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Christoph Uhlhaas

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acatech unterzeichnet gemeinsamen Aufruf zur Stärkung des Innovationsstandorts

Neben acatech haben viele weitere Wissenschaftsorganisationen, Stiftungen und Verbände das Papier unterzeichnet. (Quelle: Stellungnahme „Wissenschaft und Forschung als Fundament unserer Zukunft weiter stärken“)

München,

10. Oktober 2017

Deutschland gehört dank gemeinsamer Anstrengungen von Bund und Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft zu den weltweit führenden Wissenschafts- und Innovationsstandorten. Wissenschaftsorganisationen, Stiftungen und Verbände sprechen sich dafür aus, Wissenschaft und Forschung weiter zu stärken. acatech trägt das heute erschienene Papier mit.

 

Die neue Legislaturperiode beginnt in einer Phase von Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Im internationalen Vergleich gehört Deutschland zu den innovationsstärksten Nationen – dies zeigte jüngst der Innovationsindikator von acatech und BDI. Diese guten Voraussetzungen haben Bund, Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft mit erheblichen Investitionen in Forschung und Entwicklung geschaffen. Mit einem Anteil der Forschungsausgaben von knapp drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts wurde ein wichtiges Etappenziel erreicht.


Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umwälzungen sollte dieser Trend nicht nur beibehalten, sondern verstärkt werden. Zu diesem Fazit kommen Wissenschaftsorganisationen, Stiftungen und Verbände – darunter acatech – in einem gemeinsamen Aufruf. „Nur so können gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel, die Energiewende, die demographische Entwicklung oder der Fachkräftemangel bewältigt und die enormen Chancen der Digitalisierung genutzt werden“, schreiben die unterzeichnenden Organisationen.


Konkret sprechen sie sich dafür aus, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2025 auf einen Anteil von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Spitzenforschung, Hochschulen und Mittelstandsinitiativen wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) sollen davon profitieren. Die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist ein weiteres Anliegen des Papiers. Nur so ließen sich „vollständige Innovationskreisläufe von der Grundlagenforschung bis in die Anwendung und zurück abzubilden.“ Freiräume seien notwendig, um neue Technologien und Geschäftsmodelle praxisnah zu erproben. Das Papier empfiehlt die Einrichtung zusätzlicher Reallabore, in denen Praktiker aus Kommunen, Organisationen oder Unternehmen gemeinsam mit Forschern an realen Veränderungsprojekten arbeiten.


Die unterzeichnenden Organisationen unterstützen weitere Investitionen in das Ausbildungs- und Berufssystem: Bessere Lehr- und Lernbedingungen an Hochschulen, verlässlichere Beschäftigungsaussichten in der Wissenschaft gehören zu den Zielen. Mit einem Ausbau der dualen Ausbildung und der betrieblichen Weiterbildung sowie der Anwerbung qualifizierter internationaler Arbeitskräfte könne man zudem dem Fachkräftemangel entgegenwirken. In diesem Zusammenhang sehen die unterzeichnenden Organisationen nicht allein die Politik in der Pflicht: „Diese Aufgaben können Staat, Wirtschaft und Wissenschaft nur gemeinsam bewältigen.“