Nutzername
Passwort

Passwort vergessen?

 
NACHWUCHSGIPFEL, 23. MÄRZ 2009

Aktuelle Termine

 
<Februar 2012>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
5
30

Veranstaltungen

31

Veranstaltungen

1

Veranstaltungen

Veranstaltungen

10:00 - 14:00Uhr
E-Energy beschleunigt die Energiewende

Veranstaltungen

10:00 - 14:00Uhr
E-Energy beschleunigt die Energiewende
4

Veranstaltungen

5

Veranstaltungen

6
6

Veranstaltungen

Veranstaltungen

10:00 - 18:00Uhr
Präsidiumssitzung

Veranstaltungen

11:00 - 16:00Uhr
Themennetzwerksitzung Produktentstehung
9

Veranstaltungen

10

Veranstaltungen

11

Veranstaltungen

12

Veranstaltungen

7
13

Veranstaltungen

14

Veranstaltungen

15

Veranstaltungen

16

Veranstaltungen

17

Veranstaltungen

18

Veranstaltungen

19

Veranstaltungen

8

Veranstaltungen

17:00 - 19:30Uhr
acatech Forum "Georessource Wasser"
21

Veranstaltungen

22

Veranstaltungen

23

Veranstaltungen

24

Veranstaltungen

25

Veranstaltungen

26

Veranstaltungen

9

Veranstaltungen

15:30 - 18:00Uhr
Abschlussveranstaltung Wie Inkubatoren akademische High-Tech-Ausgründungen besser fördern können
28

Veranstaltungen

29

Veranstaltungen

Veranstaltungen

ganztags
Fünfte Sitzung der Arbeitsgruppe mit Expertengespräch
2

Veranstaltungen

3

Veranstaltungen

4

Veranstaltungen

 

Die aktuellsten Termine

09 Februar - 10 März

3 Einträge gefunden


Ansprechpartnerin

Dr. Röbbecke Martina

Dr.
Martina Röbbecke

Leiterin Themenschwerpunkt Bildung & Technikkommunikation
acatech Geschäftsstelle

T: +49 (0)30/ 20 63 09 6-15

Bausteine der acatech Strategie

Datenbank Nachwuchsprojekte

 

Projekt MoMoTech

 

Dem Ingenieurmangel gezielt begegnen

Der Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften im technisch-naturwissen-schaftlichen Bereich wird Deutschland das Wachstum der Zukunft kosten, wenn er nicht heute entschieden und auf informierter Grundlage angegangen wird. acatech hebt den Nachwuchsmangel gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf die Agenda, damit sich die Fehler der 90er Jahre nicht wiederholen: Damit schlechtere Chancen für Absolventen heute nicht die dringend benötigten Technikwissenschaftler von morgen vom Studium abhalten und Deutschland einen weiteren "Schweinezyklus" durchläuft.

 

Die Forderung nach mehr qualifiziertem Nachwuchs ist alt. Doch was sind die genauen Ursachen? Was sind die besten Lösungen? Und wie lassen sich die besten Lösungen auch realisieren?

Auf dem Nachwuchsgipfel hat acatech Empfehlungen auf dem besten Stand des Wissens vorgelegt. Damit diese Empfehlungen auch Gehör finden, hat die Akademie zwei Wochen zuvor einen Round Table organisiert und brachte dort führende Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien ins Gespräch.

Worum es geht - aus dem Positionspapier der Akademie

Worum es geht - aus dem Positionspapier der Akademie

Deutschland droht ein Fachkräftemangel in den MINT-Berufen, der weitreichende Folgen für die Innovationsfähigkeit von Wissenschaft und Wirtschaft haben kann. Es ist daher das erklärte Ziel von acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, das Interesse an Berufen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich nachhaltig zu fördern und die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in allen MINT-Fächern zu erhöhen. Die vorliegende Nachwuchsstrategie von acatech fokussiert in erster Linie auf den Nachwuchs in den Technikwissenschaften, da in diesem Bereich der Nachwuchsmangel besonders ausgeprägt ist und Ingenieurinnen und Ingenieuren für den Erhalt und die Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands eine Schlüsselrolle zukommt.


