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Technik zum Anfassen bei den Entdeckertagen vom Schülerwettbewerb

Feuertricks von Andreas Tügel während der Pyroshow in der Bavaria Filmstadt (Foto: J. Heuser/ acatech)

München,

2. August 2017

Am 20. und 21. Juli lud acatech die drei Gewinnerteams des acatech Schülerwettbewerbs TECHNIKENTDECKER zu zwei Entdeckertagen und einer feierlichen Preisverleihung nach München ein. Bevor die Gewinner am Abend ihre Preise in der Römischen Arena der Bavaria Filmstadt erhielten, nahmen sie beispielsweise an einem Filmdreh-Workshop teil und lernten, wie man mit technischen Tricks in eine Filmkulisse eingebaut wird. Am nächsten Tag besuchten die Kinder und Jugendlichen im Deutschen Museum die Sonderausstellung „energie.wenden“.

 

Wenn im Mai die Gewinnerteams des acatech Schülerwettbewerbs TECHNIKENTDECKER bekannt gegeben werden, steigt bei den ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern die Spannung: Denn die ersten drei Teams - diesmal kamen sie auch Regensburg, München und Sonthofen - werden zu einer Preisverleihung nach München eingeladen, verknüpft mit zwei Entdeckertagen an wechselnden Orten. Dieses Jahr ging es am 20. Juli  in die Bavaria Filmstadt und am 21. Juli ins Deutsche Museum.

Technikentdeckerinnen und -entdecker in der Bavaria Filmstadt

 

Passend zu den prämierten Videos standen auch bei den Vorführungen in der Bavaria Filmstadt technische Raffinessen im Vordergrund. Bei einer Pyroshow zeigte Andreas Tügel von „Fire, Ice and Magic“, Feuereffekte, die beim Film genutzt werden. Die Kinder und Jugendlichen lernten etwa, dass Kleidung brennen kann, ohne, dass der Träger Verbrennungen erleidet, wenn seine Kleidung vorher entsprechend präpariert wird. In den Kulissen der Bavaria Filmstadt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zu Schauspielern und drehten vor einem Greenscreen in verschiedenen Kulissen eigene Filmszenen. Viel Spaß hatten sie im 4D-Kino mit dem Film „Wild West Mine Ride“. Der Eindruck direkt im Filmgeschehen dabei zu sein wird durch eine 3D-Brille visuell erzeugt. Darüber hinaus befinden sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf mobilen Sitzen, die sich synchron zum Geschehen im Film bewegen. Nach einer Stärkung im Bistro der Filmkantine nahmen die älteren Schüler an einem Workshop zum Thema „Filme selber drehen“ teil. In diesem Praxisworkshop ging es um Tipps und Tricks: Beispielsweise wie jeder Smartphonebesitzer beim Aufnehmen von Videos zu optimalen Resultaten gelangt und mit einfachen Mitteln vorzeigbare Ergebnisse erzielt.

Preisverleihung des Schülerwettbewerbs TECHNIKENTDECKER


Abends fand in der Römischen Arena der Bavaria Filmstadt die Preisverleihung statt. Großer Sieger beim bayernweiten Schülerwettbewerb TECHNIKENTDECKER ist ein Video der Regensburger Clermont-Ferrand-Mittelschule. In ihrem Beitrag zeigen die Regensburger Filmemacherinnen und Filmemacher  die Technik hinter der wöchentlichen Schulradiosendung. Die Schülerinnen und Schüler nahmen die Urkunde für den ersten Preis entgegen. Drei Schüler der Münchner Integrativen Montessori Volksschule belegten mit ihrem Film über 3D-Druck den zweiten Platz. Für den Aufbau und die Funktionsweise einer Kamera wurden zwei Schüler des Gymnasiums Sonthofen mit dem dritten Platz geehrt. Organisiert wird der Wettbewerb von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften mit Unterstützung der Zeidler-Forschungs-Stiftung.


Zu Beginn der Veranstaltung betonte Michael Kirchmeir, Referent für Schülerwettbewerbe beim Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, wie wichtig technisches Verständnis für die Bildung junger Menschen sei und mit welch großer Begeisterung er die Filme angeschaut habe. Denn die Teilnehmer hätten es in fünf Minuten geschafft, etwas auf den Punkt zu bringen und seien damit doppelt Technikentdecker.


Im Rahmen des acatech Schülerwettbewerbs TECHNIKENTDECKER wurden auch in diesem Jahr Teams ausgezeichnet, die in einem kurzen Film ein technisches Gerät, eine technische Einrichtung oder einen technikhistorischen Ort aus ihrer Umgebung vorstellten. Die Filme sollten zeigen, wie Technik funktioniert und warum sie wichtig ist oder einmal wichtig war. Mitmachen konnten Schulklassen, AGs, Projektgruppen oder frei zusammengestellte Schülerteams der Jahrgangsstufen 5 bis 10 aller Schularten in Bayern. Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft, Medien und Bildung prämierte die besten Videos. Der Wettbewerb wird einmal im Jahr ausgeschrieben.
 
Besuch im Deutschen Museum

 

Der 21. Juli startete für die drei Gewinnerteams im Deutschen Museum mit einem Tablet-Programm. Die Gruppen wurden aufgeteilt und jedes der acht Teams bekam eine Frage zum Thema Energie. Das Tablet führte dann mit Fragen und Aufgaben zu den relevanten Exponaten. So lernten die Teams spielerisch und bekamen einen guten Überblick zu aktuellen Fragestellungen der Energiegewinnung und deren Beantwortung. Schließlich besuchten die Schülerinnen und Schüler die Sonderausstellung „energie.wenden“. Die Ausstellung liefert Orientierungswissen und macht spielerisch die Knackpunkte auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erfahrbar. Generaldirektor und acatech Mitglied Wolfgang M. Heckl erklärte bei der Eröffnung der Ausstellung, die noch bis August 2018 zu besichtigen ist: „Die Energiewende ist eines der großen globalen Themen für das 21. Jahrhundert. Es stellt Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Technik gleichermaßen vor große Herausforderungen. Wir möchten mit der Ausstellung dazu beitragen, dieses Projekt voranzutreiben – und die Herausforderung zu bewältigen.“  In zehn Ausstellungsbereichen geht es um Themen wie Solar-, Wasser- und Windenergie, aber auch um Mobilität oder Atomenergie. Das Herzstück der Ausstellung ist ein Spiel, das die Besucher auf das „politische Parkett“ und in den zentralen Raum der Ausstellung führt. Dort begegneten den Schülerinnen und Schülern auf großen Bildschirmen von Schauspielern dargestellte Akteure der Energiewende. Von einer Atomkraft-Lobbyistin bis zu einer Frau, die Wasserkraftwerke baut, von einem Bauern bis zu einem Techniker für das Stromnetz ist alles dabei. In diesem Geflecht von Forderungen und Argumenten mussten die Kinder und Jugendlichen entscheiden, was für eine Energiewende sie wollen – und übernehmen praktisch die Rolle eines Politikers. Nach dem Besuch der Ausstellung gab es für die Schülerinnen und Schüler und ihre Begleiter noch ein gemeinsames Mittagsessen, bevor es dann in Richtung Heimat ging.





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