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acatech – DEUTSCHE AKADEMIE

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Digitale Serviceplattformen – Erfolgskriterien für die Smart Service Welt

Status des Projekts:

laufend

Laufzeit:

11/2015 bis 12/2018

Zuordnung:

Themenschwerpunkt Technologien


Hintergrund

 

Die digitale Transformation verändert die Wertschöpfungsketten in allen Industriezweigen in rasantem Tempo. Im Internet der Dinge, Daten und Dienste werden von Menschen, Geräten und Maschinen immer größere Mengen an Daten produziert und auf digitalen Plattformen analysiert. Aus Big Data wird Smart Data, durch Software veredelte Daten, bedarfsgerecht und individuell konfiguriert.

 

Die daraus erstellten Smart Services verknüpfen intelligente Produkte mit datenbasierten Dienstleistungen. Im Zentrum dieser Smart Service Welt stehen digitale Plattformen, auf denen die Menschen, Produkte, Dienste, Engineering- und Produktionsprozesse sowie unsere Infrastruktur miteinander vernetzen werden.

 

Das acatech Projekt "Digitale Serviceplattformen" betrachtet die Umsetzung von Smart Services in unterschiedlichen Branchen - in der Produktion, Logistik, im Energiesektor oder im Bereich Gesundheit - und liefert eine Orientierung zum Aufbau digitaler Geschäftsmodelle, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Anwendungsbeispiele zeigen, wie der Einstieg in die Plattformökonomie als Anwender und Anbieter von Smart Services gelingen kann.


Wegweiser Smart Service Welt

Das acatech Projekt „Digitale Serviceplattformen – Praxiserfahrungen aus der Industrie“ betrachtet die Umsetzung von Smart Services in unterschiedlichen Branchen und liefert eine Orientierung zum Aufbau digitaler Geschäftsmodelle, insbesondere für mittelständische Unternehmen. Das Vorhaben ist Teil der Strategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Förderung „Digitaler Technologien“ und gilt als Impulsgeber für die Technologieprogramme zum Förderschwerpunkt Smart Service Welt.

acatech (Hrsg.)

Wegweiser Smart Service Welt - Smart Services im digitalen Wertschöpfungsnetz

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Weitere Publikationen

acatech (Hrsg.)

Smart Service Welt: Digitale Serviceplattformen – Praxiserfahrungen aus der Industrie

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Ziele

Ziele

Auf die zentrale Bedeutung von digitalen Serviceplattformen wurde bereits im Abschlussbericht des Arbeitskreises Smart Service Welt – Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft hingewiesen, der als zweites Zukunftsprojekt der Bundesregierung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und acatech initiiert wurde. Um erfolgreich sein zu können, müssen deutsche und europäische Plattformbetreiber und Anbieter von Smart Services gemeinsam digitale Ökosysteme um ihre Produkte und Services aufbauen. Zwar ist Deutschland der führende Plattformanbieter in Europa, liegt aber weit hinter Nordamerika zurück.

 

Das acatech Projekt „Digitale Serviceplattformen“ knüpft an diesen Weckruf an und erforscht Erfolgskriterien für die Umsetzung von Smart Services auf digitalen Serviceplattformen anhand von Praxisbeispielen. Ziel ist es, Erfahrungswerte zu sammeln und einen Leitfaden für die Zusammenarbeit in digitalen Ökosystemen zu erarbeiten. Dabei werden Kooperationspartner aus Wissenschaft, Industrie sowie Verbänden und Gewerkschaften vernetzt. Eine wichtige Aufgabe ist auch die Verzahnung mit bestehenden Förderinitiativen und der Begleitforschung.

Deutschland ist der führende Plattformanbieter in Europa, liegt aber weit hinter Nordamerika zurück (Quelle: Accenture 2015)

