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SYMPOSIUM INTERNET DER DIENSTE

Koordination Symposium

Dr. Glotzbach Ulrich

Dr.
Ulrich Glotzbach

Leiter Themenschwerpunkt Energie, Ressourcen und Nachhaltigkeit
acatech Geschäftsstelle

T: +49 (0)30/2 06 79 57-32
F: +49 (0)30/2 06 30 96-11
glotzbach@acatech.de

Ansprechpartner Presse

 Uhlhaas Christoph

Christoph Uhlhaas

Stellv. Bereichsleiter Kommunikation
acatech Geschäftsstelle

T: +49 (0)30/2 06 30 96-42
F: +49 (0)30/2 06 30 96-11
uhlhaas@acatech.de

Weiterführende Informationen

THESEUS - Eine Zwischenbilanz

Anlässlich des Symposiums „Internet der Dienste“ von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften hat der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, an die Wirtschaft appelliert, die Ergebnisse des Forschungsprogramms THESEUS nun zügig in innovative Anwendungen für den Standort Deutschland umzusetzen. Die Seite der Wissenschaft fordert er auf, Industriepartnerschaften zu suchen und mit Neugründungen von Unternehmen den Technologietransfer zu beschleunigen. Nach den Worten von acatech Präsident Henning Kagermann wird sich die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften mit ihrem Netzwerk in Wissenschaft und Wirtschaft für diesen Technologietransfer besonders einsetzen.

 

Beim Symposium "Internet der Dienste" hat acatech dazu Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammengebracht und in Break-Out-Sessions die Ergebnisse der Anwendungsszenarien diskutiert. Redner des Symposiums waren:

  • Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär BMWi
  • Henning Kagermann, Präsident acatech
  • Jim Hagemann Snabe, Co-CEO SAP AG
  • Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung IBM Deutschland GmbH
  • Hermann Requardt, Mitglied des Vorstands Siemens AG
  • Dieter Fensel, Direktor Semantic Technology Institute Innsbruck, Universität Innsbruck

 

PDF-Download der Pressemitteilung


„THESEUS hat für das Internet der Dienste wichtige Impulse gegeben und setzt Standards für die Dienste-Welt von morgen. Nun kommt es entscheidend darauf an, diese Forschungsergebnisse rasch in erfolgreiche Produkte und Dienste umzusetzen, damit sich die erheblichen finanziellen Aufwendungen auch rechnen. Ich erwarte bei einem derart finanzstark ausgestatteten Fördervorhaben überzeugende Verwertungsergebnisse am Standort Deutschland.

Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

„Beim heutigen Symposium haben wir schon vielversprechende Ideen aus den sechs Anwendungsszenarien gesehen. Nun gilt es, zum Abschluss des Programms in zwei Jahren diese guten Ideen erfolgreich an den Markt zu führen. Diesen Wegabschnitt unterstützt die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften mit ihrem Netzwerk in Wissenschaft und Wirtschaft nach Kräften."

 

Henning Kagermann, Präsident acatech

Das THESEUS-Programm

Innerhalb von THESEUS, dem bislang größten IKT-Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), entwickeln 60 Forschungspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft neue Technologien für das Internet der Dienste. Das 2007 angeschobene Forschungsprogramm hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird vom BMWi mit ca. 100 Mio. Euro gefördert. Die für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehenden Mittel verteilen sich je zur Hälfte auf Wissenschaft und Wirtschaft. Zusätzliche 100 Mio. Euro wurden als Eigenmittel der beteiligten Partner aus Industrie und Forschung aufgebracht.

Das Ziel von THESEUS ist, den Zugang zu Informationen im Internet zu vereinfachen, Daten zu neuem Wissen zu vernetzen und die Grundlage für die Entwicklung neuer Dienstleistungen zu schaffen. Von zentraler Bedeutung für das Internet der Dienste ist die Entwicklung neuer semantischer Technologien. Die Basistechnologien werden in sechs Anwendungsszenarien prototypisch umgesetzt und erprobt. Dabei wird laufend geprüft, welche Potenziale diese Technologien für neue Produkte, Dienste und Erfolg versprechende Geschäftsmodelle haben. Ziel ist es, neue Märkte zu entwickeln und den Innovationsstandort Deutschland zu stärken.

> mehr auf www.theseus-programm.de

In Break-Out-Sessions wurden die Anwendungsszenarien des THESEUS-Forschungsprogramms auf den Prüfstand gestellt:

 

ALEXANDRIA – Wissensplattform im Internet

ALEXANDRIA – Wissensplattform im Internet

Im Rahmen des Anwendungsszenarios Alexandria soll in Anlehnung an die gleichnamige antike Bibliothek eine Endnutzerorientierte Wissensplattform aufgebaut werden. Sie soll die Anwender bei der Veröffentlichung, Weiterverarbeitung und bei der Suche nach Inhalten unterstützen. Zu diesem Zweck wird Alexandria dem Anwender verschiedene Tools und Hilfsmittel zur Verfügung stellen, um eine möglichst einfache und intuitive Nutzung dieser Plattform zu ermöglichen. Eine wesentliche Voraussetzung für den Aufbau einer solchen Plattform liegt auf technischer Ebene in der Verbindung semantischer Technologien mit sozialen Suchdiensten. Hierzu müssen die Zugriffsmöglichkeit auf relevante Inhalte und die Navigation durch große Datenbestände vereinfacht werden.

