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Presseinformationen und News, Aktuelles Thema
Berlin,
11. Oktober 2012Die diesjährigen Gewinner des PUNKT-Preises stehen fest: Martin Randelhoff wird in der Kategorie Multimedia für sein Online-Magazin „Zukunft Mobilität“ ausgezeichnet. In der Sparte Tageszeitung gewinnen Georg Küffner und Alexander Stirn. Küffners Beitrag „Unkonventionell ist nur die Technik“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Stirns Artikel „Klempner am Meeresgrund“ (Süddeutsche Zeitung) stehen nach Auffassung der Jury beide für exzellenten Technikjournalismus. In der Sparte Magazin/Zeitschrift/Wochenzeitung wird Thomas Kuhn für seinen Text „Druck dir deine Welt“ (WirtschaftsWoche) prämiert. Andreas Meichsner erhält den Preis in der Kategorie Foto für seine Serie „Auf Herz und Nieren“. Das Fotostipendium geht an Valeria Brekenkamp. Die Fotografin überzeugt mit ihrem Konzept einer Fotoreportage „Die Welt der Ingenieurin“.
PUNKT-Sieger in der erstmals ausgelobten Kategorie Multimedia ist Martin Randelhoff. Mit sei-nem Online-Magazin „Zukunft Mobilität“ bietet der Student der TU Dresden eine klar konzipierte Informations- und Diskussionsplattform rund um aktuelle Entwicklungen im Bereich Mobilität. Eigene Positionen, aber auch die Meinungen anderer, macht der 23-Jährige transparent und erfüllt damit ein zentrales journalistisches Qualitätskriterium. Randelhoff integriert Podcasts, Videos und RSS-Feeds, verweist auf weiterführende Links und lädt ein zum Austausch über Social Media-Kanäle wie Facebook und Twitter, die er selbst betreut. Das umfassende Engage-ment und insbesondere die Umsetzungsfähigkeit Randelhoffs als alleiniger Blogger und Redak-teur − parallel zu seinem Studium der Verkehrswirtschaft − überzeugte die Jury.
Georg Küffner und Alexander Stirn gelingt es in der Sparte Tageszeitung, ihre Leser sprichwört-lich in die Tiefen der Technik mitzunehmen. Küffner thematisiert die Gewinnung von Erdgas aus Schiefergestein und brilliert in seinem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Bei-trag mit bemerkenswertem Hintergrundwissen. Mit der Aufschlüsselung neuer Themenaspekte zur Frac-Technik, mit der Gestein durch das Einpressen von Wasser gesprengt wird, leistet Küffner aus Sicht der Jury einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion um Energiebohrungen. Alexander Stirn nimmt den Leser mit auf einen Tauchgang in 100 Meter Tiefe – zum Schauplatz des Pipeline-Baus in der Ostsee. Spannend und zugleich einfühlsam schildert Stirn die extremen Bedingungen bei der Montage und Reparatur von Ölpipelines. „So also müssen sich Astronauten fühlen“, schreibt Stirn in seinem in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Artikel. Als beson-deres Plus wertet die Jury, dass Stirns Einblick in den Alltag von Spezialtauchern für Aspekte der Energieversorgung sensibilisiert, die in der öffentlichen Wahrnehmung kaum beachtet werden. Beide Journalisten haben die Jury mit Ihren Texten gleichermaßen überzeugt, sodass der Preis in dieser Sparte 2012 geteilt wird.
Thomas Kuhn überzeugt mit seinem anwendungsnahen Überblick „Druck dir deine Welt“ (WirtschaftsWoche) über das Themengebiet des 3-D-Drucks. Allgemeinverständlich und anschaulich aufbereitet gelingt es Kuhn, bei seiner Leserschaft Faszination für das zukunftsträchtige Verfahren der additiven Fertigung zu wecken. Die zahlreichen, in den Text eingebetteten Fotobeispiele animieren auch Laien, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.
Andreas Meichsner gewinnt mit seiner Fotoserie „Auf Herz und Nieren“ den PUNKT in der Kategorie Foto. Die sechsteilige Serie zeigt Produkt-Prüfungen beim TÜV als einen wesentlichen Baustein bei der Entwicklung von Gebrauchsgegenständen. In seiner Darstellung von Test-Situationen wirft Meichsner einen sympathischen und unkonventionellen Blick auf das häufig als „typisch deutsch“ angesehene Kontroll- und Sicherheitsbedürfnis und gewährt zugleich überraschende Inneneinsichten in die „ehrwürdige“ Institution der technischen Prüfung. Die Jury lobt auch die Konsequenz der Serie: Die Motive sind mit „einem Augenzwinkern“ aufgenommen und spiegeln damit fotografische Leichtigkeit wider.
Das zum zweiten Mal ausgelobte Fotostipendium erhält Valeria Brekenkamp. Die freiberufliche Fotografin wird mit ihrer Fotoreportage „Die Welt der Ingenieurin“ fünf Frauen in Ingenieursberufen porträtieren. Die Förderung von Frauen in technikwissenschaftlichen Berufen ist ein Thema von hoher gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, das in der Fotografie bislang nur selten jenseits von Klischees umgesetzt worden ist. Eine adäquate Darstellung der Arbeits- und Lebenswelten von Frauen im Ingenieur-Bereich hat das Potenzial, junge Frauen für Technik und technische Berufe zu interessieren. Frei von Stereotypen sollen die geplanten Portraits zeigen, wie Ingenieurinnen ihren Alltag erleben. Die fotografische Umsetzung ist mit Spannung zu erwarten.
Mit dem Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie PUNKT prämiert acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften seit 2005 herausragende Text- und Bildbeiträge. Erstmals wird in diesem Jahr auch ein Preis in der Kategorie Multimedia verliehen. Die Sparten und das Stipendium sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen der acatech Festveranstaltung am 16. Oktober in Berlin statt.
Nähere Informationen zum PUNKT finden Sie unter: www.journalistenpreis-punkt.de
Die Mitglieder der Text-Jury:
Die Mitglieder der Foto-Jury:
Die Mitglieder der Multimedia-Jury: