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News, Aktuelles Thema

Workshop „Wissenstransfer in den Technikwissenschaften. Wechselwirkungen zwischen Industrie und Universität“

acatech Präsident Dieter Spath führte bei seinem Vortrag beim Workshop aus, dass zwischen Universität und Industrie eine symbiotische Beziehung bestehe: Beide profitieren voneinander und sind aufeinander angewiesen. Foto: TU Berlin

Berlin,

25. Juli 2017

Im Rahmen des Projekts „Bewertungskriterien für die Technikwissenschaften und Berufungen in den Technikwissenschaften“ fand am 11. Juli 2017 in Berlin ein gemeinsamer Workshop von acatech und der TU Berlin zum Thema „Wissenstransfer zwischen Industrie und Universität“ statt. acatech Präsident Dieter Spath verwies auf eine symbiotische Beziehung zwischen Industrie und Universität – beide Seiten profitieren voneinander und sind aufeinander angewiesen.

 

Aktuell erforscht an der TU Berlin ein Verbundprojekt die Wissensdynamik in den Technikwissenschaften: Anhand von Begriffen wie Wissensakquisition, Wissenstransformation, Wissensgenerierung, Wissensintegration und Wissenstransfer wird untersucht, wie die Technikwissenschaften mit Wissen umgehen, um zu innovativen und praxisrelevanten Ergebnissen zu gelangen.

 

Während der Technologietransfer von der Universität in die Industrie relativ gut erforscht ist, wurde die umgekehrte Richtung bislang eher vernachlässigt. Technikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der Industrie  bringen Informationen über die Probleme der Praxis und die praktische Bewährung wissenschaftlicher Aussagen, zudem können praktische Erfahrungen technikwissenschaftliche Modelle anreichern. acatech Präsident Dieter Spath führte in diesem Zusammenhang aus, dass zwischen Universität und Industrie eine symbiotische Beziehung bestehe: Beide profitieren voneinander und sind aufeinander angewiesen.

 

Der Austausch zwischen Universität und Industrie wurde während des Workshops in Form von Fallbeispielen und Generalisierungen behandelt: Zunächst berichteten Ingenieurprofessoren, welchen Gewinn sie aus ihrer Praxiserfahrung für die Forschung und Lehre an der Universität gezogen haben. Sie verwiesen dabei unter anderem auf das Kosten- und Zeitbewusstsein, das für Innovationen unerlässlich ist.

 

Weitere Berichte beschäftigten sich mit Kooperationsprojekten zwischen Universitäten und Industrie. Dabei wurde deutlich, was schon zuvor Dieter Spath mit der symbiotischen Beziehung angesprochen hatte, dass universitäre Industrieprojekte zwar Wissen für die industriellen Auftraggeber erzeugen und bereitstellen, aber auch in großem Umfang vom in der Industrie vorhandenen Wissen profitieren. In vielen Fällen entstehen aus Industrieprojekten erst Fragestellungen der Grundlagenforschung.

 

acatech setzt sich dafür ein, dass die symbiotischen Beziehungen zwischen Universität und Industrie bewahrt und ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang bereitet die Akademie zwei Positionen vor: Die erste Position „Qualitätskriterien in den Technikwissenschaften“ stellt die Kriterien zusammen, welche den auf praktische Lösungen zielenden Technikwissenschaften angemessen sind. Die zweite Position „Berufungen in den Technikwissenschaften“ spricht sich für einen Erhalt der Berufung praxiserfahrener Professoren aus, welche zunehmend gefährdet ist. Beide Positionen zielen darauf, dass das  erfolgreiche deutsche Innovationssystem gesichert wird.





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