In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Initiativen zur Förderung des Nachwuchses in Technik und Naturwissenschaften entstanden. Sie reichen jedoch nicht aus, um dem Mangel an Akademikerinnen und Akademikern in den Ingenieurwissenschaften wirklich vorzubeugen. Auch wenn die Zunahme der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in den Studienjahren 2007/08 und 2008/09 als erfreulich angesehen werden kann, kommt dies keiner echten Trendumkehr gleich, da dessen ungeachtet deren absolute Zahl doch weit hinter den Einstellungserfordernissen einer auf Wachstum ausgelegten Wirtschaft zurück bleibt. acatech will dazu beitragen, die vielfältigen Aktivitäten über ihre „Plattform zur Förderung des Nachwuchses in Technik und Naturwissenschaft“ zu bündeln und zugleich Perspektiven für die weitere Entwicklung aufzeigen.


Politik und Wirtschaft, Schulen und Hochschulen sind zu gleichen Teilen die Adressaten der acatech Nachwuchsstrategie. Die gegenwärtige weltweite Finanzkrise hat die gesellschaftlichen und vor allem ökonomischen Voraussetzungen einer erfolgreichen Nachwuchsförderung gravierend verändert. acatech appelliert mit Nachdruck an die Wirtschaft, ihre bestehenden Aktivitäten zur Förderung des Nachwuchses in Technik und Naturwissenschaft auch in Zeiten einer Finanzkrise fortzusetzen. Ein Zurückfahren oder Aussetzen der Aktivitäten würde kurzfristig Einsparungen ermöglichen, ließe jedoch außer Acht, dass sich der Mangel an Fachkräften bei einem konjunkturellen Aufschwung umso dramatischer auswirken würde.

 

Die acatech Nachwuchsstrategie formuliert den Forschungsbedarf für die Zukunft und stellt Handlungsempfehlungen für die Gegenwart vor, wie der Nachwuchs in Technik und Naturwissenschaften in allen Lebensphasen – vom Elternhaus bis in die Berufswelt – gefördert werden kann.


Grundsätze der Nachwuchsstrategie

acatech vertritt einen systemischen Ansatz zur Förderung des Nachwuchses in Technik und Naturwissenschaft. Kennzeichnend für diesen sind:
Die Förderung von technisch-naturwissenschaftlichen Interessen und Kompetenzen sollte alle Lebensphasen – vom Elternhaus bis in die Berufswelt – umfassen. Diese sollten nicht isoliert voneinander, sondern übergreifend und zusammenhängend betrachtet werden. Initiativen und Projekte zur Förderung des Nachwuchses in Technik und Naturwissenschaft sollten auf einen längeren Zeithorizont angelegt sein und kontinuierlich durchgeführt werden, um ihre Wirkung entfalten zu können. Die Förderung des Nachwuchses kann nur in der Zusammenarbeit von sämtlichen involvierten Akteursgruppen erfolgreich sein. Besonders hervorzuheben sind Wirtschaft, Schulen, Hochschulen und Politik.
Maßnahmen zur Nachwuchsförderung müssen von einer Evaluation begleitet werden.

Auf einen Blick: Drei Zentrale Elemente der Nachwuchsstrategie

Auf einen Blick: Drei Zentrale Elemente der Nachwuchsstrategie

Qualifizierung von Erziehern und Lehrern

Das fachliche und fachdidaktische Wissen bei den Erzieherinnen und Erziehern im Kindergartenbereich ist oftmals nicht ausreichend. Technik und Technikwissenschaften spielen in der Lehreraus- und Lehrerfortbildung nur eine untergeordnete Rolle. acatech stellt auf dem Nachwuchsgipfel ihre Empfehlungen zur besseren Qualifizierung des pädagogischen Personals vor, das in Kindergärten und Schulen unterrichtet.

