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2009, 4. QUARTAL

Medienecho ab Oktober

Das vierte Quartal beschert der Akademie schon zu Beginn eine durchaus auch kontroverse Resonanz zu Empfehlungen, die (auch) von acatech getragen werden. Die Vorstellung des im Vorquartal bereits auf vorläufigem Stand veröffentlichten Energieforschungskonzepts interessiert die Medien kaum noch. Ein kontroverses Meinungsbild spiegelt sich in Berichten zu den Empehlungen der Akademien - ebenfalls wie beim Energieforschungskonzept mit dem Siegel der "Nationalen Akademie der Wissenschaft"- , das Gentechnikgesetz zu novellieren. 

manager-magazin.de, 18. Dezember 2009

 

Kagermann will "visionäre Großprojekte"

 

Eva Müller und Michael Kröher berichten nach einem Gespräch mit acatech Präsident Henning Kagermann über dessen Vorstellungen, wie sich Innovationen in gesamteuropäischer Zusammenarbeit fördern lassen. Denn „wenn jedes Land seine Innovationsansätze im Alleingang fördert, fehlt finanzielle Schlagkraft". Vielmehr müsse man einen europäischen Weg gehen, „um in den globalen Markt durchzudringen." Außerdem spricht er mit den Redakteuren über "die Chancen der demografischen Entwicklung": Darunter versteht er nachhaltige Technologiekonzepte, die dazu in der Lage sind, neun Milliarden Menschen mit Nahrung und Wasser zu versorgen.

 

Bericht auf manager-magazin.de

Handelsblatt online, 5. November 2009

 

Frauen sprengen das Monopol der Männer

 

 

Bericht auf Handelsblatt.com

 

FAZ, 22. Oktober 2009

 

„Wege in eine sichere Energieversorgung“

 

Manfred Lindinger interessiert vor allem Gerücht und Wirklichkeit in Sachen Kernenergie: Das Energieforschungskonzept war ja gut einen Monat zuvor in den Wahlkampf geraten, als Medien Spekulationen über eine geheime "Atomstudie" anstellten. "Bei der Lektüre der siebenundfünfzig Seiten umfassenden Studie sucht man vergeblich nach dem unterstellten Bekenntnis der Wissenschaftler zur Kernenergie oder nach einer direkten Forderung nach neuen Kernkraftwerken." Den meisten Empfehlungen des Konzepts schließt er sich an. Fraglich ist natürlich, ob sie Wirklichkeit werden: "Bleibt zu hoffen, dass der Energieforschung nicht das gleiche Schicksal droht wie der Klimapolitik: Viele Absichtserklärungen, aber nur wenige politische Taten."

 

Bericht auf faz.net

ZEIT, 22. Oktober 2009

 

„Opa darf's nicht lassen“

 

Die Empfehlungen der Akademiengruppe Altern in Deutschland findet Tina Groll von der Zeit mutig und bemerkenswert. Kernaussage ist ja, dass in Deutschland der demografische Wandel nicht nur als Schreckgespenst, sondern auch als Chance begriffen werden sollte. Die Alten von heute und morgen sind gesünder, fitter, offener für Neues, schlicht: jünger. Es wäre gut, wenn in Deutschland künftig mehr die Erfahrung der älteren Arbeitnehmer genützt würde. "Die Thesen klingen steil. Belege dafür entstanden in der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“, einem Projekt der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech)." 

 

Bericht auf zeit.de

heise online, 21. Oktober 2009

 

„Technikjournalismus-Preis für Technology Review-Artikel“

 

Dass Gregor Honsel mit einem Beitrag für Technology Review den Journalistenpreis PUNKT in der Sparte Magazin gewonnen hat, ist dem Portal heise online, das zur selben Verlagsgruppe gehört, eine Meldung wert.

 

Bericht auf heise online

photopresse.de, 21. Oktober 2009

 

Journalistenpreis „Punkt“

 

Das Online Fachmagazin photopresse berichtet zur Verleihung des Journalistenpreises PUNKT. Gezeigt werden die Preisträger, ihre Siegerfotos und die Begründungen für die Auswahl. 

 

Bericht auf photopresse.com

|transkript, 19. Oktober 2009

 

„Meldung des Tages: Wissenschaftsakademien streiten für Grüne Gentechnik“

 

Das Fachmagazin |transkript bringt einen Bericht der Akademienempfehlungen zur Grünen Gentechnik als Meldung des Tages. "Besonders kritisch sehen die Wissenschaftler die bestehenden Regelungen zum Standortregister. Die jedermann zugänglichen, flurstückgenauen Angaben über Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen hätten zu einer Vielzahl von Feldzerstörungen beigetragen" heißt es in dem Magazin.

 

Bericht transkript.de

Stuttgarter Zeitung, 16. Oktober 2009

 

„Alle Energieoptionen verfolgen“

 

acatech, Leopoldina und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hatten am Vortag das "Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm" im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Als das Papier einen Monat zuvor den Medien vorlag, wurde über eine geheime Atomstudie spekuliert, die bewusst in Wahlkampfzeiten zurückgehalten wurde. Diese Vorgeschichte greift Klaus Zintz von der Stuttgarter Zeitung auf. Die Akademien entschlossen sich unmittelbar nach den ersten Spekulationen, das Energieforschungskonzept zum Download freizugeben. Das hatte die Diskussion versachlicht. Klaus Zintz kommt nach offizieller Vorstellung der Studie zum Ergebnis: "Eine solche "Atomstudie" wäre in Wahlkampfzeiten zweifellos ein brisantes Papier gewesen - wenn es denn tatsächlich so scharf die Atomkraft befürwortet hätte. Doch das tut diese Studie nicht."

 

Bericht Stuttgarter Zeitung



Stahl und Eisen, 15. Oktober 2009

 

„Werkstoffe: Der heimliche Riese“

 

Die Zeitschrift "Stahl und Eisen" berichtet über die Empfehlungen von acatech zu Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Deutschland. Besonders positiv wird dabei bewertet, daß acatech Position zu einem Thema bezieht, dessen Brisanz in der Öffentlichkeit bislang kaum gesehen wird. "Rund 70 Prozent aller neuen Produkte basieren auf neuen Werkstoffen", deshalb könne eine Vernachlässigung dieses Bereichs weitreichende Folgen für die Zukunft des Innovationsstandortes Deutschland haben. Die Empfehlungen von acatech fordern unter anderem eine Umgestaltung des Studiums entlang der Kette "vom Material zum Produkt". 

 

Die WELT, 15. Oktober 2009

 

„Nationale Akademie macht sich für Grüne Gentechnik stark“

 

Norbert Lossau fasst die Empfehlungen der Akademien zur Grünen Gentechnik in der WELT ausführlich zusammen. Einen Punkt hebt er hervor: "Besonders kritisch sehen die Wissenschaftler die bestehenden Regelungen zum Standortregister. Die jedermann zugänglichen, flurstückgenauen Angaben über Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen hätten zu einer Vielzahl von Feldzerstörungen beigetragen."

 

Bericht Die WELT



Tagesspiegel, 14. und 15. Oktober 2009

 

„Strahlende Akademie“

"Akademien: Mehr Freiheit für grüne Gene"

 

Gleich an zwei Tagen hintereinander berichtet der Tagesspiegel über acatech, BBAW und Leopoldina.

Aus der gemeinsamen Stellungnahme zur Grünen Gentechnik fasst der Tagesspiegel einige Empfehlungen der Akademien zusammen: Unter anderem empfehlen sie, Daten über Anbauflächen genetisch veränderter Pflanzen nicht mehr lange vorab frei zugänglich zu machen, da dies zu Datenmissbrauch führe.

 

Das Grundanliegen des Energieforschungskonzepts bringen Ralf Nestler und Tilmann Warnecke so auf den Punkt: "Aus welchen Quellen wir künftig unseren Energiebedarf decken sollen, wird immer wieder heftig diskutiert. Egal, wie die Entscheidung letztlich ausfällt – grundsätzlich müssen alle technischen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden." Von der Präsenz der Nationalen Akademie zeigen sie sich enttäuscht, geben aber auch die Struktur des Koortinierungsgremiums von acatech, Leopoldina und BBAW nicht ganz richtig wieder: "Von der umstrittenen Energiestudie abgesehen, drang die vor einem Jahr zur Nationalen Akademie ausgerufene Leopoldina bisher nicht wirklich mit ihren Themen in der Öffentlichkeit durch."

