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Künstliche Fotosynthese: Zwischenbericht aus dem Akademienprojekt

Auf dem Wissenschaftsforum der Gesellschaft Deutscher Chemiker in Berlin hat Projektleiter Matthias Beller das Akademienprojekt „Künstliche Fotosynthese“ vorgestellt. Foto: acatech

Berlin,

13. September 2017

Auf dem Wissenschaftsforum der Gesellschaft Deutscher Chemiker in Berlin hat Projektleiter Matthias Beller, Direktor des Leibniz-Instituts für Katalyse e.V., das Akademienprojekt „Künstliche Fotosynthese“ vorgestellt. Künstliche Fotosynthese ahme die Natur nach. Besonders attraktiv sei der Forschungsansatz, weil Künstliche Fotosynthese Erneuerbare Energie stofflich speichere.

 

Künstliche Fotosynthese ist angesichts der unbegrenzten Ressource Sonnenlicht und vor dem aktuellen Hintergrund der Energiewende eine viel versprechende regenerative Energiequelle. Nach dem Vorbild der Pflanzen erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Verfahren, die Sonnenlicht in Energieträger oder Rohstoffe umwandeln.


Projektleiter Matthias Beller stellte einen Zwischenbericht des Akademienprojekts zu Künstlicher Fotosynthese unter Federführung von acatech auf dem Wissenschaftsforum der Gesellschaft Deutscher Chemiker in Berlin vor. Er erläuterte, dass Wissenschaft und Technik herausgefordert sind, Verfahren zu entwickeln, um die Energie des Sonnenlichts effizient und bezahlbar zu speichern. In Zukunft werde Künstliche Fotosynthese sehr wahrscheinlich zu einem wesentlichen Baustein einer nachhaltigen Energieversorgung unserer Gesellschaft. So groß das Potential der Nutzung der Sonnenenergie ist, so groß sind laut Matthias Beller bis heute die damit verbundenen wissenschaftlich-technischen Herausforderungen. Viele Disziplinen wie Chemie, Biologie, Physik und Materialwissenschaften sind an der Künstlichen Fotosynthese beteiligt.

 

In einem Akademienprojekt von acatech, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften arbeiten seit 2016 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einer Stellungnahme, die den Forschungsstand, wissenschaftlich-technische Herausforderungen und Technikzukünfte erörtert. Die Stellungnahme erscheint Anfang 2018. Ziel ist es unterschiedliche Forschungsansätze sichtbar zu machen und den konkreten Forschungsbedarfs in Deutschland herauszustellen – unter Berücksichtigung der technischen Nutzbarkeit bis 2050. In einem Vorgängerprojekt hatte acatech Ansätze der Künstlichen Fotosynthese mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert, um Ideen, Erwartungen und Herausforderungen aus Sicht verschiedener Stakeholder sichtbar zu machen.