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AGENDAKONGRESS 2014

Ansprechpartner

Dr. Glotzbach Ulrich

Dr.
Ulrich Glotzbach

Leiter Themenschwerpunkt Energie, Ressourcen und Nachhaltigkeit

T: +49 (0)30/2 06 79 57-32
glotzbach@acatech.de

Weiterführende Informationen

Rede von Dr. Georg Schütte (BMBF)

Pressemitteilung des BMBF

Presseinformation Agendakongress

Akademienprojekt Energiesysteme der Zukunft

350 Experten diskutieren Strategische Forschungsagenda Energiewende

Wie sollte die Energieforschung in den kommenden Jahrzehnten ausgerichtet werden? Was sind die drängendsten Fragen an die Wissenschaft und wo kann sie neue Perspektiven eröffnen? Darüber diskutierten rund 350 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik beim „Agendakongress“ des Forschungsforums Energiewende am 14. Oktober 2014 in Berlin.


Die Veranstaltung ist Teil eines breit angelegten gesellschaftlichen Dialogs im Forschungsforum Energiewende, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) angestoßen hat. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, und BMBF-Staatssekretär Georg Schütte eröffneten den Kongress. In den Workshops diskutierten die Teilnehmer unter anderem vier Themenkomplexe, die im Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ ausgearbeitet wurden und in mehrjährige Großforschungsprojekte münden sollen:

  • Neue Netzstrukturen
  • Flexiblere Nutzung erneuerbarer Ressourcen: Power-to-X
  • Stoffkreisläufe für die Energiewende: Recycling von mineralischen Rohstoffen
  • Ausrichtung von Industrieprozessen auf fluktuierende Energieversorgung

Die Ergebnisse des Agendakongresses fließen in die „Strategische Forschungsagenda Energiewende“ ein. Sie soll zur Weiterentwicklung des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung beitragen

 

Die deutsche Forschung muss sich mit ihrer exzellenten Expertise in die Ausgestaltung der Energiewende mit ganzer Kraft einbringen. Die Identifizierung langfristiger Forschungsthemen, die für die Energiewende von Bedeutung sind, ist aber nicht nur Aufgabe der Wissenschaft. Ich freue mich, dass sich mit dem heutigen Agendakongress auch  Wirtschaft, Bürgergesellschaft und die Fachpolitik aus Bund und Ländern in den Prozess einbringen.“

 

Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung

 

Programm und Highlights

 

9:30 – 11:00 Uhr: Eröffnung

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  • Eröffnung: Prof. Dr. Johanna Wanka (Bundesministerin für Bildung und Forschung)
  • Wirtschaft und Forschung - Gemeinsam Großforschungsprojekte für die Energiewende umsetzen: Hildegard Müller (BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung)
  • Einführung in die Workshops und Podiumsdiskussionen: Dr. Georg Schütte (Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung)

11:30 – 15:30 Uhr: Podiumsdiskussionen und Workshops (Session 1 & 2)

 

Podiumsdiskussion I: Kernthemen der Strategischen Forschungsagenda Energiewende

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Teilnehmer:

  • Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick (Wuppertal-Institut, Vizepräsident)
  • Dr. Udo Niehage (Siemens AG, Unternehmensbeauftragter für die Energiewende; Vorsitzender des BDI-Unterausschusses „Energieforschung und Energietechnologien“)
  • Dr. Franz-Georg Rips (Deutscher Mieterbund, Präsident)
  • Prof. Dr. Robert Schlögl (Direktor des Fritz-Haber-Instituts sowie des Instituts für chemische Energiekonversion der Max-Planck-Gesellschaft, Vorsitzender des Steuerkreises des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“)
  • Prof. Dr. Klaus Töpfer (Institute for Advanced Sustainability Studies, Exekutivdirektor)

Moderation: Dr. Inge Paulini (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, Generalsekretärin)

 

Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten den Entstehungsprozess, die Strukturen sowie die Schwerpunktthemen der Strategischen Forschungsagenda. Konsens bestand auf allen Seiten, dass die Energiewende ein Gemeinschaftsprojekt ist, in welches alle Beteiligten von Anfang an einbezogen werden müssen. Jedoch dürfen Infrastruktur- und gesellschaftliche Entwicklungen nicht getrennt voneinander betrachtet werden

    Podiumsdiskussion II: Governance-Strukturen für die Energiewendeforschung

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    Teilnehmer:

    • Dr. Hermann Falk (Bundesverband Erneuerbare Energie, Geschäftsführer)
    • Dr. Felix Groba (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, Sonderreferat Klimaschutz und Energie)
    • Dr. Karl Eugen Huthmacher (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Leiter der Abteilung „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und Nachhaltigkeit“)
    • Dr. Steffi Ober (Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende, Leiterin)

    Moderation: Dr. Maja Göpel (Wuppertal-Institut, Leiterin des Berliner Büros)

     

    Am Nachmittag diskutierten Vertreter des Forschungsministeriums, der Bundesländer, der Zivilgesellschaft sowie der Wirtschaft die Governance-Strukturen in der Energiewendeforschung. Dabei wurde betont, dass hier zum einen die ressortübergreifende Forschungsförderung bereits häufig Mittel der Wahl ist und zum anderen transdisziplinäre Forschung beispielsweise unter Einbindung zivilgesellschaftlicher Organisationen verstärkt in den Mittelpunkt rückt.

