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Presseinformationen und News, Aktuelles Thema

Ethikkommission „Automatisiertes und Vernetztes Fahren“ des BMVI: acatech Präsident Henning Kagermann und weitere Mitglieder der Akademie berufen

Berlin,

4. Oktober 2016

acatech Präsident Henning Kagermann sowie die acatech Mitglieder Manfred Broy und Armin Grunwald wurden von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in die Ethikkommission „Automatisiertes und Vernetztes Fahren“ berufen. Die konstituierende Sitzung der 15-köpfigen Kommission fand am 30. September im Bundesverkehrsministerium (BMVI) in Berlin statt.

 

Der automatisierte Straßenverkehr ist keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern durch die zunehmende digitale Vernetzung und Automatisierung technisch bereits machbar. Ein grundlegender Wandel unseres Mobilitätssystems, bei dem das Fahrzeug dem Fahrer mehr und mehr Aufgaben abnimmt, steht bevor. Automatisierung und Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur werden dazu beitragen, den Verkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Zugleich birgt die Einführung des automatisierten und vernetzten Fahrens ethische Herausforderungen. So stellt sich insbesondere die Frage, nach welchen ethischen Leitlinien und gesetzlichen Regelungen Fahrzeugsysteme Entscheidungen in Risiko- und Gefahrensituationen treffen sollen.

 

Vor diesem Hintergrund hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die 15-köpfige Ethikkommission „Automatisiertes und Vernetztes Fahren“ ins Leben gerufen, die unter der Leitung des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo di Fabio am 30. September ihre Arbeit aufgenommen hat. acatech Präsident Henning Kagermann wurde neben den acatech Mitgliedern Manfred Broy, Gründungspräsident des Zentrums Digitalisierung.Bayern, und Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe, in die Ethikkommission berufen. Gemeinsam werden Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in der Kommission ethische Leitlinien für das automatisierte und vernetzte Fahren sowie deren Vereinbarkeit mit dem rechtlichen Rahmen diskutieren. In die Arbeit der Kommission sollen Perspektiven der Technik- und Rechtsphilosophie sowie der Technikfolgenabschätzung ebenso einfließen wie Sichtweisen aus der Informatik, der Digitalwirtschaft und der Automobilindustrie.

 

acatech befasst sich intensiv mit dem automatisierten und vernetzten Fahren. In der acatech Projektgruppe „Neue autoMobilität – Automatisierter Straßenverkehr der Zukunft“ haben Vertreterinnen und Vertreter aus über 40 Organisationen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft 2015 eine acatech POSITION mit einem Zielbild für den automatisierten und vernetzten Straßenverkehr im Jahr 2030 entwickelt. Die interdisziplinäre Projektgruppe wird im Herbst 2016 in einer ausführlichen acatech STUDIE zeigen, welche Weichenstellungen erfolgen müssen, um dieses Zielbild des automatisierten Straßenverkehrs zu erreichen.