Tokio, Japan,
10. März 2009Das japanische Wirtschaftsministerium METI verfolgt seit dem Jahr 2007 das Konzept der so genannten Eco-Innovations, das mittlerweile Grundlage des Regierungshandelns geworden ist. Das Ziel dieses Programms sind Innovationen, welche ganz allgemein die Lebensqualität der Menschen verbessern helfen sollen, indem Umweltaspekte und wirtschaftliches Wachs-tum nicht als Gegenpole verstanden werden. Hierzu zählen z. B. das „Top-Runner-Programm,“ die Lebenszyklusanalyse von Produkten und Dienstleistungen und die Grüne IT. Gerade das erst genannte Top-Runner-Programm hat hier einen nicht zu unterschätzenden Vorbildcharakter. Die Kenndaten der drei oder fünf besten Produkte einer Kategorie (z. B. der Stromverbrauch von Kühlschränken) zu einem gegebenen Zeitpunkt setzen den allgemein zu erreichenden Standard in naher Zukunft (z. B. in zwei oder drei Jahren).
Der Workshop am 10.03.09 hatte das Ziel, energie- und stoffbezogene Ansätze aus China, den USA und Deutschland, die zur weiteren Entwicklung des Bereichs der Eco-Innovationen beitragen können, vorzustellen und zu diskutieren.
Die Diskussion konzentrierte sich auf die Erwartungshaltung der vertretenen Länder im Hinblick auf die folgenden drei Fragen:
Aus der sehr intensiven Diskussion dieses eintägigen Workshops ergab sich eine Reihe von Punkten, über die Konsens bestand:
Der alte Ansatz des Think Global – Act Local wird, übertragen auf die Nationen und Regionen, im Zusammenhang mit der Ausgestaltung der zukünftigen Energieversorgungssituation eine wichtige Rolle spielen. Andererseits wird aber auch die kontinentweite Verschränkung von Energieversorgungssysteme helfen, lokale Abhängigkeiten und Beschränkungen durch einen entsprechenden Ausgleich gerade im Bereich der Versorgung mit elektrischer Energie entgegen zu wirken.