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Georessource Wasser – eine Herausforderung für den globalen Wandel

Koordination

Dr. Glotzbach Ulrich

Dr.
Ulrich Glotzbach

Kommissarischer Leiter Themenschwerpunkt Energie, Ressourcen und Nachhaltigkeit
acatech Geschäftsstelle

T: +49 (0)30/2 06 79 57-32
glotzbach@acatech.de

Koordination (GFZ)

Dr. rer. nat. habil. Kaiser Knut

Dr. rer. nat. habil.
Knut Kaiser

Projekt-Koordinator
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

T: +49(0)331/288 2830
knut.kaiser@gfz-potsdam.de

Publikation

acatech POSITION
"Georessource Wasser - Herausforderung Globaler Wandel"

zum Download

 

Weiterführende Links

acatech Projekt "Georessource Wasser"

acatech Themenschwerpunkt Energie, Ressourcen und Nachhaltigkeit

acatech Dossier Energie und Nachhaltigkeit

Nur ein integriertes Wassermanagement kann den Wasserhaushalt im Gleichgewicht halten

Hochwasser oder ausgetrocknete Flüsse, steigende oder sinkende Grundwasserpegel – der Globale Wandel verändert den Wasserhaushalt in Deutschland, z.B. bedingt durch Klimawandel, die Globalisierung der Märkte, technologische Entwicklungen und Veränderungen der Landnutzung. Der Nutzungsdruck auf die Georessource Wasser steigt, regionale Nutzungskonkurrenzen und -konflikte zeichnen sich bereits ab.

Eine acatech Studie zeigt: Der Bewässerungsbedarf der Landwirtschaft steigt durch die globale Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Rohstoffen weiter an. Außerdem lassen klimatische Einflüsse den Südwesten Deutschlands nasser und den Nordosten trockener werden. Auch die Schadstoffbelastung des Oberflächen- und Grundwassers erhöht sich in absehbarer Zeit. Auf diese Herausforderungen ist Deutschland auf Grund fragmentierter behördlicher Zuständigkeiten, des Abbaus von Kompetenzen und isolierter wissenschaftlicher Betrachtung von Teilaspekten nicht optimal vorbereitet.

 

Auf dem Forum „Georessource Wasser – Herausforderung Globaler Wandel“ am 20. Februar 2012 in Berlin diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft unter anderem zu folgenden Fragen:

  • Welche Veränderungen sind im Wasserhaushalt in den nächsten Jahren zu erwarten?
  • Welche Auswirkungen hat die neue Energiepolitik auf die Wasserressourcen?
  • Welche Chancen und Potenziale zeichnen sich für Deutschland bei der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen ab?  

Die Akademie stellt ihre Empfehlungen an Politik, Wissenschaft und Wirtschaft für eine zukunftsfähige Wasserbewirtschaftung vor.

 

Die Empfehlungen zur Förderung einer nachhaltigen Wasserressourcenbewirtschaftung in Deutschland

Die Empfehlungen zur Förderung einer nachhaltigen Wasserressourcenbewirtschaftung in Deutschland

 

Klimawandel und Wasserhaushalt

  • Hydrologische Quantifizierung verbessern und Unsicherheiten offensiver kommunizieren
  • Wissensstand zur bisherigen Veränderlichkeit des Wasserhaushalts verbessern
  • Wassermengenbewirtschaftung optimieren und Risikomanagement etablieren

 

Wassernutzung und Wassereffizienz in Landschaften

  • Wasser in Landschaften neu bewerten
  • Wassereffizienz in der Landwirtschaft durch gezielte Maßnahmen unterstützen
  • Funktionalität und Einsatzmöglichkeiten von Bodenhilfsstoffen erforschen
  • Bewusstsein zu nachhaltiger Wassernutzung in Wirtschaft und Öffentlichkeit schärfen

 

Wasserbeschaffenheit

  • Einträge unerwünschter Stoffe in den Wasserkreislauf vermeiden und aus den Abwässern entfernen
  • Risikobewertung von Stoffgemischen und Spurenstoffen konzeptionieren
  • Mehrfachnutzung von Wasser vorantreiben
  • Hygienische Qualität von Roh- und Trinkwasser überwachen und sicherstellen
  • Auswirkungen der Nutzung des Untergrunds auf das Wasser beachten

 

Regulatorische und institutionelle Ansätze für eine

nachhaltige Wasserbewirtschaftung

  • Naturressourcen integriert betrachten und bewirtschaften
  • Theorie und Praxis durch die Verstärkung von regionalen Netzwerken enger verbinden
  • Adäquate Formen der Kommunikation von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit finden

 

Querschnittsthemen

  • Integriertes Monitoring einführen und Monitoringprogramme systematisieren
  • Interdisziplinäre, anwendungsorientierte Forschung stärken
  • Zukunftsweisende Technologien vorantreiben und Rahmenbedingungen für Innovationen verbessern

 

Die Empfehlungen als pdf zum Download

"Wasser ist überlebenswichtig. Als Trinkwasser, für Ökosysteme und die Nahrungsmittelproduktion. Es ist auch Grundlage vieler gewerblicher und industrieller Produktionsprozesse. Der konsequente Schutz und die effiziente Nutzung des Wassers sind damit eine Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung, aber eben auch für Wachstum. Dies gilt umso mehr in einer globalisierten Welt, in der immer mehr Menschen immer größere Wohlstandswünsche haben, vielen aber bereits der Zugang zu sauberem Wasser nach wie vor verwehrt ist."

Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin

 

„Wir müssen unsere Wasserwirtschaft frühzeitig an den Globalen Wandel anpassen und ein integriertes Wassermanagement verwirklichen, das auch international vorbildlich sein kann. Wichtig ist, dass wir vorbeugen statt auf zunehmende Wetterextreme wie Trockenperioden oder Hochwasser nur zu reagieren."

Reinhard Hüttl, Projektleiter und acatech Präsident

 



Deutschlands Wasserhaushalt: Der Südwesten wird nasser, der Nordosten trockener

Quelle: R. Ender

Die Abflussentwicklung von Flüssen zeigen unterschiedliche regionale Trends. Während der Abfluss einiger Flüsse weiter zunehmen dürfte, werden einige kleinere Flüsse - vor allem in Ostdeutschland - zeitweise austrocknen . So ist z.B. auch die Schwarze Elster (Lausitz) am Wehr in Senftenberg bereits im Trockenjahr 2006 ausgetrocknet. Die Wasserführung flussabwärts ist durch die Zuleitung von Bergbauwasser aus der nahegelegenen Grubenwasseraufbereitungsstation Rainitza bedingt.

Die Referenten

Die Referenten

 

Rolf Emmermann, Deutsches GeoForschungsZentrum/acatech

Hans-Georg Frede, Universität Gießen/acatech

Reinhard F. Hüttl, Leiter des Projekts Georessource Wasser/Präsident acatech

Martin Geiger, WWF/Leiter Bereich Süßwasser

Martin Grambow, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit/Leiter Abteilung Wasserwirtschaft

Peter Grathwohl, Universität Tübingen

Uwe Grünewald, BTU Cottbus

Thomas Holtmann, Bundesverband der deutschen Industrie e.V., Abteilungsleiter Umwelt und Technik

Bruno Merz, Deutsches GeoForschungsZentrum

Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin;

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Andreas Schumann, Ruhr-Universität Bochum

 

Moderation: Thomas Prinzler, rbb Inforadio

 

Eindrücke von der Veranstaltung

Quelle: acatech/D. Ausserhofer