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Presseinformationen und News, Aktuelles Thema

Neue Materialien, neue Funktionen: Perspektiven der Organischen Elektronik

Frankfurt,

18. Mai 2010

Im Gegensatz zur „anorganischen“, silizium-basierten Elektronik können auch leitfähige Kunststoffe auf flexiblen Trägermaterialien der Grundstoff sein für neue Leuchtmittel, Solarzellenfolien, aber auch Sensoren für die Medizintechnik und neuartige Displays. acatech wird eine Bestandsaufnahme und Bewertung der deutschen Forschungslandschaft vor dem Hintergrund internationaler Aktivitäten im Bereich dieser so genannten „Organischen Elektronik“ vornehmen, um daraus Empfehlungen für die weitere Gestaltung dieses Feldes abzuleiten. Die Projektgruppe wird geleitet von acatech Präsidiumsmitglied Hartwig Höcker.

 

Als Auftakt des Projektes wurde am 18. Mai 2010 in Frankfurt (Main) ein Workshop veranstaltet, der Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbrachte. Schwerpunktmäßig wurden zunächst drei Bereiche in den Blick genommen: Materialien, Organische Leuchtdioden (OLED) und Organische Photovoltaik (OPV), und zwar jeweils mit Referenten aus Wissenschaft und Industrie (hier sowohl größere Unternehmen als auch KMUs).

Deutlich wurde die Relevanz der zugrunde liegenden Materialien. So hielt Klaus Müllen (Max Planck Institut für Polymerforschung, Mainz) ein Plädoyer für eine „mutige Synthesechemie“: Hier ist noch viel zu entdecken und zu entwickeln. Karl-Heinrich Hahn (BASF SE) betonte in gleicher Richtung: „Materialien sind nicht alles, aber Nichts ist ohne Materialien“. Es ergeben sich mithin klare Bezüge zu der acatech Stellungnahme Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Deutschland. Ein weiterer Zusammenhang besteht zum acatech Projekt zur Nanoelektronik: Hier wie dort wird gefragt, was nach Silizium kommt, welche neuen Funktionen andere Materialien und Strukturen bringen, und wie eine weitere Miniaturisierung der Halbleiterstrukturen erfolgen kann.

Die Projektgruppe „Organische Elektronik“ wird - ausgehend von den Diskussionen auf dem Workshop - Hypothesen bilden, die wiederum eine Grundlage sein sollen für die anschließende Analyse des Feldes.