 

Bericht Stellungnahme Grüne Gentechnik

Bericht Energieforschungskonzept

Süddeutsche Zeitung, 14. Oktober 2009

 

„Chance oder Gefahr“

"In einer gemeinsamen Stellungnahme plädieren die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften Acatech und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften 'für eine neue Politik in der Grünen Gentechnik'," berichtet Tina Baier in der Süddeutschen Zeitung. Die Empfehlungen der Akademien bringt sie in Zusammenhang mit den laufenden Koalitionsverhandlungen, in denen dies ein Streitthema sei, sowie mit gegenläufigen Forderungen vom ökologischen Anbauverband Bioland und von Greenpeace.

 

Bericht auf sueddeutsche.de

taz, 14. Oktober 2009

 

„Akademien oder Lobby-Vereine?“

Im Blog-Bereich der taz stellt ein Blogger mit dem vielsagenden Namen saveourseeds am Beispiel der Empfehlungen zur Grünen Gentechnik gleich das Konzept wissenschaftlicher Akademien in Frage: "Wo wissenschaftliche Institutionen sich so unverhohlen als Lobbyisten betätigen, sollten sie sich nicht wundern, wenn sie in der Öffentlichkeit eher als Vertreter von Standesinteressen [...] wahrgenommen werden. Hören wir von ihnen besorgte Stimmen zur Lage des Wissenschafts-Nachwuchses, kluge Vorschläge gar zu mehr Investitionen in die wissenschaftliche Bearbeitung brennender Zukunftsfragen wie Klimawandel, Artenvielfalt, Welthunger, zum neuen Bildungsnotstand der Republik oder zum freien Wissenszugang? Nein." Bei aller Bescheidenheit: Doch, acatech findet insbesondere bei den hier angemahnten Themen durchaus Gehöhr, das zeigt auch das Medienecho.

 

Blog-Beitrag auf taz.de

Bayernkurier, 10. Oktober 2009

 

„Grundlage für sachgerechte Entscheidungen“

 

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften mache sich von München aus als „Stimme der Technikwissenschaften“ deutlich vernehmbar, schreibt der „Bayernkurier“. Die wöchentlich erscheinende Parteizeitung der Christlich Sozialen Union weist darauf hin, dass Bayern „die Bedeutung einer solchen Akademie früh erkannt“ habe. Zum Energieforschungskonzept schreibt Lorenz Goslich: „Gefordert wird eine systemische Betrachtungsweise, die neben allen technologischen Optionen des Energiemixes besonders die ökonomischen, rechtlichen und soziologischen Rahmenbedingungen einbezieht."



ft.com, 7. Oktober 2009

 

„Connection to the German corridors of power“

 

Die internationale Ausgabe der Financial Times berichtet über die politischen Verbindungen von acatech Präsident Henning Kagermann. Der Schwerpunkt liegt auf seiner Zeit als CEO von SAP. Frei nach Max Weber sei Politik das starke und langsame Durchbohren harter Bretter - mit Augenmaß und Leidenschaft zugleich, fügte der Soziologe hinzu. "One sector that has been particularly successful in exploiting this new way of doing business is the German software industry", schreibt Gerrit Wiesmann.

 

Bericht auf ft.com



ComputerZeitung, 2. Oktober 2009

 

„Innovation braucht gesellschaftliche Akzeptanz“

 

Im Interview mit Rochus Rademacher von der ComputerZeitung weist acatech Präsident Henning Kagermann auf die besondere Kombination hin, die acatech auszeichnet - die Verbindung von Expertenwissen nicht nur aus der Wissenschaft sondern auch aus der Wirtschaft. Der Anspruch von acatech sei nicht, Politik zu machen, sondern objektiven Fakten bereitzustellen. Trotzdem gelte: "Wir haben den Anspruch, nicht nur zu publizieren: Wir wollen verändern." Um das zu erreichen, setze acatech auf Transparenz und Wissenstransfer. Dies und eine rechtzeitige Beschäftigung mit potenziellen Problemen neuer Technologien sind wichtig um "eine Blockadehaltung aus Unwissenheit und Unverständnis" zu verhindern.