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Christoph Uhlhaas

Stv. Bereichsleiter Kommunikation
acatech Geschäftsstelle
uhlhaas@acatech.de


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Technikkommunikation und Journalistenpreis PUNKT: Kommunikationskreis zu Gast bei ThyssenKrupp

Essen,

22. Juli 2011

Der Arbeitskreis Kommunikation hat am 21. und 22. Juli in Essen eine Vorauswahl aussichtsreicher Magazin- und Tageszeitungsberichte für den Technikjournalismus-Preis PUNKT getroffen. Zu Gast bei ThyssenKrupp diskutierten die Pressevertreter aus den Unternehmen, Wissenschaftsorganisationen und Verbänden des acatech Senats zudem über zeitgemäße Technikkommunikation. Thema des Treffens waren auch neue Herausforderungen an die Technikkommunikation im Zeitalter der Energiewende.

 

Die aus Kommunikationskreis-Mitgliedern gebildete Vorjury des PUNKT – Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie, musste unter zahlreichen Text-Einsendungen eine Vorauswahl treffen. Der PUNKT verzeichnete in diesem Jahr einen erneuten Einsenderekord und hat sich in seiner siebten Auflage als Gradmesser des Technikjournalismus in Deutschland etabliert. Im September wird eine Jury aus Wissenschafts- und Technikredakteuren sowie Experten der Wissenschaft die Gewinner des PUNKT 2011 küren. Der PUNKT wird im Rahmen der acatech Festveranstaltung am 18. Oktober 2011 verliehen.

In Führungen und Vorträgen brachte ThyssenKrupp Technikkommunikation auf den Punkt. Unter anderem ermöglichte Alexander Wilke seinen Kolleginnen und Kollegen einen Einblick in den von ThyssenKrupp unterstützten IdeenPark. Die nächste Auflage der Technik-Erlebniswelt, die sich vor allem an Jugendliche und Familien sowie Schülerinnen und Schüler wendet, steht im August 2012 an.

acatech hatte den Ideenpark 2008 im Rahmen der MoMoTech-Studie evaluiert. Die im April 2011 vorgelegte Studie kommt zu einem positiven Fazit, benennt aber auch Verbesserungspotenzial: „Der IdeenPark 2008 generierte in hohem Maße ein Interesse an Technik und Naturwissenschaften – weniger Wissen.“ Er verstärke vorhandenes Interesse an Naturwissenschaft und Technik und wecke neues – gleichermaßen bei Jungen und Mädchen. Am besten schnitt das praxisbezogene Programm von SchlauLoPolis ab - ein Indiz für die hohe Bedeutung der Praxiskomponente bei Science-Angeboten.

Zum abendlichen Kamingespräch empfing Ekkehard Schulz die Gäste. Der langjährige Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp hat jüngst in einem Buch gute Gründe genannt, Ingenieurin oder Ingenieur zu werden. Ekkehard Schulz sieht in dem sich seit Jahren abzeichnenden Fachkräftemangel eine der zentralen Herausforderungen in Deutschland, das seinen Wohlstand nicht durch Rohstoffreichtum sondern über gute Ideen generieren muss. Zentral für die Förderung von Fachkräften seien gut ausgebildete Lehrer und gut ausgestattete Schulen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich.

Im Zeichen der Energiewende stand das von acatech gestaltete reguläre Treffen des Kommunikationskreises am zweiten Tag in Essen. Die Akademie war mit Präsident Reinhard Hüttl und Präsidiumsmitglied Ortwin Renn in der Ethik-Kommission Sichere Energieversorgung zweifach vertreten. Ortwin Renn berichtete, wie die Ethik-Kommission ihre Empfehlungen an die Bundesregierung erarbeitet und dabei den Diskussionsprozess im Sinne der Transparenz öffentlich zugänglich gemacht hatte.

In die Empfehlungen der Kommission ist der Zwischenbericht eines acatech Projekts zu den Energienetzen der Zukunft eingeflossen. Im Zentrum stehen dabei die sogenannten Smart Grids, welche dezentrale und teils fluktuierende Energiequellen zu einem stabilen Energiesystem verbinden. Das Stromnetz der Zukunft wird Geld kosten und Akzeptanzdebatten vor Ort auslösen – und ist deshalb auch eine Herausforderung an die Technologiekommunikation.