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acatech am Dienstag: Politikberatung in Zeiten multipler Krisen

Christoph M. Schmidt (oben), Andrea Martin und Armin Grunwald sprachen bei acatech am Dienstag über Politikberatung in Zeiten multipler Krisen.

München, 23. März 2026

Eine Zeit scheinbarer Stabilität ist einer Konstellation gewichen, die sich als Polykrise beschreiben lässt. Was kann Politikberatung heute leisten, um Orientierung und Wissen für Entscheidungsprozesse zu liefern? Das war die Ausgangsfrage bei acatech am Dienstag am 17. März 2026.

Den analytischen Rahmen setzte Armin Grunwald, Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag (TAB) und Mitglied des acatech Präsidiums: In seinem Impuls zeichnete er den Übergang von einer Zeit nach, in der Krisen als beherrschbar galten, hin zu einer Gegenwart, die durch geopolitische Konflikte und Folgen des Klimawandels geprägt ist. Die Corona-Pandemie bedeutete einen kollektiven Schock, der spätestens ab diesem Zeitpunkt das Vertrauen in linearen Fortschritt erschütterte.

Der Wandel in der Gegenwartswahrnehmung zeige sich auch in seiner beruflichen Praxis: So berichtete Armin Grunwald, dass das von ihm geleitete Büro für Technikfolgenabschätzung in der Pandemie zunächst nicht nachgefragt wurde. Erst im Nachgang rückte dort mit dem ‚Resilienz-Radar‘ ein Thema in den Fokus, das lange Zeit vernachlässigt worden war: Resilienz verursache Kosten, und in einer stark auf Effizienz ausgerichteten Weltsichtfehlte dafür die politische Aufmerksamkeit. Nun werde diese Leerstelle sichtbar – beispielsweise angesichts neuer Störungen in globalen Lieferketten.

Zugleich verändere sich das Tempo: Politik müsse immer schneller reagieren und erwarte oftmals Beratung in Echtzeit. Grunwald verwies in diesem Zusammenhang auf die Begleitung der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022.Das Büro sei im Januar 2023 mit einem Bericht dazu beauftragt worden, der bereits im April 2023 vorlag. Diese Verdichtung erzeuge jedoch Spannungen, da sorgfältige Abwägungen Zeit benötigten.

Armin Grunwald regte dazu an, den Techniksolutionismus zu überdenken: „Die Kosten zur Bewältigung von Technikfolgen führen im schlimmsten Fall zu einem Erstickungstod, da wir dann nur noch damit beschäftigt sind, die Folgen der älteren Technologien im Zaum halten zu müssen.“ Armin Grunwald plädierte stattdessen dafür, die Ursachen von Problemen in den Blick zu nehmen. Zudem müsse Resilienz systematisch aufgebaut werden – dürfe dabei aber nicht in bloßem Erhalt bestehender Strukturen enden.

Politikberatung muss Komplexität zulassen

Andrea Martin (CTO Ökosystem & Verbände IBM DACH, acatech Senatorin sowie Mitglied des Wissenschaftsrats) bestätigte diese Perspektive aus Sicht der Wirtschaft und institutionellen Beratung. Sie betonte, dass Politikberatung Komplexität nicht reduzieren dürfe, sondern bewusst integrieren müsse. Fortschritt entstehe nur, wenn neben kurzfristigem Handlungsdruck auch mittel- und langfristige Perspektiven Berücksichtigung fänden.

Sie betonte die Rolle von Unternehmen in diesem Zusammenhang: Technologische Innovation gehe mit Verantwortung einher. Vertrauen sei die zentrale Grundlage, sowohl für die Entwicklung als auch für den Einsatz neuer Technologien. Andrea Martin sprach sich zudem für ein Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft in der Politikberatung aus, das nicht auf einseitige Vorgaben hinausläuft, sondern auf Dialogformate und gemeinsame Gremien setzt.

An der Arbeit in Gremien wie dem Wissenschaftsrat oder dem Bayerischen KI-Rat veranschaulichte sie, wie Politikberatung konkret ausgestaltet werden kann. Sie reicht von kurzfristiger, anlassbezogener Beratung bis hin zu langfristigen Szenarien. Verbände und Akademien übernehmen dabei die Funktion von Schnittstellen, über die Positionen gebündelt und in politische Prozesse eingespeist würden.

Politikberatung muss Handlungsoptionen liefern

Christoph M. Schmidt (Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, acatech Vizepräsident und designierter Präsident der Leibniz-Gemeinschaft) lenkte den Blick schließlich auf die epistemischen Grenzen von Politikberatung: So sei die Wahrnehmung von Krisen auch Ausdruck früherer Erfolge. Denn der erreichte Wohlstand eröffne erst den Raum, in dem Risiken als Bedrohung wahrgenommen würden. Für die Politikberatung folge daraus die zentrale Aufgabe, Komplexität verständlich zu machen, ohne sie unzulässig zu vereinfachen.

Christoph M. Schmidt widersprach der Erwartung, dass Beratungsgremien oder einzelne Fachleute eindeutige Handlungsanweisungen liefern können. Politikberatung müsse vielmehr Handlungsoptionen liefern und transparent machen, wo Unsicherheiten bestehen und welche Annahmen den Analysen zugrunde liegen.

Er unterstrich zudem die Bedeutung von Daten als Grundlage jeder belastbaren Aussage: „Was wir brauchen, sind Daten! Und wenn wir bereit sein wollen für eine Krise, brauchen wir umfassenden Zugang zu diesen Daten.“ Darüber hinaus verwies Christoph M. Schmidt auf Zielkonflikte, die sich nicht in beratenden Gremien auflösen ließen, sondern politisch ausgehandelt werden müssten. Dabei seien ökonomische Perspektiven zwar unverzichtbar, könnten allerdings allein keine Lösungen liefern.

Politikberatung bewegt sich in Zeiten von Polykrisen zunehmend in Spannungsfeldern

Die Dialogveranstaltung machte deutlich, dass sich Politikberatung in Zeiten von Polykrisen neu ausrichten muss: Denn sie bewegt sich aktuell mehr denn je in einem Spannungsfeld aus Beschleunigung und notwendiger Sorgfalt, aus kurzfristigem Krisenmanagement und langfristiger Transformation, aus wissenschaftlicher Tiefe und praktischer Umsetzbarkeit. Die Qualität politischer Entscheidungen, so der Konsens der Podiumsgäste, hänge insbesondere von dieser Frage ab: Wie gut gelingt es, diese Spannungen transparent aufzuzeigen und produktiv zu gestalten? Auch ein gesellschaftlicher Mentalitätswechsel sei wichtig, um zu nachhaltigeren Gestaltungswegen zu finden: Weg vom Fatalismus, hin zur Anwendung des Menschenverstands in Krisensituationen und einer beschleunigten Anpassung an neue Gegebenheiten.

Weitere Informationen:

acatech Leitlinien für die Politik- und Gesellschaftsberatung

acatech Masterclass: Wie wir mit Krisen und Risiken umgehen können

Schlagwörter

acatech am Dienstag | acatech in Bayern | Dialog & Debatte | Politikberatung | Technik & Gesellschaft

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