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acatech – DEUTSCHE AKADEMIE

DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN

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Wettbewerb um Best Practices zur weiteren Verbesserung der Ingenieurpromotion

Status des Projekts:

abgeschlossen

Laufzeit:

08/2010 bis 12/2011

Zuordnung:

Themenschwerpunkt Bildung und Fachkräfte


Hintergrund

„Hohe Qualität und hohes Ansehen im In- und Ausland, aber noch Verbesserungspotenzial“, so lässt sich eine acatech Studie zur Ingenieurpromotion an deutschen Universitäten aus dem Jahr 2008 zusammenfassen. Die Studie zeigte, dass promovierte Ingenieurinnen und Ingenieure zwar hervorragend für Führungsaufgaben in Wissenschaft und Wirtschaft qualifiziert sind. Dennoch gab es an einigen Stellen Optimierungsbedarf – beispielsweise bei der Auswahl von Promotionskandidatinnen und -kandidaten, bei deren Betreuung und der Promotionsdauer, beim Erwerb außerfachlicher Qualifikationen, der Erhöhung des noch immer sehr geringen Frauenanteils sowie bei der Internationalisierung der Ingenieurpromotion. Vor diesem Hintergrund hatte acatech damals Empfehlungen mit konkreten Verbesserungsvorschlägen ausgesprochen.


Der Wettbewerb

Zwei Jahre nach Veröffentlichung der acatech Empfehlungen zur Zukunft der Ingenieurpromotion sollte nun überprüft werden, inwiefern diese umgesetzt wurden und sich die Qualität der Ingenieur-promotion tatsächlich verbessert hat. Daher suchte acatech im Herbst 2010 gemeinsam mit TU9, ARGE TU/TH und 4ING im Rahmen eines deutschlandweiten Wettbewerbs besonders gelungene Umsetzungsbeispiele in den folgenden Kategorien:


Die Ausschreibung zum Download

 

 

Das Ergebnis

 

Eingereicht wurden von Universitäten – teilweise in Kooperation mit Industrieunternehmen – 28 Best-Practice-Vorschläge und neue Konzepte, die von einer unabhängigen, achtköpfigen Jury begutachtet wurden. Das Ergebnis: Es gibt an deutschen Hochschulen inzwischen viele gute Lösungsansätze, um die Qualität der Ingenieurpromotion weiter zu verbessern. Die sechs besten wurden am 24. Mai 2011 in Berlin auf dem Symposium „Ingenieurpromotion – Stärken und Qualitätssicherung“ vorgestellt und mit jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet.

 

 

Die Gewinner

 

Fakultät für Maschinenbau, TU Braunschweig

Fakultät für Maschinenbau, TU Braunschweig

 

Die Fakultät für Maschinenbau der TU Braunschweig überzeugte mit ihrem „Strukturierten Doktorat“, in dem die Assistenzpromotion mit Elementen eines modernen Personalmanagements und mit einheitlichen Betreuungsstandards ausgestaltet wurde. Ein „Braunschweiger Betreuungskodex“ garantiert unter anderem regelmäßige wissenschaftliche und Personalentwicklungsgespräche, Potenzialanalysen, Weiterbildungsmaßnahmen und eine neutrale Schlichtungsstelle bei Problemen. Die regelmäßig evaluierten und weiterentwickelten Standards wurden als innovatives, erfolgreiches und auf andere Hochschulen übertragbares Modell prämiert.

 

Fakultät für Maschinenbau, TU Braunschweig

 

Institut für Textiltechnik, RWTH Aachen

Institut für Textiltechnik, RWTH Aachen

 

Unterrepräsentierte Doktorandengruppen werden am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen besonders gut unterstützt. Das Institut setzt einerseits Maßstäbe bei der Vereinbarkeit von Promotion und Familie. Die Beratung schwangerer Doktorandinnen, ihre Unterstützung bei der Suche nach einer Kindertagesstätte, die ausdrückliche Möglichkeit der Elternteilzeit und familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind am Aachener Institut Standard. Organisatorische Hilfe, Sprachkurse und die Freistellung von Nebenaufgaben sichern andererseits einen stabilen Anteil an Promovierenden mit Migrationshintergrund.

 

Institut für Textiltechnik, RWTH Aachen

 

GSaME, Universität Stuttgart

GSaME, Universität Stuttgart

 

Die Graduate School of advanced Manufacturing Engineering (GSaME) der Universität Stuttgart unterstützt vorbildlich den Erwerb von Schlüsselqualifikationen, Interdisziplinarität sowie den Wissens- und Technologietransfer. Hierfür sorgt unter anderem das duale Prinzip, das in innovativer Weise auf die Promotion übertragen wurde: In Kooperation mit nationalen und internationalen außeruniversitären und industriellen Partnern wird ein Wechsel von theoretischen Ausbildungsphasen und praktischer Forschertätigkeit ermöglicht. Die Theoriephasen bieten individuell vereinbarte Qualifizierungsbausteine, die Praxisphasen hingegen Einblicke in betriebliche Prozesse und Forschung „vor Ort“.

