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14:00 - 18:00Uhr
Projektgruppensitzung Technikwissenschaften im System |
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09:00 - 13:00Uhr
Projektgruppensitzung Technikwissenschaften im System |
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6
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17:00 - 19:00Uhr
Abschlussveranstaltung Vergessen im Internet |
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11:00 - 15:00Uhr
Themennetzwerksitzung Gesundheitstechnologie |
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14:00 - 17:00Uhr
Steuerkreissitzung Themennetzwerk Produktentwicklung & Produktion |
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Leiter der Geschäftsstelle BioÖkonomieRat
Bioökonomierat Geschäftsstelle
T: +49 (0)30/ 76 77 18 9-10
bannick@biooekonomierat.de
Im Jahr 2050 werden rund neun Milliarden Menschen auf der Erde leben – etwa ein Drittel mehr als heute. Der zunehmende Nahrungsmittelbedarf und der verstärkte Pflanzenanbau zur Energiegewinnung führen bereits heute zu einer starken Beanspruchung der Georessource Boden bei gleichzeitig größer werdenden Flächennutzungskonkurrenzen. Klimawandel, unangepasstes Landmanagement sowie neuer Infrastrukturbedarf verringern die Bodenfläche, die zur Bewirtschaftung zur Verfügung steht. Umso wichtiger wird der ressourcenschonende Umgang mit Böden in Zukunft.
Über die Perspektiven und Chancen einer nachhaltigen Boden- und Landnutzung haben deshalb Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bei der Konferenz "Boden- und Landmanagementforschung im Kontext nationaler und globaler Herausforderungen" am 8. September 2011 in Berlin diskutiert. Die Veranstaltung im ehemaligen Staatsratsgebäude ist eine gemeinsame Initiative von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, dem Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), der Technischen Universität Berlin und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft, deren Jahrestagung den Rahmen bildet.
Die hohe Relevanz einer nachhaltigen Boden- und Landnutzung hatte unlängst bereits der von acatech gegründete BioÖkonomieRat betont, dessen Empfehlungen die Grundlage der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie der Bundesregierung bilden. In dem jüngsten Gutachten „Prioritäten in der Bioökonomie-Forschung“ empfiehlt der Rat die verstärkte Forschung zum langfristigen Erhalt von Böden in ausreichender Quantität und Qualität. Im Zentrum stehen dabei beispielsweise die Entwicklung verbesserter Anbauverfahren und Pflanzensorten, die trockentoleranter und nährstoffeffizienter sind. Außerdem sind Anbauverfahren zu entwickeln, die stärker als bisher an den Standort und die veränderten Umweltbedingungen angepasst sind. Dabei gilt es, die vorhandenen Forschungskapazitäten außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, der Ressortforschung und von Unternehmen zu bündeln und gemeinsame Lösungsansätze für eine nachhaltige Boden- und Landnutzung zu erarbeiten.
Zeit: Donnerstag, 8. September 2011, 10.00 bis 13.00 Uhr
Ort: ehemaliges Staatsratsgebäude, Schlossplatz 1, 10178 Berlin
09:00 Begrüßungskaffee/ Check-in
10:00 Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Reinhard F. Hüttl,
Vorstandsvorsitzender GFZ, Präsident acatech
10:10 Boden und Landmanagement im Rahmen der Forschungsförderung:
Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung
und Forschung
10:30 Das Bodennetzwerk in acatech: Prof. Dr. Franz Makeschin, Professor
für Bodenkunde und Bodenschutz, TU Dresden, acatech Mitglied
10:45 Böden und nachhaltige Landnutzung als Basis einer biobasierten
Wirtschaft: MinDir Clemens Neumann, Leiter Abteilung 5,
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz
11:00 Böden – Eine strategische Ressource: Dr. Anneke Trux, Deutsche
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) (angefragt)
11:15 "Die Haut der Erde“ - als ein Forschungsgegenstand der
Geowissenschaften: Prof. Dr. Friedhelm von Blanckenburg, GFZ –
Oberflächennahe Geochemie
11:30 Kaffeepause
12:00 PODIUMSDISKUSSION
12:55 Schlusswort: Prof. Dr. Martin Kaupenjohann, TU Berlin
13:00 Ende der Veranstaltung, Imbiss
Moderation: Barbara Gillmann, Handelsblatt
Cornelia Behm, MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Prof. Dr.-Ing. Jens-Uwe Fischer, Deutsche Bahn AG und acatech Mitglied
Prof. Dr. Rainer Horn, Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Reinhard F. Hüttl, Präsident acatech und Vorstandsvorsitzender GFZ
Prof. Dr. Martin Kaupenjohann, TU Berlin
Prof. Dr. Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und acatech Mitglied
Prof. Dr. Franz Makeschin, Professor für Bodenkunde und Bodenschutz, TU Dresden, acatech Mitglied
MinDir Clemens Neumann, Leiter Abteilung 5, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Dr. Georg Schütte, Staatssekretär Bundesministerium für Bildung und Forschung
Dr. Anneke Trux, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Prof. Dr. Friedhelm von Blanckenburg, GFZ – Oberflächennahe Geochemie
Nachwachsende Rohstoffe (NaWaRo) können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit mit Energie liefern. Als sich ständig erneuernde Rohstoff- und Energiequellen gehören sie zu den natürlichen Ressourcen, die auch in Deutschland zur Verfügung stehen. Aus dem Anbau von NaWaRo und dessen Intensivierung können Konflikte mit anderen Feldern des Umweltschutzes, insbesondere des Naturschutzes, des Gewässer- und des Bodenschutzes, erwachsen. Die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt diskutiert und bewertet diese Risiken und gibt Empfehlungen, wie der Ausbau der NaWaRo nachhaltig zu gestalten ist.
In den Empfehlungen „Flächenverbrauch einschränken – jetzt handeln“ beschreibt die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt die Zunahme von Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland und ihre Folgen. Dabei werden naturnahe oder landwirtschaftlich genutzte Böden umgenutzt und erheblich verändert, überbaut, oder völlig zerstört, und damit multifunktionale Bodenfläche „verbraucht“. Produktive Standorte stehen damit nicht mehr für die Produktion von Nahrung und Rohstoffen zur Verfügung.
Die Studie der Europäischen Kommission „Soil biodiversity: functions, threats and tools for policy makers“ überprüft den aktuellen Wissensstand zur Biodiversität des Bodens, seine Funktionen, seinen Beitrag zu den Dienstleistungen, die das Ökosystem erbringt, und seine Relevanz für die Gesellschaft. Beleuchtet werden unter anderem auch die wirtschaftlichen Vorteile gesunder Böden.
Das Zentrum für Entwicklungsforschung und das International Food Policy Research Institute haben eine Studie herausgegeben, die das wirtschaftliche Ausmaß der Ausbreitung von Wüsten, der Bodenverschlechterung und der Dürre von Böden erfasst sowie Handlungsrichtlinien für Lösungen aufgezeigt.