      Workshop A: Neue Netzstrukturen

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      Impulsvorträge:

      • Prof. Dr. Holger Hanselka (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft für den Forschungsbereich Energie) Download (PDF)
      • Hannes Seidl (dena – Deutsche Energie-Agentur, stv. Bereichsleiter Energiesysteme und Energiedienstleistungen)Download (PDF)
      • Bastian Bohm (50Hertz Transmission GmbH, Manager F&E Unternehmensentwicklung)Download (PDF)

      Moderation: Jens Hobohm (Prognos AG, Leiter Energiewirtschaft)

       

      Die Teilnehmenden des Workshops waren sich darüber einig, dass neue Netzstrukturen einen zentralen Forschungsbereich für die Energiewende darstellen. Über die Herausforderungen und Forschungsthemen bei der Entwicklung von intelligenten und flexiblen Netzen wurde engagiert diskutiert. Konsens bestand darin, dass die Entwicklungsstrategien für neue Netze langfristig, aber anpassungsfähig ausgerichtet werden sollen, da Entscheidungen trotz großer Unsicherheiten getroffen werden müssen. Download Highlights (PDF)

        Workshop B: Flexiblere Nutzung erneuerbarer Ressourcen – Power-to-X

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        Impulsvorträge:

        • Stephan Kohler (dena – Deutsche Energie-Agentur, Vorsitzender der Geschäftsführung) Download (PDF)
        • Dr. Michael Specht (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, Fachgebietsleiter Regenerative Energieträger und Verfahren) Download (PDF)
        • Prof. Dr. Matthias Beller (Direktor des Leibniz-Instituts für Katalyse an der Universität Rostock e.V. und Wissenschaftlicher Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft)

        Moderation: Dr. Wolf-Peter Schill (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt)

         

        Im Workshop wurde besprochen, welchen Beitrag Power-to-X-Technologien zur Flexibilisierung des Stromsystems (Nutzung von Überschussstrom und Lastabdeckung) bzw. zur Dekarbonisierung der Sektoren Wärme und Verkehr leisten kann. Das Forschungsthema ist aus beiden Gründen zentral für die Energiewende. Außerdem wurden Anwendungsfelder und Forschungsbedarfe erörtert. Die Teilnehmenden sprachen sich gegen eine Vorfestlegung auf ein Produkt „X“ (Gas, Liquids, Heat, Chemicals etc.) aus. Download Highlights (PDF)

          Workshop C: Stoffkreisläufe für die Energiewende – Recycling von mineralischen Rohstoffen

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          Impulsvortrag:

          • Dr. Volker Steinbach (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Abteilungsleiter Energierohstoffe, Mineralische Rohstoffe Download (PDF)

          Moderation: (Viola Schetula, Dialogik gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Moderatorin)

           

          Vertreter vornehmlich aus der Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten die Relevanz des Themas Recycling als Großforschungsprojekt. Grundsätzliche Einigkeit bestand hinsichtlich der Wichtigkeit von entsprechenden Recyclingtechnologien für erneuerbare Technologien und energiewendebedingte Infrastrukturen und Maßnahmen. Zustimmung unter den Teilnehmenden gab es darüber hinaus für Forschungsaktivitäten im Bereich des produktspezifischen Recyclings und für die Entwicklung von ökonomisch tragfähigen Marktmodellen. Download Highlights (PDF)

           

          Workshop D: Ausrichtung von Industrieprozessen auf fluktuierende Energieversorgung

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          Impulsvorträge:

          • Alexandra Langenheld (Agora Energiewende, Projektleiterin Effizienz und Lastmanagement)
            Download (PDF)
          • Dr. Marian Klobasa (Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Leiter des Geschäftsfelds Energiemanagement und Intelligente Netze
            Download (PDF)

          Moderation: Dr. Sicco Lehmann-Brauns (acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Bereichsleiter Innovationsforum/Internationales)

           

          In zwei Sessions diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die Herausforderungen, die ein zunehmend fluktuierendes Stromangebot an die industrielle Produktion der Zukunft stellt. Im Zentrum standen zum einen technologische Forschungsbedarfe, zum zweiten Fragen der Wirtschaftlichkeit, Planungs- und Investitionssicherheit sowie schließlich die notwendigen Veränderungen, die eine Flexibilisierung von Produktionsprozessen für die Organisation der Arbeitswelt mit sich bringt. Download Highlights (PDF)

           

          Workshop E: Schlüsseltechnologien für die Energieerzeugung

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          Impulsvorträge:

          • Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel (Präsident der TU9 und Präsident der Technischen Universität Darmstadt) Download (PDF)
          • Prof. Emmanouil Kakaras (Mitsubishi Hitachi Power Systems, Head of Innovation and New Products)
            Download (PDF)

          Moderation: Hanne May (Ergo Unternehmenskommunikation, Leiterin Energiekommunikation)

           

          Die Teilnehmenden des Workshops empfahlen, ein fünftes Großforschungsprojekt zur Energieerzeugung in Betracht zu ziehen. Der Schwerpunkt in einem solchen Projekt soll auf der Integration der konventionellen wie der erneuerbaren Energien in das Energiesystem der Zukunft liegen. Dabei muss die Flexibilisierung mit dem Ziel Versorgungssicherheit im Vordergrund stehen. Das Projekt soll nicht allein den Strombereich betrachten. Als Schlüsseltechnologien sind solche zu identifizieren, die zum einen in Deutschland systemrelevant sind und zum anderen auch Marktchancen im Ausland eröffnen. Download Highlights (PDF)

           

          16:00 – 17:00 Uhr: Fazit und Ausblick

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          • Zusammenfassung der Diskussionen aus den Workshops: Workshop-Moderatoren Download (PDF)
          • Ausblick und Schlusswort: Dr. Karl Eugen Huthmacher (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Leiter der Abteilung „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und Nachhaltigkeit“)

            Download des Programms (PDF)

             

            Die ausführliche Dokumentation der Workshops ist bei der Geschäftsstelle des Forschungsforums Energiewende erhältlich.

              Zusammensetzung der Teilnehmenden

              Impressionen vom Agendakongress 2014

              Impressionen vom Agendakongress 2014