Was ist gut? Design als gesellschaftliche Gestaltungskraft
München, 12. Mai 2026
Am 5. Mai 2026 lud acatech gemeinsam mit dem Deutschen Design Club (DDC) zu einer Ausgabe der Reihe „acatech am Dienstag“ ein – erstmals im Rahmen der munich creative business week (mcbw), dem nach eigenen Angaben größten Designevent in Deutschland. Der Abend machte deutlich: Design verbindet wirtschaftliche und kulturelle Wertschöpfung — sein Potenzial entfaltet sich jedoch erst voll im Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft, Technik und Gesellschaft.
Für acatech stellte der Abend eine Premiere dar: Erstmals fand eine Ausgabe von „acatech am Dienstag“ im Rahmen der mcbw statt, einem wichtigen Treffpunkt für die nationale und internationale Kreativ- und Designwirtschaft. Kooperationspartner war der DDC, der mit seinem jährlichen Wettbewerb gute Gestaltung sucht und auszeichnet. Die Leitfrage seines Awards 2025 – „Was ist gut?“ – gab auch dem gemeinsamen Abend seinen Titel.
Theorie, Praxis und Dialog
Moderiert von Bettina Otto (DDC-Vorstandsmitglied) eröffnete die Designtheoretikerin und Gründerin der UnDesignUnit, Karianne Fogelberg, den Abend mit einem konzeptionellen Impuls. Ihr Ansatz „design connects“ machte deutlich: Wenn Design ein Katalysator für gesellschaftliche Transformation sei, komme der Vermittlung von Designkompetenz besondere Bedeutung zu.
Tobias Schalkhaußer (Chief Marketing & Digital Officer) und Alexander Gialouris (Head of Brand / Creative Director) von der brainlab SE zeigten anhand konkreter Unternehmensbeispiele, wie Design und Technologie zusammenwirken – unter dem Motto „design at the inside of technology“. Ob Gerätedesign, App-Benutzeroberflächen, Produktkampagnen oder Employer Branding: Bei brainlab ist Design stets auch Technologie.
Die anschließende Podiumsdiskussion weitete den Blick auf das Wechselspiel von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Ministerialdirigent Markus Eder vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie vertrat die politische Perspektive. Die Diskussion zeigte: Damit dieses Potenzial sich entfaltet, braucht Design einen festen Platz im Schnittpunkt von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.


