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EURO-CASE

EU meets Academia: Jahresveranstaltung des Akademienverbands Euro-CASE in Brüssel vom 2. bis 3. Dezember

Brüssel, 3. Dezember 2014

 

Über 200 Gäste folgten der Einladung zur Jahreskonferenz des europäischen Dachverbandes der technikwissenschaftlichen Akademien Euro-CASE am 2. und 3. Dezember, die erstmalig in Brüssel stattfand. Die Teilnehmer nahmen unter anderem die Zukunft der europäischen Innovationspolitik in den Blick. Vertreter der Europäischen Institutionen trafen im Akademienpalast auf die Präsidenten und Mitglieder der Akademien aus ganz Europa.

 

Erstmalig traten die Präsidenten der Schwesterorganisationen, Günter Stock, ALLEA, Jos van der Meer, EASAC, und Reinhard Hüttl, Euro-CASE, gemeinsam auf und bekräftigten ihren Willen zu einer stärkeren partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Reinhard Hüttl fasste zusammen: „Wir können den heutigen globalen Herausforderungen nur gemeinsam mit einer interdisziplinären Herangehensweise begegnen. Nur zusammen können wir eine umfassende und holistische wissenschaftsbasierte Politikberatung auf europäischer Ebene anbieten.“

Auch  die anwesenden Vertreter der EU Institutionen wie Vladimir Šucha, Generaldirektor der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU, Wolfgang Burtscher, stellvertretender Generaldirektor Forschung und Innovation sowie Anne Glover, ehemalige EU-Wissenschaftsberaterin, begrüßten die Zusammenarbeit der Akademien. Sie  unterstrichen, dass die unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung von Seiten der Akademien auf europäischer Ebene sehr willkommen sei, um die Evidenzbasiertheit politischer Entscheidungen zu stärken. „Von diesem Treffen wird eine Signalwirkung für eine intensivere Zusammenarbeit und einen strukturierten Dialog zwischen der Europäischen Kommission und den europäischen Akademie-Dachverbänden ausgehen“ sagte Euro-CASE Präsident Reinhard F. Hüttl.

 

Die europäische Innovationspolitik als zentrales Thema von Euro-CASE

 

Am Nachmittag nahmen  die Teilnehmer der Konferenz die Zukunft der europäischen Innovationpolitik für die Zeit nach Horizon 2020 in den Blick. Hochrangige internationale Gastredner wie Esko Aho, ehemaliger Premierminister Finnlands, und Luc Soete, Vorsitzender der High Level Group RISE bei der EU Kommission, sowie internationale Gäste wie Randall S. Wright, MIT, USA, und Otto C.C. Lin, Academy of Engineering Sciences, Hong Kong, präsentierten europäische und internationale Ansätze der Innovationspolitik. Hierbei wurde vor allem deutlich, dass Europa eine stärkeren „entrepreneurial spirit“  und eine wagnisorientierte Innovationskultur braucht. Dies ist auch eines der Kernthemen des neuen Euro-CASE „Policy Paper on European Innovation Policy“, welches auf der Konferenz präsentiert wurde.

 

Zum Abschluss diskutierten Peter Dröll, EU-Direktor Innovationspolitik, acatech Mitglied Jacob Edler, Direktor MIoIR, UK, Marisa Matias, MEP, Berichterstatterin für Horizon 2020, Karl Klingsheim, CEO NTNU Technology Transfers, Norwegen, sowie Bjoern Nilsson, Vorsitzender der Euro-CASE Innovationsplattform, konkrete Fragen zur Industriebeteiligung, Nachfrageorientierung, Internationalisierung, weitere Vereinfachungen für Antragssteller sowie die systemische Implementierung der gesamten Innovationskette im zukünftigen Forschungsrahmenprogramm der EU.

 

„Die Jahresveranstaltung hat  einmal mehr bestätigt, welch einzigartiges Forum für Innovation Euro-CASE mit seinen Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft bietet. Der wirtschaftliche Erfolg Europas wird in zunehmendem Maße davon abhängen, wie schnell wir unsere exzellenten Forschungsergebnisse in den Markt bringen“, sagte Reinhard. F. Hüttl.

 

 

Vorabendveranstaltung „European Energy and Climate Policies beyond 2030“

 

Bereits am Abend zuvor trafen sich die Euro-CASE Vertreter im Palais des Académies in Brüssel, um die Arbeit der Euro-CASE Energieplattform vorzustellen. Mit Vertretern der Europäischen Institutionen diskutierten sie die Zukunft der europäischen Energie- und Klimapolitik.

 

Jerzy Buzek, MEP und Vorsitzender des ITRE, und Dominique Ristori, EU-Generaldirektor Energie und Peter Lund, Vorsitzender des EASAC Energieprogramms, diskutierten gemeinsam mit Euro-CASE Vertretern wie Bertrand van Ee, CEO Climate-KIC und Bo Normark, Co-Chair der Energieplattform, sowie mit Vincent Mages, European Round Table of Industrialists (ERT), die Auswirkungen der jüngsten Ratsbeschlüsse insbesondere auf die europäische Wirtschaft.

 

Peter Van Kemseke, Kabinettsmitglied des EU Vizepräsidenten für die Energieunion, Maroš Šefčovič, betonte  die Bedeutung einer europäischen Energieunion für die neue Kommission. Ein wichtiges Ergebnis der Abendveranstaltung war, dass neue Wirtschaftsmodelle wie etwa „green growth“ eine Möglichkeit darstellen, hierzu aber klarere Konzepte ausgearbeitet werden müssen. Die Euro-CASE Energieplattform erwägt daher zu diesem Thema in Zukunft intensiver zu arbeiten.

 

 

Eindrücke von der Euro-CASE-Jahresveranstaltung 2014