen wollte, einzusehen war, häuften sich auch differenziertere Berichte.
Brisantes Gutachten - Schavan hält Atomstudie zurück