acatech STUDIE
"Mehr Innovationen für Deutschland - Wie Inkubatoren akademische Hightech-Ausgründungen besser fördern können"
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acatech POSITION
"Mehr Innovationen für Deutschland - Wie Inkubatoren akademische Hightech-Ausgründungen besser fördern können"
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acatech BERICHTET UND EMPFIEHLT
"Wirtschaftliche Entwicklung von Ausgründen aus außeruniversitären
Forschungseinrichtungen"
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Deutschland braucht Innovationen. Aufgrund ihres Mangels an natürlichen Ressourcen ist die Bundesrepublik abhängig von dem erfolgreichen Technologietransfer aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Um Rückstände in der Innovationsleistung im Vergleich zu Ländern wie der Schweiz und Schweden zu verringern, muss Deutschland junge Hightech-Unternehmen fördern.
Ausgründungen aus dem akademischen Bereich können das Wirtschaftswachstum stärken und einen Beitrag zur Entwicklung technologischer „Exportschlager“ leisten.
Insbesondere Gründerzentren und Technologietransferstellen sollten High-Tech-Ausgründungen von Forschungseinrichtungen mit Mentorenprogrammen unterstützen. Zu diesem Schluss kommt eine acatech Projektgruppe in ihrem am 27. Februar 2012 veröffentlichten Positionspapier zur Förderung von akademischen Ausgründungen durch Inkubatoren. Erfahrene Unternehmer sollten als Mentoren die Spin-offs juristisch und betriebswirtschaftlich beraten und den Kontakt zu Experten wie Patentanwälten vermitteln. Zudem seien für eine bessere Förderung optimale politische Rahmenbedingungen wichtig. Denn diese beeinflussen maßgeblich, ob Spin-offs einen Beitrag zu Deutschlands Innovationsfähigkeit und somit zu zukünftiger Schaffung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen leisten können.
Die acatech Studie „Mehr Innovationen für Deutschland“ basiert auf einer Umfrage unter rund 100 Gründerzentren und Technologietransferstellen sowie Interviews mit Leitern von Inkubatoren und akademischen Spin-offs.
Ein Inkubator ist eine Einrichtung, die gründungswillige Forscher und junge Unternehmen in den ersten Jahren ihrer Existenz fördert. Dazu zählen Technologie- und Gründerzentren sowie Technologietransferstellen an Hochschulen und Forschungsinstituten. Die angebotenen Leistungen umfassen die Bereitstellung von Infrastruktur, die Vermittlung von Kontakten und die Beratung in juristischen und betriebswirtschaftlichen Fragen.
"Spin-offs leisten unbestritten einen wichtigen Beitrag dazu, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Innovationen in den Markt zu tragen. Entscheidend für das Gelingen ist, dass die Rahmenbedingungen stimmen - so z.B. Finanzierung, Coaching sowie eine optimal ausgerichtete Inkubator-Organisation."
Dieter Spath, Projektleiter und Vizepräsident acatech
acatech empfiehlt,
1. die juristische und betriebswirtschaftliche Beratung für Spin-offs auszubauen. Dazu dient ein Mentorenprogramm, in dem erfahrene Unternehmer Spin-offs bei ihren individuellen Herausforderungen begleiten. Die Kontaktvermittlung zu Experten wie Patentanwälten ist zu verbessern. Beratungs- und Messegutscheine im Rahmen bestehender Förderprogramme des Bundes unterstützen dabei. Eine deutschlandweite Zertifizierung der Experten gewährleistet die Qualität der Beratung.
2. das Netzwerk der Inkubatoren zu erweitern. Durch Kontakte zu ehemaligen Spin-offs (Alumni) sowie einen Beirat profitieren Inkubatoren und ihre Jungunternehmen von externem Sachverstand. Der Erfahrungsaustausch der Inkubatoren untereinander ist zu stärken.
3. die Finanzierung für Spin-offs zu erleichtern. Inkubatoren müssen Gründer bei der Suche nach und den Verhandlungen mit Investoren unterstützen. Regionale Venturecapital-Fonds nach dem Vorbild des „High-Tech Gründerfonds“, der Ausbau bestehender Förderprogramme und steuerliche Anreize für potenzielle Kapitalgeber erweitern die Finanzierungsmöglichkeiten für Spin-offs.
4. vorhandene Infrastruktur in den Inkubatoren gegenseitig zu nutzen. Inkubatoren sollten untereinander Spinoffs an diejenige Institution vermitteln, die den spezifischen Bedürfnissen des Jungunternehmens am besten gerecht wird.
5. die Motivation für Existenzgründungen zu stärken. Anreizsysteme für Technologietransfer ermuntern die Leiter von Forschungsinstituten, Preisauslobungen für erfolgreiche Ausgründungen erreichen junge Akademiker. Über Existenzgründung muss bereits in der schulischen und universitären Bildung aufgeklärt werden.
Die Presseinformation (zum Download)
Das Programm zur Veranstaltung (zum Download)
Carlo Aretz, Technologiezentrum Jülich GmbH
Carsten Dreher, Professor für innovationsmanagement, Freie Universität Berlin
Andreas Gerdes, IONYS AG; KIT; Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft
Klaus-Dieter Laidig, Laidig Business Consulting GmbH
Dieter Spath, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO); Vizepräsident acatech
Achim Walter, Lehrstuhl für Gründungs- und Innovationsmanagement, Universität zu Kiel
Christian Wandrey, Forschungszentrum Jülich GmbH/acatech
Moderation, Dieter Spath