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Dr. Wenzelides Marcus

Dr.
Marcus Wenzelides

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News, Aktuelles Thema

Workshop Bioökonomie: Holz als Innovationstreiber und Klimaschützer

Renaissance für einen alten Werkstoff - Holz kann mittels raffinierter Fertigungs- und Veredelungsverfahren in Laboren und Werkstätten in einen multifunktionalen und zukunftsfähigen „Highend-Werkstoff“ verwandelt werden, wie am Beispiel des Metropol Parasol in Sevilla zu sehen. (Foto: "Anual", CC-BY-SA-3.0)

Berlin,

9. Dezember 2016

Holz kann einen bedeutenden Beitrag zu einer biobasierten Wirtschaft in Deutschland leisten und muss elementarer Bestandteil einer Bioökonomiestrategie in Deutschland sein. Die ist das Fazit eines gemeinsamen Workshops von acatech und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (SAW), an dem Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in Leipzig teilnahmen.

 

Der Workshop Bioökonomie Holz 2030 stand unter der Leitung der acatech und SAW-Mitglieder Thomas Bley und André Wagenführ (beide TU Dresden). Die Tagung eröffneten acatech Präsidiumsmitglied Manfred Hennecke und SAW-Präsidiumsmitglied Wilfried Hofmann.

 

Holz als moderner Werk- und Wertstoff berge in den Bereichen Holzbau, Holzwerkstoffindustrie, der Verwendung in der chemischen Industrie und als Rohstoff für die Papierherstellung große Innovationspotenziale. Diese gelte es mit interdisziplinärer Forschung zu nutzen, neue Technologien und Produkte auf Holzbasis zu entwickeln und so zu Wachstum und Beschäftigung in den Waldregionen Deutschlands zu fördern. Bereits heute beschäftigt der Wirtschaftsbereich Wald und Holz in Deutschland 1,1 Millionen Menschen und setzt jährlich 180 Milliarden Euro um.  In der Bundesrepublik beträgt die Waldfläche 11.419 Hektar, somit sind 32 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt.

 

Neben großen Wertschöpfungspotenzialen kann eine strategische Holznutzung auch erheblich zum Klimaschutz beitragen. Durch den Speichereffekt konservieren Holzprodukte über ihre gesamte Lebensdauer CO2 und verhindern so den Anstieg von Treibhausgasen. Holz kann im Bereich Bauen und Wohnen Produkte ersetzen, zu deren Herstellung sonst viel Energie benötigt wird. Diskutiert wurden auf dem Workshop aber auch Nutzungskonflikte. Dabei ging es um eine mögliche Flächenkonkurrenz, Nutzungseinschränkungen und der Rohstoffkonkurrenz zwischen stofflicher und energetischer Nutzung.