Leitfragen des Projekts

Leitfragen des Projekts

  • Welche Erfahrungswerte aus vorhandenen digitalen Plattformen können für die Weiterentwicklung existierender Plattformen und weitere darauf generierte Smart Services gesammelt werden?
  • Wie sollte die Zusammenarbeit von Plattformanbietern und Plattformnutzern gestaltet werden?
  • Welche Einflussfaktoren sind entscheidend für eine Skalierbarkeit von datenbasierten Diensten?
  • Welche Anforderungen können für das Bedarfsfeld „Digitale Bildung“ erschlossen werden?
  • Wie können neuartige digitale Geschäftsmodelle in Form von Smart Services auf der Basis eine einheitlichen Marktplatzkonzeptes realisiert werden?
  • Wie können Smart Services in bestehende Anwendungsumgebungen integriert werden und Dienste übergreifende Interoperabilität gewährleistet werden?
  • Welche Synergien sind zu bereits bestehenden Initiativen vorhanden bzw. wie kann ein offener Austausch mit verwandten Initiativen gestaltet werden?
  • Wie entwickeln sich datenbasierte Dienstleistungen im internationalen Vergleich bzw. welche Marktentwicklungen können beobachtet werden?
  • Wie kann eine durchgängige Werkzeugkette konzipiert werden, um die Entwicklung von Smart Services für Startups, KMUs und IT-ferne Mittelständler zu unterstützen?

Empfehlungen

Empfehlungen

  1. Förderung offener, lizenzfreier Plattformen als Voraussetzung für die technische Souveränität Deutschlands in der Smart Service Welt
  2. Schneller Einstieg für den Mittelstand – eine „Onboarding Factory“ für Deutschland (siehe unten: Konzept Onboarding Factory)
  3. Der Mensch im Mittelpunkt: Smart Services im Kontext einer sich ändernden Arbeitswelt

Was ist eine Onboarding Factory?

Der Begriff „Onboarding“ ist aus der Personalwirtschaft entnommen und meint in Analogie zur Integration neuer Mitarbeiter in eine Organisation, das Unterstützen von (kleinen und mittleren) Unternehmen beim Eintritt in die Plattformökonomie (sinnbildlich: „an die Hand zu nehmen“).

Zahlreiche Studien belegen den erhöhten Bedarf, KMU bei der Digitalisierung ihrer Wertschöpfungsprozesse zu unterstützen, da ihre Größe, die Führungs- und Beschäftigungsstruktur oder die Finanzierungsstruktur häufig einer durchgängigen Digitalisierung im Weg stehen. Im Rahmen eines Dienstleistungskonzeptes „Onboarding Factory“ liegt der Fokus des Angebots auf Innovationen durch datenbasierte Dienste (Smart Services). So stellt der Dienstleister das gesammelte Wissen zu Innovationen in der Plattformökonomie zur Verfügung, veranschaulicht Anwendungsbeispiele (Best Practices) aus unterschiedlichen Branchen und bietet Beratung zu den Technologiekomponenten. In Workshops wird gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen das bestehende Geschäftsmodell hinsichtlich der Innovationspotenziale analysiert und darauf aufbauend Prototypen für Smart Services entwickelt.

Beratend steht ein Netzwerk aus etablierten Unternehmen sowie Partnern aus Wissenschaft und Politik zur Verfügung, um einen neutralen Ordnungsrahmen für den Einstieg in datenbasierte Dienste bereitzustellen. Die Organisationsentwicklung wird ebenfalls mit Blick auf die unterschiedlichen internen Zielgruppen (Unternehmensleitung, IT-/Digitalisierungsverantwortlicher, Produktionsleiter) thematisiert, da digitale Transformation zur Smart Service Welt in der Unternehmensstrategie verankert sein sollte.

Unter Berücksichtigung der strategischen Anknüpfungspunkte an bestehende Initiativen und des Beratungsbedarfs seitens KMU wird im Rahmen des Projektes derzeit ein Konzept "Onboarding Factory" entwickelt.

Mitglieder der Projektgruppe

Mitglieder der Projektgruppe

 

Arbeitsgruppe "Plattformen & Ökosysteme"

  • Dr. Peter Weckesser
    Airbus Group (Co-Leitung)