 

Image von Technik und Ingenieurberuf

Der Großteil der technisch-naturwissenschaftlichen Berufe hat massive Vermittlungsprobleme in der gesellschaftlichen Technikkommunikation. Um das Informationsdefizit über technische Berufe auszuräumen und das Berufsimage des Ingenieurs wirksam zu beeinflussen und zu verändern, empfiehlt acatech Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine nachhaltige Strategie für ein neues Image von Technik in der Gesellschaft entwickeln und in ein bundesweites Marketing- und Kommunikationskonzept umsetzen.


Förderung und Gleichstellung von Frauen

Ein zentrales Elemente der Nachwuchsstrategie von acatech ist die Förderung und Gleichstellung von Frauen in MINT-Berufen. Nach wie vor gilt Technik als männliches Territorium. Mit rund 20 % ist der Anteil von Studentinnen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen nach wie vor zu gering; auch und besonders im internationalen Vergleich. Der Anteil von Frauen an den erwerbstätigen Ingenieuren (rund 11 Prozent) zeigt zudem, dass etwa die Hälfte der Absolventinnen nicht den erlernten Beruf ausübt.

Die einzelnen Aktionsfelder im Überblick

Die einzelnen Aktionsfelder im Überblick

acatech hat ihre Nachwuchsstrategie auf acht Aktionsfelder konzentriert. Die wichtigsten Handlungsempfehlungen in den einzelnen Aktionsfeldern sind:


Elternhaus

In vielen Elternhäusern sind die Technik und die Naturwissenschaften kein (pädagogisches) Thema. Vielfach wird unterschätzt, dass die Eltern eine besondere Rolle dabei spielen, die kindlichen Interessen für Technik und Naturwissenschaften zu wecken und in diesen Bereichen erste Kompetenzen zu vermitteln.

acatech empfiehlt
In Schüler-Experimentierkästen, dem Besuch von Schülerlabors, im gemeinsamen Besuch von Museen oder Science Centern und in der Nutzung museumspädagogischer Angebote liegen vielfältige, noch zu wenig ausgeschöpfte Möglichkeiten, Einblicke in Technik zu erlangen. Kindergärten und Schulen sollten mehr als bisher mit den Eltern zusammenarbeiten (u. a. Mitbeteiligung am Unterricht, Einblicke in Berufe). Wissenschaftsfernsehen und Webportale sollten speziell für Kinder und Jugendliche konzipierte Angebote ausbauen und gezielt Eltern auf diese Angebote aufmerksam machen.

 

Kindergarten und Vorschule
Die Vermittlung von altersgerechter Mathematik, Technik und Naturwissenschaften gewinnt im Elementar-bereich nur allmählich an Stellenwert. Bei einer Reihe von Initiativen zur vorschulischen Förderung besteht derzeit die Gefahr, dass reizvolle Aktivitäten (z. B. chemische Experimente) in den Kindergarten gebracht werden, aber nicht für einen kontinuierlichen Aufbau eines anschlussfähigen fachlichen Verständnisses genutzt werden. Die fachlichen und fachdidaktischen Qualifizierungs- und Ausbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher im Kindergartenbereich sind oftmals nicht ausreichend.

acatech empfiehlt
Bereits im Kindergarten kann ein spielerischer Umgang mit Technik ohne großen Aufwand helfen, Eignungen zu erkennen und zu fördern. Voraussetzung dafür ist, dass für Erzieherinnen und Erzieher eine deutlich bessere Qualifizierung angeboten wird, so durch die Einführung entsprechender Studiengänge an den Hochschulen sowie Fortbildung für die heutigen Erzieherinnen und Erzieher.

