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Getrennte Wege - ein Ziel: Internationaler Workshop zur Zukunft der Energieversorgung in Australien

Melbourne,

2. April 2009

Zu den zentralen Herausforderungen gehört die Vereinbarkeit von sicherer und kostengünstiger Energieversorgung mit den internationalen Klimaschutzbemühungen, die in Deutschland unter dem Stichwort „2020-Ziele“ subsumiert werden. In den OECD-Staaten dürften diese Bemühungen nach dem im letzten World Energy Outlook (2008) prognostizierten Anstieg des Primärenergiebedarfs um 45 % bis zum Jahr 2030 auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 noch angehoben werden. Denn auch die CO2-Emissionen werden um voraussichtlich 45 % im besagten Zeitraum steigen.

 

Die Begrenzung der Treibhausgasemissionen bei steigender Energienachfrage wird nicht nur im Hinblick auf unterschiedliche Entwicklungen im Vergleich zu den Schwellenländern deutlich, sondern bereits bei einem Vergleich der Industrieländer untereinander: Ein Blick innerhalb der EU verdeutlicht, dass die nationalen Energiebereitstellungsstrategien zum Teil drastisch von einander abweichen, was etwa die Rolle der Kernspaltung bzw. regenerativer Ressourcen anbelangt. Getrennte Wege – ein Ziel: So ließen sich diese Anstrengungen zusammenfassen. Vor diesem Hintergrund ist acatech bemüht, den Austausch zu den Entwicklungen im Bereich der Energieversorgung zu verstärken.

 

"Accelerating Technological Change“ lautete das Motto des Workshops, den die australische Schwesternakademie ATSE vom 31.3. bis 2.4.2009 in Melbourne durchführte. Bereits im Vorfeld war ein White Paper erarbeitet worden, dass der australischen Regierung mittlerweile übergeben wurde. Ziel des Workshops unter Einbindung von Vertretern aus Japan, Großbritannien, Südafrika und Deutschland war der Austausch über Steuerungselemente bei der Stärkung etwa der regenerativen Energie (wie in Deutschland durch das Erneuerbare Energien Gesetz). Dabei wurde deutlich, dass die langfristige Bindung an fossile Energieträger zu ähnlichen Versuchen der Effizienzsteigerung, aber auch der Umsetzung von Technologien zur CO2-Abscheidung und -speicherung (CCS) zumindest in Ländern mit hohem Kohleanteil wie Australien und Südafrika führt.