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Claudia Strauß

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News, Aktuelles Thema

Preisverleihung beim Schülerwettbewerb TECHNIKENTDECKER: Bayerns beste Technik-Videos ausgezeichnet

Gruppenbild der drei Gewinnerteams beim Entdeckertag in München. Foto: Jürgen Heuser/acatech

München,

25. Juli 2017

Großer Sieger beim bayernweiten Schülerwettbewerb TECHNIKENTDECKER ist ein Video der Regensburger Clermont-Ferrand-Mittelschule. Bei der Preisverleihung am vergangenen Donnerstag in der Römischen Arena der Münchener Bavaria Filmstadt gab es für das Team den ersten Preis. In ihrem Beitrag zeigen die Regensburger die Technik hinter der wöchentlichen Schulradiosendung. Mit ihrem Film über 3D-Druck belegt die Münchner Integrative Montessori Volksschule den zweiten Platz. Für den Aufbau und die Funktionsweise einer Kamera wurden Schüler des Gymnasiums Sonthofen mit dem dritten Platz geehrt. Organisiert wird der Wettbewerb von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften mit Unterstützung der Zeidler-Forschungs-Stiftung.

 

Jeden Montagmorgen kurz nach acht Uhr sendet die Radio AG der Regensburger Clermont-Ferrand-Mittelschule ihre Sendung über die Schullautsprecher aus. Doch wie kommt die wöchentliche Schul-Radiosendung überhaupt in die Schullautsprecher? Das Video „CFMS-Tonstudio“ zeigt die AG bei der Arbeit und erklärt die Technik hinter der Sendung. Die Sieger wählten das Format einer klassischen Reportage, die mit Liveelementen spielt. In seiner Laudatio lobte Christoph Uhlhaas, Leiter Kommunikation bei acatech, das Engagement der Schüler: „Was mir besonders gefallen hat, ist, dass es richtige Teamarbeit war. Wie die beiden AGs der Schule zusammengearbeitet haben, hat die Jury sehr beeindruckt. Und die Schülerinnen und Schüler haben mit ihrem Film auch gezeigt: Technik ist letztendlich immer auch Teamarbeit.“ Den Siegern überreichte Christoph Uhlhaas für ihre besondere Leistung ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Sie waren wie die zweit- und drittplatzierten zudem zu zwei spannenden Entdeckertagen in München eingeladen.


Humorvoll und schülernah: das zweitplatzierte Video über 3D-Druck

Während der Siegerfilm zeigt, wie spannend Radio auch nach über 100 Jahren sein kann, ist die beschriebene Technik der Zweiplatzierten sehr viel neuartiger: Die drei Schüler der 8. Klasse der Integrativen Montessori Volksschule an der Balanstraße in München waren Technikentdecker beim 3D-Druck. Jurymitglied und Laudatorin Alice Steinhausen war beeindruckt davon, dass die Preisträger ihren Film ganz ohne Hilfe eines Erwachsenen produziert haben. Die Geschäftsführerin der Zeidler-Forschungs-Stiftung überreichte das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro und sagte: „Den Film zeichnet eine harmonische Text- und Bildsprache aus. Das Thema wurde fundiert, schülernah und zugleich humorvoll umgesetzt. Herausgekommen ist eine anschauliche Präsentation, einfach und verständlich.“


Mit einfachen Tricks fantasievolle Metapher erzeugt

Eine wieder ganz andere Herangehensweise an ein technisches Phänomen gelang den Drittplatzierten Schülerinnen und Schülern. Für ihr Video über die Funktionsweise einer Kamera wählten zwei Schüler der 10. Klasse des Sonthofner Gymnasiums die aktuell beliebte Legetechnik, bei der Objekte auf Papier gezeichnet werden und dann mit den Händen auf einer weißen Fläche bewegt werden. Jurymitglied Prof. Peter C. Slansky von der Hochschule für Fernsehen und Film in München ehrte bei seiner Laudatio die jungen Filmemacher mit einem Preisgeld von 700 Euro und lobte in seiner Rede „die besondere Herangehensweise und die geschlossene Darstellungsweise dieses Videos“. Peter C. Slansky sagte weiter: „Die Reduktion der gestalterischen Mittel ermöglicht eine knappe, klare und auch verständliche und auch detaillierte Erklärung der Technik. Und das will was heißen. Mit vergleichsweise einfachen Tricks entsteht eine ansprechende Animation mit fantasievollen Metaphern, die eine auf den ersten Blick komplizierte physikalische Technik dem Zuschauer auf spielerische Weise näher bringt.“


In einem Grußwort betonte Michael Kirchmeir, Referent für Schülerwettbewerbe beim Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, wie wichtig technisches Verständnis für die Bildung junger Menschen sei: „Ich habe mit großer Begeisterung die Filme angeschaut. Die Teilnehmer haben es in fünf Minuten geschafft, etwas auf den Punkt zu bringen und damit doppelt Technikentdecker zu sein. Es wurde nicht nur ein technischer Sachverhalt oder ein Objekt dargestellt, sondern auf dem Weg dorthin mussten sich die Gewinner auch mit ganz viel Technik beschäftigen. Zu den Ergebnissen gratuliere ich ganz herzlich.“ Bereits im Vorfeld der Preisverleihung hatte Schirmherr Dr. Ludwig Spaenle, bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, die Bedeutung des Preises hervorgehoben: „Der Wettbewerb 'Technikentdecker' regt Schülerinnen und Schüler dazu an, sich kreativ mit Technologien und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb ist deshalb eine wertvolle Ergänzung der MINT-Förderung an bayerischen Schulen und trägt dazu bei, die Begeisterung junger Menschen für Naturwissenschaften und Technik zu wecken.“


Die Preisverleihung war Teil von zwei großartigen Entdeckertagen, die die Schülerinnen und Schüler am ersten Tag in die Bavaria Filmstadt in München führte. Sie wurden durch die Kulissen geführt, bekamen eine Pyrotechnikvorführung und besuchten je nach Alter entweder das Bullyversum oder den Workshop „Mein Handy kann Hollywood“. Am zweiten Tag ging es dann ins Deutsche Museum, dort stand das Thema Energie im Zentrum des Besuchs, unter anderem mit einer Führung durch die interaktive Sonderausstellung „energie.wenden“.


Im Rahmen des acatech Schülerwettbewerbs „TECHNIKENTDECKER“ wurden auch in diesem Jahr Teams ausgezeichnet, die in einem kurzen Film ein technisches Gerät, eine technische Einrichtung oder einen technikhistorischen Ort aus ihrer Umgebung vorstellten. Die Filme sollten zeigen, wie Technik funktioniert und warum sie wichtig ist oder einmal wichtig war. Mitmachen konnten Schulklassen, AGs, Projektgruppen oder frei zusammengestellte Schülerteams der Jahrgangsstufen 5 bis 10 aller Schularten. Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft, Medien und Bildung prämierte die besten Videos. Der Wettbewerb wird einmal im Jahr ausgeschrieben.