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KONSTITUIERENDE SITZUNGEN

Konstituierende Sitzungen Projekt Georessource Wasser

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe „Klimawandel und Wasserhaushalt“ 07. Mai 2009, Berlin, 14:00 – 17:30 Uhr

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe „Klimawandel und Wasserhaushalt“ 07. Mai 2009, Berlin, 14:00 – 17:30 Uhr

Mitglieder:

O. Bens, R. Emmermann, H. Flühler, U. Grünewald, R. Hüttl, B. Merz, J. Negendank



Sprecher:

B. Merz



Koordination:

K. Kaiser

 

Fazit der Diskussion

 

Von den AG-Mitgliedern wurde als allgemeine Fragestellung das Thema „der Einfluss des Klimawandels auf den Wasserhaushalt und die Konsequenzen für Wasserressourcen“ festgelegt. Der räumliche Fokus des Projektes soll auf Deutschland liegen. Es werden von der AG neben Nordostdeutschland weitere vom Klimawandel bereits gegenwärtig oder zukünftig besonders betroffene („sensitive“) Beispielsgebiete ausgewählt.

Das allgemeine Thema wird in vier Themenschwerpunkte untergliedert:

•    Kenntnisstand zur historischen, aktuellen und zukünftigen Entwicklung des Landschaftswasserhaushaltes;
•    Bewertung von Szenarien des (zukünftigen) Landschaftswasserhaushaltes;
•    Stand (wasserbezogener) technischer, ökologischer und politisch-administrativer Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel;
•    Vorhandensein bzw. Entwicklung neuer nichtinvasiver (geophysikalischer) Technologien zur Erfassung von Wasserressourcen (z.B. Fernerkundung).

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe „Nutzung ländlicher und urbaner Räume“ (neue Namensgebung: „Wassernutzung und Wassereffizienz in Landschaften“) 11. Mai 2009, Berlin, 9:00 – 12:30 Uhr

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe „Nutzung ländlicher und urbaner Räume“ (neue Namensgebung: „Wassernutzung und Wassereffizienz in Landschaften“) 11. Mai 2009, Berlin, 9:00 – 12:30 Uhr

Mitglieder:

O. Bens, G. Blöschl, H.-G. Frede, G. Glatzel, P. Grathwohl, B. Hillemeier, R. Hüttl, S. Kunst, F. Makeschin



Sprecher:

H.-G. Frede



Koordination:

J. Libra

 

Fazit der Diskussion

 

Wegen des demographischen Wandels und der Globalisierung der Märkte sind massive Änderungen der regionalen und globalen Wasser- und Stoffströme zu erwarten. Das regional starke Bevölkerungswachstum und die ungleiche Verteilung der globalen Ressourcen führen regional zu Engpässen bei Land, Wasser, Nahrungsmitteln und Energie. Dies führt zu Konkurrenzen um Flächen sowie zu steigendem Wassermangel in einigen Regionen. Hinzu kommen klimatische Faktoren des Globalen Wandels. Klimaänderungen werden Saisonalität und Extremereignisse beeinflussen. Insbesondere sind starke Auswirkungen in Gebieten mit bereits jetzt angespanntem Wasserhaushalt zu erwarten.

Um diese Entwicklungen zu beeinflussen und ihnen partiell entgegen zu wirken, ist eine verstärkte Nutzung regionaler Ressourcen zum Schutz globaler Ressourcen notwendig.

Der Schwerpunkt der Betrachtung wird auf „das Wasser in Landschaften“ im mitteleuropäischen Raum eingegrenzt. Allerdings soll auch die Vernetzung zwischen den weltweiten und regionalen Ressourcenströmen betrachtet werden. Bei der Entwicklung von Anpassungsstrategien für Mitteleuropa ist die Rückkopplung von Prozessen im mitteleuropäischen Raum mit globalen Prozessen einzubeziehen.