 

Schule
Schülerinnen und Schüler in Deutschland weisen oftmals nicht die im internationalen Vergleich üblichen Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaften auf und sind an diesen Fächern weniger interessiert als an anderen Unterrichtsfächern. Die Vermittlung technischer Inhalte spielt in vielen Schulen kaum eine Rolle; der hierfür zur Verfügung stehende Unterrichtsumfang ist gering. Die Lehrerbildung steht an den Universitäten im Schatten anderer Studiengänge. Technik und Technikwissenschaften spielen in der Lehreraus- und Lehrerfortbildung nur eine untergeordnete Rolle.

acatech empfiehlt

Im Sachkundeunterricht der Grundschule und den naturwissenschaftlichen Fächern Physik, Biologie und Chemie an den weiterführenden Schulen sollten mehr technikbezogene Themen und Fragen im Curriculum verankert werden. Erforderlich ist auch die Entwicklung spezifischer Schulbücher sowie Unterrichtsmaterialien. Die fachliche, fachdidaktische und pädagogische Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonals bedarf einer Verbesserung. Insgesamt müssen die Lehrkräfte in der Aus- und Fortbildung in die Lage gesetzt werden, einen verständnisorientierten Technik- und Naturwissenschaftsunterricht zu erteilen, der an den Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ansetzt und kumulativ angelegt ist. Wesentliche Beiträge zur Förderung des Interesses an Technik können auch außerschulische Lernorte wie Schülerlabore oder Kinderuniversitäten leisten. Sie sind besonders wirkungsvoll, wenn sie mit dem Schulunterricht inhaltlich verknüpft und für eine längere Dauer konzipiert sind. acatech wird sich zu einem späteren Zeitpunkt gesondert und ausführlich zur Reform der Lehrerausbildung äußern.
 

Hochschule
Nach wie vor haben junge Menschen nur eine verhaltene Präferenz für ingenieurwissenschaftliche Studienrichtungen: Die Hochschulen bieten ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an, die als schwierig, zu analytisch und zu wenig kreativ gelten – zusammengefasst als nur wenig attraktiv angesehen werden. Offenbar motiviert die Schule zu wenige Schülerinnen und Schüler für ein technisches Studium. Zudem gilt das Image des Ingenieurberufs als veraltet und eher unattraktiv. Zu nennen sind zudem äußere Einflüsse von Arbeitsmarktschwankungen, die einer Entscheidung zugunsten von Ingenieurwissenschaften als Studienfach entgegen stehen. Noch immer sind Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen stark unterrepräsentiert. Schließlich schrecken auch überdurchschnittlich hohe Abbrecherquoten junge Menschen von der Aufnahme eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums ab.

acatech empfiehlt
Um die Entscheidung für ein ingenieurwissenschaftliches Studium zu fördern, bedarf es einer stärkeren Berufs- und Praxisorientierung dieser Studiengänge durch vermehrte Vermittlung von berufsqualifizierenden Kompetenzen fachlicher wie überfachlicher Art, der Einbeziehung nicht-technischer Fächer sowie der Förderung interdisziplinärer Teamarbeit bei Projekt- und Abschlussarbeiten. Mit einer größeren formalen (zwischen beruflicher und tertiärer Bildung) und räumlich-geografischen (zwischen Bildungsinland und Bildungsausland) Durchlässigkeit können zusätzliche Potenziale an Ingenieurqualifikationen in Deutschland erschlossen werden. Die Erfolgsquote kann vor allem durch Verbesserung der Lehre im Grundstudium erhöht werden. Notwendig sind Angebote, welche die oft erheblichen schulischen Defizite der Studienanfängerinnen und Studienanfänger ausgleichen. Eine verbesserte Betreuung und Rückmeldung auf erbrachte Leistungen durch die Lehrenden und eine stärkere Nutzung der Möglichkeiten des Projektstudiums sind weitere wichtige Aspekte.