  • Bernd Altpeter
    DITG GmbH

  • Klaus Bauer
    Trumpf GmbH & Co. KG

  • Hans-Peter Bock
    Trumpf GmbH & Co. KG

  • Jackson Bond
    relayr GmbH

  • Andreas Brandt
    Deutsche Börse AG

  • Gerd Brenner
    Trumpf GmbH & Co. KG

  • Michael Butschek
    Siemens AG

  • Burkhard Dümler
    adidas AG

  • Dr. Filip Feyaerts
    Printing International Group

  • Dr. Thomas Friese
    Siemens AG

  • Mandy Galkow-Schneider
    Deutsche Telekom AG

  • Marlene Gerneth
    Deutsche Telekom AG

  • Dr. Lutz Hager
    IKK Südwest

  • Philipp Jussen
    RWTH Aachen

  • Prof. Dr. Achim Kampker
    RWTH Aachen

  • Bodo Körber
    Accenture GmbH

  • Dr. Ulrich Löwen
    Siemens AG

  • Prof. Dr. Wolfgang Maaß
    Universität des Saarlandes

  • Prof. Dr. Matthias Mehrtens
    Kärcher GmbH & Co. KG

  • Jens Mueller
    relayr GmbH

  • Carsten Polenz
    SAP SE

  • Dr. Albrecht Ricken
    SAP SE

  • Alexej Roytburg
    Deutsche Börse AG

  • Marten Schirge
    Device Insight GmbH

  • Harald Schoening
    Software AG

  • Jan Speich
    Deutsche Post DHL

  • Ernst Joachim Steffens
    Deutsche Telekom AG/T-Labs (Research & Innovation)

  • Dr. Hans Jörg Stotz
    SAP SE

  • Patrick Vollmer
    Accenture Gmbh


  • Expertenkreis „Digitale Bildung“

  • Prof. Dr. Gesche Joost
    Universität der Künste Berlin (Leitung)

  • Jens Brajer
    Carl Zeiss AG

  • Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann
    TU Chemnitz

  • Dr. Svenja Falk
    Accenture GmbH

  • Dr. Anja Grage
    thyssenkrupp AG

  • Karl-Heinz Hageni
    IG Metall

  • Dr. Kathrin Heckner
    Wittenstein AG

  • Peter Klingler
    DEKRA

  • Marc-Sven Kopka
    XING AG

  • Dr. Norbert Koppenhagen
    SAP SE

  • Christoph Kunz
    Siemens AG

  • Prof. Dr. Volkmar Pipek
    Universität Siegen

  • Dr. Cordula Proefrock
    Robert Bosch GmbH

  • Claudia Roscher
    TU Chemnitz

  • Wolfram Sauer
    XING AG

  • Hans Speidel
    CrowdGuru GmbH

  • Christian Wachter
    imc information multimedia communication AG

  • Prof. Dr. Volker Wulf
    Universität Siegen


  • Expertenkreis „Technologische Enabler“

  • Prof. Dr. Wolfgang Wahlster
    DFKI GmbH (Co-Leitung)

  • Bernd Leukert
    SAP SE (Co-Leitung)

  • Dr. Ammar Alkassar
    Sirrix AG

  • Dr. Heinrich Arnold
    Deutsche Telekom AG

  • Dr. Hermann Becker
    ZF Friedrichshafen AG

  • Dr. Anselm Blocher
    DFKI GmbH

  • Dr. Dietmar Dengler
    DFKI GmbH

  • Jan-Henning Fabian
    ABB AG

  • Dr. Wolfram Jost
    Software AG

  • Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer
    Fraunhofer IESE / TU Kaiserslautern

  • Gerhard Mutter
    SICK AG

  • Dr. Norbert Reithinger
    DFKI GmbH

  • Dr. Hans Jörg Stotz
    SAP SE

  • Dr. Stephan Wess
    Empolis GmbH

Kommende Termine

Kommende Termine

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Projektleitung

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E. h. Kagermann Henning

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E. h.
Henning Kagermann

acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Projektleitung

 Riemensperger Frank

Frank Riemensperger

Accenture GmbH

Koordination

Dr. Winter Johannes

Dr.
Johannes Winter

Leiter Themenschwerpunkt Technologien
acatech Geschäftsstelle

T: +49 (0)89/52 03 09-14
winter@acatech.de

Koordination

 Sedlmeir Joachim

Joachim Sedlmeir

Wiss. Referent
acatech Geschäftsstelle

T: +49 (0)89/52 03 09-821
sedlmeir@acatech.de

Weiterführende Informationen

Förderschwerpunkt Smart Service Welt II des BMWi

Brigitte Zypries stellt acatech Projekt Digitale Serviceplattformen vor

Der Wettkampf um die Daten: Deutschland muss bei digitalen Marktplätzen aufholen

Technologiewettbewerb Smart Service Welt

„Digitale Strategie 2025“ des BMWi

Smart Service Welt

Industrie 4.0

Kontakt:

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Karolinenplatz 4

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