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Sebastian Brunkow

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Presseinformationen und News, Aktuelles Thema

Die Stromversorgung der Zukunft: acatech im Deutschen Bundestag zur Integration erneuerbarer Energien

Jochen Kreusel (ABB AG ), Dirk Uwe Sauer (acatech) und acatech Generalsekretär Michael Klein im Gespräch mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages. (Foto: acatech)

Berlin,

27. Januar 2016

In der Veranstaltungsreihe „acatech am Mittag“ im Deutschen Bundestag stellte Dirk Uwe Sauer, Mitglied von acatech und Leiter der Arbeitsgruppe Flexibilitätskonzepte im Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) am 26. Januar technologische Optionen für Stabilität, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit bei einem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien vor. Jochen Kreusel, Leiter Smart Grids bei der ABB AG, berichtet aus der Perspektive eines Technologieanbieters über Erfahrungen mit der Transformation der Stromversorgung.

 

Anlässlich der parlamentarischen Beratungen zum Strommarktgesetz, das am 29. Januar in erster Lesung im Bundestag behandelt wurde, hat acatech das Gespräch mit Abgeordneten und Mitarbeitern der im Bundestag vertretenen Fraktionen gesucht. Ausgehend von der jüngst erschienenen ESYS-Stellungnahme „Flexibilitätskonzepte für die Stromversorgung 2050. Stabilität im Zeitalter der erneuerbaren Energien“ zeigte der Leiter der Arbeitsgruppe Dirk Uwe Sauer, wie der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung ohne negative Auswirkungen auf Stabilität und Versorgungssicherheit weiter gesteigert werden kann und welche Voraussetzungen dafür erforderlich sind: Es gebe zahlreiche technische Möglichkeiten, die witterungsbedingten Schwankungen bei Wind und Sonnenenergie auszugleichen. Unverzichtbar seien jedoch flexible Gaskraftwerke, die auch mit Biogas, Wasserstoff oder synthetischem Methan betrieben werden können. Die Politik sei gefordert, heute schon die Rahmenbedingungen für die Stromversorgung von morgen zu schaffen. Klare Rahmenbedingungen seien die Voraussetzung für die teils sehr langfristig ausgerichteten Investitionen.

 

Jochen Kreusel beschrieb aus der Perspektive eines Anbieters von Technologien zur Erzeugung und Übertragung von Energie die komplexen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen bei der Kombination verschiedener Erzeugungs- und Übertragungstechnologien. Angesichts zahlreicher technischer Optionen appellierte Kreusel an die Abgeordneten, bei der Regulierung des Strommarktes technologieoffen zu bleiben und nicht technische Lösungen, sondern Aufgaben vorzugeben. Der Ausbau der erneuerbaren Energien benötige Kreativität und Spielräume und sei noch auf längere Zeit vom Lernen geprägt. Die anschließende Diskussion moderierte acatech Generalsekretär Michael Klein.

 

acatech unterstützt parlamentarische und politische Gremien mit ihrer Expertise unter anderem in Anhörungen, Workshops und Fachgesprächen. Das Themenspektrum reicht dabei von technologischen Voraussetzungen für eine nachhaltige und sichere Energiewende über die Zukunft der industriellen Produktion bis hin zu den Auswirkungen der Digitalisierung. acatech bietet mit der im Bundestag stattfindenden Reihe „acatech am Mittag“ regelmäßig Dialoge für Parlamentarierinnen und Parlamentarier zu aktuellen Themen aus Forschung und Innovation an. Thema der nächsten Veranstaltung von „acatech am Mittag“ wird die Förderung von Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen sein.