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Presseinformation, Aktuelles Thema

Digital-Gipfel 2017: acatech präsentiert Systematik und Praxisbeispiele zu IT-Plattformen

acatech Präsident Henning Kagermann (links) und Christoph Plass, Vorstand der UNITY AG, präsentieren auf dem Digital-Gipfel die acatech DISKUSSION „IT-Plattformen für die Smart Service Welt“. (Foto: acatech)

Ludwigshafen,

13. Juni 2017

Auf dem Digital-Gipfel 2017 hat acatech gestern Abend in Ludwigshafen die acatech DISKUSSION „IT-Plattformen für die Smart Service Welt“ vorgestellt. Zudem berichtete acatech auf einem Panel über Anwendungsbeispiele aus dem Bereich „Smart Services“. Ein Schwerpunkt lag dabei auf den Themen Landwirtschaft und Gesundheit.

 

Internetbasierte Plattformen sind das Herzstück datengetriebener Geschäftsmodelle. Doch welche Plattform-Typen gibt es? Welche Vor- und Nachteile haben sie? In verschiedenen Branchen ist der Begriff Plattformen bereits unterschiedlich belegt. Für die industrielle Produktion sind ein gemeinsames Verständnis und gemeinsame Standards für IT-Plattformen jedoch unabdingbar. Eine acatech Projektgruppe unter Leitung von Christoph Plass, Vorstand der UNITY AG, und Franz Rammig, Universität Paderborn, hat nun eine entsprechende Systematisierung vorgelegt. Das Diskussionspapier zeigt für den Bereich der Produktion, wie Geschäftsmodelle, digitale Ökosysteme und Technologien in digitalen Plattformen zusammenlaufen.


„In unseren Experteninterviews wurden stets zwei wesentliche Dimensionen betrachtet: die technische und die betriebswirtschaftliche. Wir stellten fest, dass sich Technologien und Geschäftsmodelle nicht getrennt voneinander diskutierten lassen“, erläutert Christoph Plass. Dem Zusammenhang von Technologien und Geschäftsmodellen seien die Autoren auf den Grund gegangen und hätten auf dieser Basis ein Portfolio entwickelt. Gestern auf dem IT-Gipfel stellten die Autoren ihr Diskussionspapier vor.


Zuvor gab es eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Fokusgruppe Smart Service Welt des Digital-Gipfels auf der acatech Anwendungsbeispiele aus ihrem Projekt „Digitale Serviceplattformen“ präsentierte. Nach dem Einführungsvortrag von Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, erläuterten Wolfgang Maaß von der Universität des Saarlandes und weitere Experten den Einsatz von Smart Services in der Landwirtschaft. Laut Maaß könnten Smart Services den Landwirt von der Saat über Ernte und Lagerung bis hin zur Lieferung zum Verbraucher begleiten. Auch in den Beispielen aus dem Bereich E-Health, vorgestellt durch den Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Telemedizin und Gesundheitsförderung (DITG) Bernd Altpeter, wurde deutlich: Eine erfolgreiche Zusammenarbeit im digitalen Ökosystem bringt einen direkten Nutzen für alle Beteiligten. Einen entsprechenden Wegweiser Smart Service Welt bietet acatech als Booklet an. Dieser zeigt anhand von neun Beispielen aus der Praxis, wie Unternehmen Smart Services gestalten.


acatech Präsident Henning Kagermann und Wolfgang Wahlster, Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) diskutierten auf dem Panel, wie künstliche Intelligenz Geschäftsmodelle der Zukunft prägt. Kagermann erläuterte: "Künstliche Intelligenz wird heute schon in verschiedenen Bereichen verwendet – etwa bei der vorausschauenden Wartung in der Produktion, für Übersetzungsleistungen und die Erstellung von Standardberichten im Dienstleistungssektor oder beim hochautomatisierten Fahren.‎" Wie Methoden der Künstlichen Intelligenz für den Mittelstand aussehen, soll nun im acatech Projekt Digitale Serviceplattformen thematisiert werden.

 

Über die Projekte


Das acatech Projekt „Digitale Serviceplattformen – Praxiserfahrungen aus der Industrie“ liefert Leitfäden zum Aufbau digitaler Geschäftsmodelle, die insbesondere mittelständischen Unternehmen einen schnellen Einstieg bieten. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt und ist einer der Impulsgeber für die Technologieprogramme zum Förderschwerpunkt Smart Service Welt. In diesem Rahmen unterstützt das BMWi mit dem Technologiewettbewerb „Smart Service Welt II“ die Einführung datengetriebener Geschäftsmodelle in Anwendungsfeldern wie Mobilität oder Landwirtschaft.


Die Projektgruppe “IT-Plattformen für die Smart Service Welt” wurde von acatech im Jahr 2016 ins Leben gerufen und durch das Themennetzwerk Informations- und Kommunikationstechnologie getragen. Sie möchte das in Wissenschaft und Wirtschaft vorhandene Verständnis über die Begrifflichkeiten und Rollen von IT-Plattformen und den notwendigen Harmonisierungsbedarf im produzierenden Gewerbe ermitteln. Die acatech DISKUSSION „IT-Plattformen für die Smart Service Welt“ kann über die acatech-Webseite kostenfrei heruntergeladen werden.