 
Arbeitsmarkt und Berufswelt
In Deutschland ist die Wirtschaft das hauptsächliche Betätigungsfeld von Ingenieurinnen und Ingenieuren. Die Berufswahl ‚Ingenieurin’ bzw. ‚Ingenieur’ erfährt durch die verschiedenen Informationskampagnen der Wirtschaft eine wichtige Unterstützung. Jedoch besteht angesichts der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise die Gefahr, dass die Bemühungen der Wirtschaft wieder nachlassen und sich die Schulabgängerinnen und Schulabgänger – trotz guter Arbeitsmarktperspektiven und beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten – gegen ein ingenieurwissenschaftliches Studium entscheiden. Auffallend ist, dass zahlreiche Frauen mit ingenieurwissenschaftlichen Abschlüssen nicht in Berufen des MINT-Bereiches tätig sind. Ursachen dafür sind insbesondere mangelnde Möglichkeiten für den beruflichen Wiedereinstieg (nach Teilzeiterwerbstätigkeit oder Elternzeiten) beziehungsweise von Teilzeitbeschäftigungen für Mütter und Väter.

acatech empfiehlt
Das Personalmanagement von Unternehmen bedarf anstatt konjunkturbedingter Personal- und Einstellungspolitik einer auf fortwährende Qualifikation abzielenden Personalförderung für technische Berufe. Einer Verstetigung der Einstellungspolitik kommt auch und gerade in Zeiten abnehmender Konjunktur eine ganz entscheidende Bedeutung zu, um das Vertrauen in berufliche Chancen wieder herzustellen und die einschlägige Studienmotivation zu fördern. Die Wirtschaft sollte für Bachelor-Absolventinnen und Absolventen aus den Ingenieurwissenschaften mehr Perspektiven am Arbeitsmarkt und für ein lebenslanges Lernen eröffnen und die Möglichkeiten zu einem (späteren) berufsbegleitenden Master-Studium verbessern. Es bedarf verbesserter Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Beispiele guter Vereinbarkeit von Ingenieurberuf, Karrierechancen und Familienarbeit können junge Frauen und auch Männer ermutigen, sich für ein solches Studium zu entscheiden.

 

Förderung und Gleichstellung von Frauen
Frauen sind in den Technikwissenschaften unterrepräsentiert, und der Anstieg des Frauenanteils erfolgt nur langsam. Mit jeder Bildungs- und Karrierestufe verringert sich die Anzahl der Frauen in den MINT-Fächern und -Berufen. Nach wie vor gilt Technik als männliches Territorium, das stereotypisch mit ‚männlichen’ Kompetenzen und Leistungen verbunden wird. Zwar haben die vielfältigen Aktivitäten zur Förderung von Mädchen und Frauen in technischen Fächern und Studiengängen zu generell ansteigenden Zahlen von Studentinnen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen geführt, ihr Anteil von rund 1/5 an allen Studierenden der Ingenieurwissenschaften ist jedoch nach wie vor zu gering – auch und besonders im internationalen Vergleich. Der Anteil von Frauen an den erwerbstätigen Ingenieuren (rund 11 Prozent) zeigt zudem, dass etwa die Hälfte der Absolventinnen nicht den erlernten Beruf ausübt.

acatech empfiehlt
Um mehr Frauen für einen Berufsweg im Ingenieurbereich zu motivieren, sind vor allem positive Signale des Arbeitsmarktes erforderlich. Die Wirtschaft sollte bekannte Instrumente zur Förderung von Frauen wie Diversity Management, Selbstverpflichtungserklärungen, Audits etc. nachdrücklich ausweiten, um eine Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Einstellungs-, Beförderungs- und Einkommenspolitik zu erreichen. Von Seiten der Wirtschaft sollte der Vereinbarkeit von Ingenieurberuf, Karrierechancen und Familienarbeit für Frauen (und Männer) deutlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland
Die demographische Entwicklung Deutschlands verstärkt den aktuellen Fachkräftemangel zusätzlich und macht dieses Problem dauerhaft. Deutschland steht im internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe vor großen Herausforderungen.

