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Wissenschaft im Wirtshaus

Die Gewinner des Science Slams waren Béla Frohn (vorne links), der aus medizinischer Sicht über ewiges Leben slammte und Christoph Wiedmer (vorne Mitte), der mit Geschichten über Geruchsstoffen in Spielzeugen glänzte. Foto: acatech

München,

29. November 2017

Am 27. November 2017 luden acatech und die Bayerische Akademie der Wissenschaften zum Science Slam ins Münchner Wirtshaus am Bavariapark ein. In kurzen Vorträgen präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung und visionäre Ideen rund um das Thema Zukunftspläne. Die Gewinner des Abends waren Béla Frohn, der aus medizinischer Sicht über ewiges Leben slammte und Christoph Wiedmer, der mit Geschichten über Geruchsstoffe in Spielzeugen begeisterte.

 

Beim Science Slam zählt nicht nur die beste Forschung, sondern auch die beste Performance. Im Münchener Wirtshaus am Bavariapark ging es für die slammenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um den Publikumspreis. Moderiert wurde die Veranstaltung von Chemiker und Poetry Slam-Pionier Jaromir Konecny, der das Format seit vier Jahren mit den Akademien entwickelt. Science Slammer Markus Berg leitete den Abend mit einem Gedicht an den Netzwerkadministrator ein.

Der Wissenschaftsjournalist Wolfgang C. Goede näherte sich dem Thema Künstliche Intelligenz über Reflexionen zu Roboter-Sex. Karin Bodewits aus München (NaturalScience.Careers) zeigte, wie Karrierewege von Frauen in der Wissenschaft versanden. Bei Christoph Wiedmer ging es „immer der Nase nach". Der Lebensmittelchemiker vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising erklärte, welche Substanzen für den fiesen Geruch von Plastikspielzeug verantwortlich sind und wie man diese Gerüche nachweisen kann. Claudia Wick, Bayerische Akademie der Wissenschaften, schaffte es, dass Thema Evaluierung, Befristung und akademische Planwirtschaft mit Humor darzustellen und zeigte einige Absurditäten des Wissenschaftssystems auf.

Von der Max-Planck-Gesellschaft kamen zwei Mitwirkende: Philipp Gadow (MPI für Physik) brachte „Licht ins Dunkel" mit seinem Vortrag zur Dunklen Materie. Frauke Seesselberg (MPI für Quantenoptik) gründete eine „Molekulare Partnervermittlung für Atome“. Der Münchner Physik- und Medizinstudent Béla Frohn schließlich stellte drei Wege zum ewigen Leben vor – aus medizinischer Perspektive unter Berücksichtigung  ethischer Aspekte.


Am Ende fiel dem Publikum die Entscheidung so schwer, dass es sich für gleich zwei Sieger entschied: Béla Frohn und Christoph Wiedmer gewannen nicht nur die Herzen des Publikums, sondern auch eine leuchtende Wahrsagerkugel, mit der sie in die Zukunft schauen können. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Münchner Wissenschaftstage im Bavariasaal auf der Theresienhöhe statt. Unter den Gästen waren auch acatech-Präsident Dieter Spath und BAdW-Präsident Thomas Höllmann.