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Presseinformationen und News, Aktuelles Thema

acatech Symposium: Wie sich Innovationszyklen beschleunigen lassen

acatech Präsident Dieter Spath auf dem acatech Symposium „Kollaboration als Schlüssel für Innovationen“, mit dem das INNOKEY-Projekt abschließt.

Berlin,

5. September 2017

Wie lassen sich innovative Technologien und Prozesse der Industrie 4.0 schneller etablieren? Darüber diskutierten rund fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer des acatech Symposiums „Kollaboration als Schlüssel für Innovationen“ am 5. September im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin. Im Mittelpunkt stand die Automobillogistik. Ein Fazit: Eine frühzeitige unternehmensübergreifende Zusammenarbeit beschleunigt Innovationszyklen. Forschergruppen brauchen für diese Kollaboration mehr Entscheidungsfreiheit.

 

Technologien und Prozesse der Industrie 4.0 führt kein Unternehmen im Alleingang ein. Sie entstehen in innovativen Ökosystemen. Dies zeigt sich besonders deutlich in der Automobillogistik. Die Vernetzung zur Industrie 4.0 verbindet alle Bereiche – vom Zulieferer über den Logistikdienstleister bis hin zum technischen Support. Sie alle müssen Schnittstellen schaffen, ihre Systeme abstimmen und ihre Prozesse justieren. National wie global setzt die deutsche Automobilindustrie Maßstäbe in ihrer Prozesseffizienz und dient anderen Branchen als Referenz für innovative Organisationskonzepte. Die Automobillogistik kann damit ein Vorbild für eine erfolgreiche Transformation  zur Industrie 4.0 werden – und stand deshalb im Mittelpunkt des INNOKEY-Projekts von acatech.


Schnellere Innovationszyklen sind das Kernanliegen des INNOKEY-Projekts, das mit dem acatech Symposium „Kollaboration als Schlüssel für Innovationen“ abschließt. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren Dieter Spath (acatech Präsident), Michael Henke (Leiter des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik an der TU Dortmund),  Andreas Hoffjan (Lehrstuhlinhaber Unternehmensrechnung und Controlling an der TU Dortmund), Wolfgang Sczygiol (Vice President, Business Development der Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG) und Michael Hauf (Leiter Markenlogistik der AUDI AG). Sie betonten, dass Industrie 4.0 Zusammenarbeit erfordert, für die Forschergruppen Zeit, Ressourcen und Freiräume benötigen. Zusammenarbeit zahle sich letztlich für alle aus: Es entstehen wettbewerbsfähige Ökosysteme mit schnellen Innovationszyklen.


Alexander Tettenborn (Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) eröffnete das Symposium mit einem Überblick über „Herausforderungen der Innovationsförderung“. Im Anschluss vertieften Impulse das Thema des Symposiums.


Axel Kuhn (Projektleiter INNOKEY 4.0 und ehemaliger Institutsleiter Fraunhofer IML) moderierte die anschließende Diskussion und erklärte zu Beginn, dass viele kollaborative Forschungsprojekte ihre Ergebnisse erst bei Ende der jeweiligen Projektlaufzeit veröffentlichen. Es sei sinnvoll, frühzeitig Teilergebnisse zu veröffentlichen und Projekte bei Bedarf entlang dieser Zwischenergebnisse neu auszurichten. Laut Michael Henke und Andreas Hoffjan sind Kollaboration und Kooperation in der Wissenschaft bereits fest verankert. Wissenschaftliche Erfolge würden vor allem in Teams erzielt. Doch auch die Wissenschaft müsse laut Andreas Hoffjan agiler werden. Typische Promotionszyklen von drei bis fünf Jahren seien zu lang. Wolfgang Sczygiol und Michael Hauf empfahlen im Bereich Forschung- und Entwicklung innerhalb von Unternehmen mit startupartig aufgestellten Einheiten zusammenzuarbeiten, um den Forscherteams möglichst viel Freiraum zu geben. Auch Dieter Spath sprach sich für begrenzte Projektgruppen aus, die von ihren Unternehmen Zeit und den nötigen Freiraum bekommen, um konzentriert an ihrer Forschung arbeiten zu können.

 

Das acatech Symposium bildete den Abschluss des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) geförderten Projekts  „Kollaboration als Schlüssel zum erfolgreichen Transfer von Innovationen am Beispiel der Automobillogistik“ (INNOKEY 4.0). In diesem Projekt untersuchen acatech und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) am Beispiel der Automobillogistik, wie Forschungs- und Entwicklungsergebnisse schneller in die Praxis überführt werden können. Auf dem Symposium hat die interdisziplinäre Projektgruppe einen ersten Überblick ihrer Ergebnisse vorgelegt, die auf einer Expertenbefragung beruhen. Die Ergebnisse fließen in eine acatech POSITION ein, die im Herbst erscheint.





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