acatech empfiehlt
Der Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland braucht den Zuwachs an hochqualifizierten Zuwanderinnen und Zuwanderern und gerade die internationale Ausrichtung, welche diese mit sich bringen. Wichtig ist eine zielgerichtete Steuerung der Zuwanderung von qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus dem Ausland ebenso wie die Zuwanderung qualifizierter Studienanfängerinnen und Studienanfänger sowie Studierender. Bildungsinländer (Ausländerinnen und Ausländer, die bereits einige Jahre in Deutschland leben und hier eine Ausbildung anstreben, absolvieren bzw. abgeschlossen haben) sollten intensiver als bisher an ein Studium der Ingenieurwissenschaften herangeführt werden, beispielsweise durch ein Mentoring-Programm.

 

Technikaufgeschlossenheit und Technikimage
Die Technikwissenschaften gelten als schwierig, abstrakt und unverständlich. Für die meisten jungen Menschen ist die Auseinandersetzung mit Technik wenig attraktiv. Das Ansehen der mit Technik in Zusammenhang stehenden Berufsfelder ist eher gering. Die gesellschaftliche Wahrnehmung des Ingenieurberufs ist nach wie vor bestimmt durch das Bild des hochqualifizierten introvertierten Tüftlers mit geringer Sozialkompetenz und mangelnden sozial-kooperativen Fähigkeiten. Der Großteil der technisch-naturwissenschaftlichen Berufe hat massive Vermittlungsprobleme in der gesellschaftlichen Technikkommunikation.

acatech empfiehlt
Um das Informationsdefizit über technische Berufe auszuräumen und das Berufsimage der Ingenieurin und des Ingenieurs wirksam zu beeinflussen und zu verändern, sollten Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine nachhaltige Strategie für ein neues Image von Technik in der Gesellschaft entwickeln und in ein bundesweites Marketing- und Kommunikationskonzept umsetzen.

Programm des Nachwuchsgipfels am 23. März

Programm des Nachwuchsgipfels am 23. März

10.30
Begrüßung und Einführung
Joachim Milberg

10.45
acatech Strategie zur Förderung des technischnaturwissenschaftlichen
Nachwuchses

Eva-Maria Jakobs und Ortwin Renn

11:15
Key Note
Andreas Storm

11:30

Technik in Kindergarten und Schule. Wie wollen wir das Interesse und die Kompetenzen von Kindern fördern?
Einführung: Manfred Prenzel
Romy Langhammer
Hans Merkens
Mirjam Steffensky
Henry Tesch
Manfred Wohlgefahrt

12.30

Mittagspause

13.00-13.30
Pressegespräch Raum Atrium III

13:30
Interessanter Beruf, trockenes Studium? Zur Qualifizierung der Ingenieure von morgen.
Einführung: Jürgen Enders und Kristina Reiss
Monika Auweter-Kurtz
Horst Hippler
Ilka Parchmann
E.Jürgen Zöllner

14:30
Erfinder, Tüftler und Bastler – Welchen Einfluss hat das Image von Technik auf die Berufswahl?
Einführung: Hans-Peter Klös und Peter Weingart
Ernst Baumann
Ursula Kessels
Hermut Kormann
Bernd Pischetsrieder

15:15

Kaffeepause

15:30

Technik ist Frauensache! Zur Förderung von Mädchen und jungen Frauen in Schule, Studium und Beruf.
Einführung: Heike Solga
Helga Lukoschat
Ursula van Rienen
Barbara Schwarze
Burghilde Wieneke-Toutaoui

16.30
Abschlussstatements

Monika Auweter-Kurtz
Ernst Baumann
Bernd Pischetsrieder
Ortwin Renn
Ursula van Rienen
Manfred Wohlgefahrt