Um die Prozesse in regionalen Wasserhaushalten zu verstehen, muss sowohl der regionale als auch der überregionale Ressourcenaustausch (u.a. Wasser und Energie) betrachtet werden. Um die Wassernutzung und –effizienz in einer Region aufzuzeigen, sollen die regionalen Wasserströme sowie die virtuellen Wasserströme, die durch Welt- und Regionalhandel von Agrar- und Industrieprodukten entstehen, bilanziert werden. Nur durch diese Einbeziehung der Wassernutzung für die Produktion von Handelsgütern kann der Gesamtressourcenaustausch zwischen Regionen verdeutlicht werden. Z.B. ist Deutschland zurzeit ein Netto-Importeur von virtuellem Wasser.

Angesichts der globalen Herausforderungen werden sich die virtuellen Wasserströme weltweit ändern. Eine wichtige Frage, die für jede Region ansteht, lautet: Welchen Beitrag kann die Region zu den anstehenden Verteilungsproblemen leisten? Dafür ist ein Überblick über die regionale Wasserbilanz nötig. Einzubeziehen sind die aktuellen und künftigen Nutzungen und Effizienzen sowie die virtuellen Wasserströme. Wichtige Parameter und Einflussgrößen auf den Wasserhaushalt sind festzustellen. In einem nachfolgenden Schritt sind Strategien für deren Steuerung zu entwickeln.

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe „Wassermanagement“ 11. Mai 2009, Berlin, 13:30 – 17:00 Uhr

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe „Wassermanagement“ 11. Mai 2009, Berlin, 13:30 – 17:00 Uhr

Mitglieder:

O. Bens, G. Blöschl, H.-G. Frede, P. Grathwohl, U. Grünewald,
B. Hillemeier, R. Hüttl, S. Kunst, F. Makeschin, R. Meckenstock, K. Reetz, H. Schubert, T. Ternes



Sprecher:

P. Grathwohl



Koordination:

E. Kalbus (bis 31.05.2009)

 

Fazit der Diskussion

 

Die Betrachtung des Grundwassers mit Fokus Wasserqualität soll in der AG Wassermanagement eine zentrale Rolle spielen.

Durch die (globale) Zunahme der Bevölkerung werden zukünftig mehr landwirtschaftliche Produkte benötigt, dadurch wird mehr Bewässerung erforderlich sein. Die Bewässerung wird verstärkt aus Grundwasser erfolgen. Grundwasserleiter sind wichtige Wasserspeicher. Außerdem stellt Grundwasser eine wichtige Trinkwasserressource dar. Der vermehrte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erhöht jedoch den Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser. Der demographische Wandel bewirkt zusätzlich vermehrte Einträge von PCPP (personal care products and pharmaceuticals). Weiterhin können Änderungen des Klimas Auswirkungen auf die Grundwasserstände haben. Zusammengenommen führt dies zu einer Verschiebung der  Schadstoffmuster und Konzentrationen im Untergrund sowie zu Veränderungen der Transformationsprozesse von Schadstoffen. Ein umfassendes Prozessverständnis ist nötig, um gezielt die Ökosystem-Dienstleistung „sauberes Wasser“ ausnutzen und die Grundwasserressourcen nachhaltig nutzen zu können. Der Untergrund wird jedoch auch für andere Zwecke genutzt (z.B. thermische Nutzung), so dass Nutzungskonflikte zusätzlich zu berücksichtigen sind.

Folgende Einflussfaktoren auf den Systemzustand werden als besonders relevant betrachtet:

•    diffuse Einträge;
•    Verlagerung / Umwandlung von Stoffen;
•    konkurrierende Nutzung des Untergrundes.

Daraus müssen konkrete Fragestellungen entwickelt werden, die im Rahmen eines Workshops erarbeitet werden sollen. Anschließend werden die weiteren Arbeitsschritte geplant (Ermittlung zukünftiger Auswirkungen, Identifikation von Betroffenheiten, Entwicklung von Anpassungsstrategien).