
Leiter Themenschwerpunkt Technologien acatech Geschäftsstelle
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Die von acatech Präsident Henning Kagermann koordinierten sieben Arbeitsgruppen verständigen sich auf Meilensteinplan und Vorgehensweise bis zum Ende des Jahres; erste Empfehlungen zur Förderung von Forschung und Entwicklung durch die Bundesregierung sollen bis zum Sommer erarbeitet werden. Henning Kagermann übergibt Vorsitz der Arbeitsgruppe „Materialien und Recycling“ an bisherige Stellvertreter, um sich auf den Vorsitz der Plattform zu konzentrieren.
Die am 3. Mai 2010 in Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel etablierte Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) hat bei einem Auftakttreffen der Arbeitsgruppenleiter wichtige Leitplanken der Arbeit der kommenden Monate definiert: Bis Ende des Jahres soll ein erster Berichtsband vorliegen, der die wichtigsten Schritte und Migrationspfade zur Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität der Bundesregierung beschreibt.
Die sieben Arbeitsgruppen verständigten sich dafür auf einen Meilensteinplan sowie gemeinsame Standards bei der Erstellung der Arbeitspapiere, die bis November 2010 in einen Gesamtbericht einfließen sollen. Henning Kagermann sagte bei der Auftaktveranstaltung im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Berlin, die NPE solle den Fahrplan der Bundesregierung zur Verwirklichung des Ziels, bis zum Jahr 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, durch ein koordiniertes Vorgehen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik konkretisieren. Hierbei komme es darauf an, Deutschland zu einem Leitmarkt zu machen und außerdem industrieller Leitanbieter mit einer hohen Wertschöpfungs- und Beschäftigungsquote zu werden. Eine erste wichtige Aufgabe bestehe im schnellen Aufzeigen von Maßnahmen der FuE-Förderung durch die Bundesregierung noch bis zum Sommer.
Die ambitionierte Aufgabe der NPE sei es zudem, ein Signal „nach innen“ setzen und integrativ in Industrie, Gesellschaft und zu den Verbrauchern zu wirken. Henning Kagermann sagte, alle Beteiligten seien aufgerufen, an einer realistischen Erwartungshaltung hinsichtlich der breiten Verfügbarkeit von E-Fahrzeugen in der Gesellschaft mitzuwirken. Zugleich komme es darauf an, Begeisterung durch erste sichtbare Erfolge („quick wins“) zu wecken.
Diese Aspekte wurden in den anschließenden Kurzberichten der AG-Vorsitzenden beziehungweise stellvertretenden Vorsitzenden aufgegriffen. Sie thematisierten zudem die spezifischen Herausforderungen sowie die notwendige Bestandsaufnahme in den jeweiligen Einzelfeldern:
Henning Kagermann kündigte im Plenum an, dass er den Vorsitz in der AG 5 an die beiden bisherigen Stellvertreter Dr. Andreas Kreimeyer (BASF SE) und Dr. Karsten Kroos (ThyssenKrupp AG) abgebe, um sich auf die Gesamtkoordination der NPE zu konzentrieren.
Staatssekretär Bernhard Heitzer (BMWi) sagte in seinem Grußwort an das Auditorium im Eichensaal des BMWi, die Veranstaltung schließe nicht nur an die vorangegangenen Treffen der Ressorts mit den Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft an. Sie bilde den konkreten Startpunkt der nun zu leistenden Arbeit bis zum Herbst. Nach seinen Worten besitzt der Mobilitätsbereich in Deutschland hervorragende Voraussetzungen für die Entwicklung der E-Mobilität– nicht zuletzt im internationalen Wettbewerb.
Henning Kagermann hatte den Vorsitz der Plattform für die Industrie vor einem Auftaktgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. Mai in Berlin übernommen; die Leitung der Plattform auf Seiten der Politik liegt bei Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba und Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann. Als Aufgabe der Plattform wurde zum Start in einer Gemeinsamen Erklärung von Wirtschaft und Politik festgelegt, in sieben Arbeitsgruppen von „Antriebstechnologie“ bis „Rahmenbedingungen“ konkrete Vorschläge zu erarbeiten, wie die Ziele des Nationalen Entwicklungsplanes Elektromobilität erreicht werden können. Koordiniert wird die Arbeit der Plattform von der Gemeinsamen Geschäftsstelle Elektromobilität der Bundesregierung (GGEMO). Sie hat ihren Sitz im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und wird von Ministerialrat Guido Zielke aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklulng (BMVBS) geleitet.
Link zur Gemeinsamen Pressemitteilung von BMWi und BMVBS