GSaME, Universität Stuttgart

 

Bremer Forschungsverbund LogDynamics

Bremer Forschungsverbund LogDynamics

 

Die Graduate School of advanced Manufacturing Engineering (GSaME) der Universität Stuttgart unterstützt vorbildlich den Erwerb von Schlüsselqualifikationen, Interdisziplinarität sowie den Wissens- und Technologietransfer. Hierfür sorgt unter anderem das duale Prinzip, das in innovativer Weise auf die Promotion übertragen wurde: In Kooperation mit nationalen und internationalen außeruniversitären und industriellen Partnern wird ein Wechsel von theoretischen Ausbildungsphasen und praktischer Forschertätigkeit ermöglicht. Die Theoriephasen bieten individuell vereinbarte Qualifizierungsbausteine, die Praxisphasen hingegen Einblicke in betriebliche Prozesse und Forschung „vor Ort“.

Bremer Forschungsverbund LogDynamics

 

Kooperative Promotion, Universität Erlangen-Nürnberg

Kooperative Promotion, Universität Erlangen-Nürnberg

 

Ein wegweisendes Modell der Promotionsförderung hat die Universität Erlangen-Nürnberg im Bereich der Kooperativen Promotion realisiert. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden nach bestandener Eignungsprüfung als Mitglied der fakultätsinternen Graduiertenschule aufgenommen. Dort profitieren sie unter anderem von einem Qualifizierungsprogramm mit Zusatzzertifikaten, einer regelmäßigen Betreuung, punktuellen Arbeiten an der Universität und von einer Zweitbegutachtung der Dissertation von Fachhochschulseite. Voraussetzung ist eine gemeinsame Forschungsaktivität mit der jeweiligen Fachhochschule sowie die Sicherstellung eines forschungsadäquaten Arbeitsumfeldes.

Kooperative Promotion, Universität Erlangen-Nürnberg

 

TUM Graduate School, TU München

TUM Graduate School, TU München

 

Einen hohen Maßstab in der nationalen und internationalen Promotionslandschaft setzt die TUM Graduate School der TU München. Als fakultätsübergreifender Service schafft sie einheitliche Quali-tätsstandards und gibt dennoch Freiraum für Fächerspezifika. Durch die hochschulweite und präsi-diale Verankerung der Graduiertenschule wird der hohe Stellenwert der Promotion auch institutionell gewürdigt.

Vorgegeben werden Qualifizierungsmodule mit fachlichen und überfachlichen Anteilen, Vernet-zungsmöglichkeiten, internationalen Phasen, Veröffentlichungsstandards und strukturierenden Ele-menten. Hinzu kommen vielfältige Beratungsleistungen, Gender- und Diversitymaßnahmen sowie Mitbestimmungsmöglichkeiten

TUM Graduate School, TU München

 

Die Jury

Die Jury

  • Carola Feller (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.) 
  • Prof. Dr. Horst Hippler (Karlsruher Institut für Technologie)
  • Dr. Helga Lukoschat (Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin)
  • Prof. Dr.-Ing. Manfred Nagl (RWTH Aachen)
  • Prof. Dr.-Ing. Günther Pritschow (Universität Stuttgart)
  • Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel (TU Darmstadt)
  • Prof. Dr. Peter Strohschneider (Ludwig-Maximilian-Universität München)
  • Prof. Dr.-Ing. Michael Zäh (TU München)

Mitglieder der Projektgruppe

Mitglieder der Projektgruppe

  • Prof. Dr. sc. tech. Dr. h. c. Horst Hippler, Karlsruher Institut für Technologie
  • Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Manfred Nagl, RWTH Aachen
  • em. Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Günter Pritschow, Universität Stuttgart
  • Prof. Dr.-Ing. Michael Friedrich Zäh

Vergangene Termine

Vergangene Termine

Projektpartner

TU9

ARGE TU/TH

4ING 

Projektleitung

Prof. Dr. sc. tech. Hippler Horst

Prof. Dr.
Horst Hippler

Hochschulrektorenkonferenz

Ansprechpartner

Dr. Lange Thomas

Dr.
Thomas Lange

Leiter Themenschwerpunkt Bildung und Fachkräfte

T: +49 (0)89/52 03 09-27
lange@acatech.de

Publikationen

acatech DISKUSSION "Ingenieurpromotion - Stärken und Qualitätssicherung"

zum Download

 

acatech BERICHTET UND EMPFIEHLT - Nr.3 "Empfehlungen zur Zukunft der Ingenieurpromotion"

zum Download

 

acatech Study "The Future of the Engineering Doctorate"

zum Download

 

Weiterführende Informationen

acatech Symposium Wettbewerb Ingenenieurpromotion, 24. Mai 2011

acatech Forum Zukunft der Ingenieurpromotion, 19. September 2008

gemeinsame Erklärung zur Bedeutung der Promotion in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in Deutschland (zum Download)

Kontakt:

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