> ALEXANDRIA auf www. theseus-programm.de

CONTENTUS – Technologien für die Mediathek der Zukunft

CONTENTUS – Technologien für die Mediathek der Zukunft

Kultureinrichtungen wie Bibliotheken, Sendeanstalten, Archive und Museen stehen vor der bedeutenden Herausforderung im großen Maßstab digitale Kulturgüter einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Im Rahmen des Anwendungsszenarios CONTENTUS werden neue Technologien für den Aufbau von multimedialen Wissensplattformen – z.B. Digitale Bibliotheken oder digitale Sendearchive – entwickelt. Auf diese Weise wird durch die Bundesregierung der Zugang zu Wissen im digitalen Zeitalter gefördert und ein Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes geleistet.

> CONTENTUS auf www.theseus-programm.de

MEDICO – intelligente Bildsuche in Medizindatenbanken

MEDICO – intelligente Bildsuche in Medizindatenbanken

Das MEDICO-Anwendungsszenario beruht auf folgender Vision: Schaffung einer Bildsyntax und semantikbasierter Bildvokabularien, die den Aufbau einer intelligenten, skalierbaren und robusten Suchmaschine für den medizinischen Bereich ermöglichen. Dies beinhaltet insbesondere auch Anwendungen in den Bereichen Clinical Decision Support und Computer Aided Diagnosis.

> MEDICO auf www.theseus-programm.de

ORDO – Ordnung für die digitale Welt

ORDO – Ordnung für die digitale Welt

Im Rahmen des Anwendungsszenarios ORDO sollen durch Erforschung und Entwicklung von semantischen Technologien neue Dienste und Softwarewerkzeuge entstehen, die dem Benutzer eine übersichtliche und mühelose, weil automatisch erstellte, Ordnung seiner gesamten digitalen Informationen ermöglichen. Eine hohe Skalierbarkeit ermöglicht die problemlose Verarbeitbarkeit sehr großer Datenmengen und deren grafische Visualisierung als Wissensmodell. Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen ermöglicht die personalisierte Verknüpfung der Inhalte eine einheitliche Ordnung unstrukturierter und strukturierter Daten, so dass ein effizientes, individuelles Wissensmanagement möglich wird.

> ORDO auf www.theseus-programm.de

PROCESSUS – Wissen in Unternehmen besser nutzen

PROCESSUS – Wissen in Unternehmen besser nutzen

Ziel des Anwendungsszenarios PROCESSUS ist eine IT-gestützte Unternehmenssteuerung, die den Vergleich von Produkten, Lösungen und Geschäftspartnern sowie das Aufspüren von Problemwissen für wissensintensive Tätigkeiten ermöglicht. Im Ergebnis werden Grundlagen für eine semantische Plattform erarbeitet, die unternehmensinterne Ressourcenplanung und das Management digitaler Inhalte von Geschäftsprozessen integriert. Dabei setzt PROCESSUS auf die technische Plattform aus dem TEXO Anwendungsszenario auf und bietet darüber hinaus zusätzliche Services, welche die semantische Business Integration Plattform definieren. Dazu werden die verschiedenen Module und Komponenten von TEXO und PROCESSUS in einer Plattform integriert und mit neuen Funktionalitäten ergänzt. Beispielhaft erprobt werden die Konzepte und Lösungen anhand von Anwendungen im Maschinenbau für den Bereich der Antriebs- und Automatisierungstechnik sowie in der Informationstechnologie mit Fokus auf serviceorientierte Architekturen.

> PROCESSUS auf www.theseus-programm.de

TEXO – Infrastruktur für internetbasierte Dienste

TEXO – Infrastruktur für internetbasierte Dienste

Im Kontext von THESEUS erforscht und entwickelt TEXO die Grundlagen einer Dienstleistungswirtschaft im Internet. Ziel ist es, technische und organisatorische Voraussetzungen zu definieren, um Dienstleistungen im Internet wie Güter handelbar zu machen und sie je nach Bedarf zu Mehrwertdiensten kombinieren zu können. Das können technische Services sein oder traditionelle, von Menschen erbrachte. TEXO schafft so die Grundlage für Business Webs im Internet der Dienste, in denen unabhängige Unternehmen zusammenarbeiten, um gemeinsam Dienstleistungen zu erbringen. Verbraucher, Unternehmen und technische Systeme können die Dienste gleichermaßen nutzen. Durch eine serviceorientierte Architektur lassen sich individuelle Dienste automatisiert in die Anwendungsumgebung des jeweiligen Nutzers einbauen und nach der Nutzung berechnen und wieder entfernen.

> TEXO auf www.theseus-programm.de

Fotos des Symposiums "Internet der Dienste"