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09:00 - 16:00Uhr
"Altern als Chance": Kooperationsveranstaltung zu Potenzialen einer alternden Gesellschaft - 29. Februar 2008 |
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Ort: Berlin |
| Termin: |
| 29. Februar , 09:00 - 16:00 Uhr |
Während in der öffentlichen Wahrnehmung das Faktum des demographischen Wandels nicht selten in einem Atemzug mit Warnungen für Gesellschaft und Wirtschaft genannt wird, thematisiert man das Potenzial einer alternden Gesellschaft kaum. Vor diesem Hintergrund veranstaltet acatech in Kooperation mit der zukünftigen Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Stiftung Brandenburger Tor und der Jacobs Foundation ein Symposium, das einen Blick auf die positiven Aspekte des demographischen Wandels wirft.
Die Aktivierung von zivilgesellschaftlichem Engagement und eine Neubestimmung des intergenerationalen Verhältnisses ebenso wie expandierende Märkte für neue, auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Produkte sind jedoch zentrale, nicht zu unterschätzende Zukunftsthemen. Nicht zuletzt erscheint auch das Wissensmanagement im Sinne einer Sicherung und Tradierung von Wissen und Fachkompetenz in einem anderen Licht, wenn man das Altern als Chance begreift. Entsprechende Entwicklungen betreffen nicht nur Deutschland, sondern stehen in einem Kontext mit globalen Trends.
Zum Hintergrund der Veranstaltung:
Der Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung steigt unablässig. Immer mehr Menschen erreichen in den westlichen Ländern ein höheres Alter. Hierbei gehört Deutschland weltweit zu den Spitzenreitern. Bislang sorgt diese Entwicklung oftmals für Beunruhigung. In der Wissenschaft werden die pessimistischen Prognosen jedoch nicht einhellig unterstützt. Was verbirgt sich aber hinter den „Chancen“, die das Altern der Gesellschaft bieten sollte?
Diese Frage ist Gegenstand des wissenschaftlichen Symposiums „Altern als Chance – Zivilgesellschaft und Generationenverhältnis“, das die Stiftung Brandenburger Tor gemeinsam mit acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, sowie der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina - der zukünftigen Deutschen Akademie der Wissenschaften - und der Jacobs Foundation veranstaltet.
Die Beobachtung, dass immer mehr Menschen immer älter werden, die Bevölkerungszahl aber insgesamt abnimmt, ist nicht neu. Erst allmählich wächst jedoch das Bewusstsein für die Herausforderungen und Möglichkeiten, die diese Entwicklung mit sich bringt. Die demografischen Veränderungen, die gegenwärtig in Deutschland und Europa stattfinden, sind kein regional begrenzter Prozess. Sie erreichen schon bald die bevölkerungsreichen Staaten Asiens sowie Nord- und Südamerika. Die unterschiedlichen Wege, die heute in den führenden Wohlfahrtsstaaten gewählt werden, stehen zukünftig somit unter globaler Beobachtung. Ob und wie Deutschland das Potenzial nutzen kann, das sich aus seiner bestehenden wirtschaftlichen und sozialpolitischen Führungsstellung ergibt – dies ist ein Thema des Symposiums.
Eine längere Lebenszeit wird auch das Muster von Generationenbeziehungen verändern. Neuere Studien bestätigen die Ängste der Auflösung und des Zerbrechens von Bindungen nicht. Wie lassen sich aber neue intergenerationelle Arrangements denken? Zudem werden seit einigen Jahren nicht nur die „Last“ der älteren Arbeitnehmer diskutiert, sondern auch die Chancen entdeckt. Ältere verfügen nicht nur über Erfahrung, sie sind auch Konsumenten von spezifischen Produkten. Renommierte Wissenschaftler zeigen, worin die Möglichkeiten bestehen und welche Bedingungen dafür geschaffen werden müssen.
Ohne Zweifel: Die demografische Alterung erhöht den Veränderungsdruck auf die Gesellschaft. Um die Chancen zu erkennen und zu nutzen, müssen wir umdenken. Die Wissenschaft liefert Befunde und kann Lösungswege anregen, die über die gegenwärtigen – oft mit Angst besetzten – Vorstellungen hinausweisen. Es gilt, Chancen zu ergreifen, um den Beitrag älterer Menschen zur Innovation, zur Wertschöpfung und zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung zu nutzen.
Die Chancen des Alterns stehen im Mittelpunkt mehrerer wissenschaftlicher Projekte der letzten Jahre. Das Symposium bietet deshalb einen Einblick in die neuesten Entwicklungen und Zukunftsperspektiven. Eingeladen wurden dazu herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von denen viele der interdisziplinären "Akademiengruppe Altern in Deutschland" angehören.
Diese Arbeitsgruppe wird durch die führenden deutschen Akademien, die Leopoldina und acatech, getragen. Bis Ende 2008 wird sie Empfehlungen zur Gestaltung des Prozesses der gesellschaftlichen Alterung erarbeiten. Das Symposium gewährt dabei erstmals Einblicke in die 2006 begonnene Arbeit. Organisiert und gefördert wird das Symposium von der Stiftung Brandenburger Tor sowie der Jacobs Foundation.
Das Programm:
9.00 Uhr Geleitworte der Ausrichter und Förderer: Pascal Decker (Vorstand der Stiftung Brandenburger Tor) Bernd Ebersold (Geschäftsführer der Jacobs Foundation)
9.15 Uhr Grußwort der Politik: Hermann Kues (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
9.30 Uhr Einleitung in die Veranstaltung und das Thema: Reinhard F. Hüttl (Vizepräsident acatech) Moderation: Christoph Drösser (Ressort „Wissen“, Die ZEIT)
10.00-11.15 Uhr Panel 1: „Demografische Veränderungen und ökonomische Chancen in Deutschland und weltweit“ Axel Börsch-Supan (Mannheim Research Institut for the Economics of Aging) James Vaupel (Max-Planck-Institut für demographische Forschung Rostock)
11.15-11.30 Uhr Kaffeepause
11.30-13.00 Uhr Panel 2: „Chancen für individuelle Handlungsfelder und neue intergenerationale Entwicklungen“ Ursula M. Staudinger (Vizepräsidentin Leopoldina, Jacobs University Bremen) Martin Kohli (Europäisches Hochschulinstitut Fiesole/Florenz)
13.00-14.00 Uhr Mittagspause, informelles Pressegespräch
14.00-15.30 Uhr Panel 3: „Zivilgesellschaftliche Chancen einer alternden Gesellschaft im Verhältnis zu Staat und Markt“ Jürgen Kocka (Sprecher der AG) Manfred Schmidt (Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg)
15.30 Uhr Resümee der Veranstaltung: Ursula M. Staudinger (Vizepräsidentin Leopoldina, Jacobs University Bremen)
Kontakt
Dr. Andreas Möller
acatech
Tel: 030-39885071
E-mail: moeller(at)acatech.de
Jägerstr. 22/23
10117 Berlin
Deutschland