17:00

Ende des Nachwuchsgipfels

Moderation: Markus Lehmkuhl

Die Teilnehmer des Nachwuchsgipfels

Die Teilnehmer des Nachwuchsgipfels

Referenten und Podiumsteilnehmer:

  • Prof. Dr. Monika Auweter-Kurtz, Präsidentin der Universität Hamburg
  • Ernst Baumann, ehem. Mitglied des Vorstandes BMW AG
  • Prof. Dr. Horst Hippler, Universität Karlsruhe
  • PD Dr. Ursula Kessels, Freie Universität Berlin
  • Hermut Kormann, Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V.
  • Romy Langhammer, Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt
  • Dr. Helga Lukoschat, Femtec – Hochschulkarrierezentrum für Frauen Berlin GmbH
  • Prof. Dr. Hans Merkens, Freie Universität Berlin
  • Prof. Dr. Ilka Parchmann, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Dr.-Ing. E. h. Bernd Pischetsrieder, Berater Volkswagen AG
  • Prof. Barbara Schwarze, Kompetenzzentrum Technik – Diversity – Chancengleichheit e. V., Bielefeld
  • Prof. Dr. Mirjam Steffensky, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Staatssekretär Andreas Storm, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Minister Henry Tesch, Präsident der Kultusministerkonferenz
  • Prof. Dr. Ursula van Rienen, Universität Rostock
  • Prof. Dr. Burghilde Wieneke-Toutaoui, Technische Fachhochschule Berlin
  • OStD Manfred Wohlgefahrt, Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt
  • Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin


Einführungen:

  • Prof. Dr. Jürgen Enders, Center for Higher Education Policy
  • Studies (CHEPS), Universität Twente/Niederlande
  • Prof. Dr. Eva-Maria Jakobs, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
  • Dr. Hans-Peter Klös, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln
  • Prof. Dr. Manfred Prenzel, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften, Kiel
  • Prof. Dr. Kristina Reiss, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Ortwin Renn, Universität Stuttgart
  • Prof. Dr. Heike Solga, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • Prof. Dr. Peter Weingart, Universität Bielefeld


Moderation:

Markus Lehmkuhl

Download Fotos in Druckqualität

Download Fotos in Druckqualität

Download I

Download II

Download III

Eindrücke aus der Veranstaltung

"Sie werden sich vielleicht fragen, warum sich acatech zum jetzigen Zeitpunkt an die Öffentlichkeit wendet. Die Antwort ist relativ einfach: wir wollen deutlich machen, dass es gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise wichtig ist, in unseren Anstrengungen keinesfalls nachzulassen. Wir dürfen nicht dem Irrtum aufsitzen, dass sich das Problem des Fachkräftemangels in der drohenden Rezession quasi von selber erledigt oder zweitrangig geworden sei."

 

acatech Präsident Joachim Milberg in seiner Begrüßungsrede

 

Download Begrüßungsrede Prof. Dr. Joachim Milberg

Download Präsentation Prof. Dr. Ortwin Renn, Prof. Dr. Eva-Maria Jakobs

Download Presseinformation

Download acatech Empfehlungen

 

 

 

Die Trends im Überblick

 

In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Studienabgänger wieder leicht erholt. Zu wenig, betrachtet man den Bedarf, der sich in den nächsten Jahren abzeichnet. Das Nivau von 1996 wurde nie wieder erreicht. Und die Abbruchquoten sind zu hoch. Immer mehr Frauen beginnen ein technikwissenschaftliches Studium - aber immer noch viel zu wenige.

Stimmen zum Nachwuchsgipfel

Flash ist Pflicht!

Die Teilnehmer des Round Table am 6. März gaben dem Nachwuchsgipfel einige Statements mit auf den Weg.

acatech Round Table

Flash ist Pflicht!

Das Video zeigt Eindrücke vom Round Table zum Thema Nachwuchsmangel in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen am 6. März, der Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften und Medien zusammen brachte.

Mehr