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acatech am Dienstag: Innovation ist die beste Verteidigung – zur digitalen Zukunft der Streitkräfte

München, 17. Juni 2025

Neue geopolitische Bedrohungen machen den Cyber- und Informationsraum zu einer Arena militärischer Auseinandersetzungen. Waffensysteme werden digital vernetzt. „Software defined defence“ (SDD) wird schnellere Leistungssteigerungen von Systemen ermöglichen. Wie wird SDD als strategisches Leitprinzip die Streitkräfte der Zukunft verändern. Welche Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz oder Quantentechnologien werden in Deutschland entwickelt? acatech diskutierte diese Fragen im Rahmen von acatech am Dienstag.

Generalleutnant Michael Vetter (Abteilungsleiter Cyber/Informationstechnik sowie Chief Information Officer im Bundesministerium der Verteidigung) konstatierte eine sicherheitspolitische und technologische Zeitenwende. Die Bundeswehr müsse nun noch umfassender befähigt werden, mit neuen digitalen Technologien zu operieren. Der Krieg in der Ukraine zeige die aktuellen Entwicklungen: einerseits Schützengräben wie im Ersten Weltkrieg 1916 an der Somme, bei gleichzeitigem Einsatz modernster Drohnen-Technologie.

Die Entwicklung von IT in der Bundeswehr

In der Vergangenheit bestand das IT-System der Bundeswehr aus proprietären Einzellösen:  Für jeden einzelnen Bedarf wurde also eine eigene Lösung gebaut, beschrieb Michael Vetter. Vor fünf Jahren wurde eine Digitalisierungsplattform aus neun Clustern entwickelt. In diesen Clustern werden wiederverwendbare IT-Services entwickelt, die im besten Fall querschnittlich – also in der gesamten Organisation – nutzbar und standardisiert sind sowie IT-Sicherheit bieten. Das Ziel ist, das Gesamtsystem besser steuern zu können, es agiler zu machen und Bürokratie abzubauen. Die neun Clusterprogramme werden jährlich aktualisiert und führen damit deutlich schneller zu probaten Lösungen.

Software als Treiber von Verteidigungssystemen

Software Defined Defence (SDD) stellt einen bedeutenden Wandel in der Verteidigungsstrategie dar. Hierbei steht die Rolle von Software in der Weiterentwicklung der Verteidigungssysteme im Vordergrund. Anstatt wie bisher plattformbezogen zu entwickeln, setzt SDD auf eine flexible, softwarezentrierte Herangehensweise, die eine kontinuierliche Verbesserung und Anpassung ermöglicht. Dafür braucht die Bundeswehr Software-Kompetenz. Ziel ist es, Software schnell zu entwickeln, zu testen und bereitzustellen, sodass sich neue Funktionen und Updates zügig implementieren lassen. In seinem Fazit nannte Michael Vetter moderne Ansätze, verlässliche Ressourcen und klare Verantwortlichkeiten und Kompetenzen als unerlässlich, um die Streitkräfte digital zukunftsfähig zu machen.

Kooperativer und digitaler im Angesicht aktueller Konflikte

Die anschließende Diskussionsrunde eröffnete Anna Frey (Wissenschaftliche Geschäftsführerin acatech) mit der Frage nach dem Digitalisierungsstand der Bundeswehr im europäischen Vergleich. Michael Vetter bewertete die Situation ambivalent: Während die Bundeswehr administrativ modern aufgestellt sei und im Vergleich zu anderen Bundesbehörden ein hohes Sicherheitsniveau aufweise, sei im Bereich der Streitkräfte seit zwei Jahrzehnten unzureichend investiert worden. Er zeigte sich dennoch optimistisch, die Streitkräfte kurzfristig auf den neuesten Stand bringen zu können.

Thematisiert wurde das langwierige und umfangreiche Beschaffungswesen. Vetter sieht auch hier positive Entwicklungen: Die Marktverfügbarkeit werde stärker berücksichtigt, und es existierten skalierbare Rahmenverträge mit der Industrie, die eine schnelle Einsatzfähigkeit innerhalb weniger Wochen ermöglichen.

Michael Vetter betonte, dass die Bundeswehr derzeit eine europäische Spitzenposition bei den Ausgaben für die Digitalisierung der Bundeswehr einnehme. Das werde ermöglicht durch Investitionen in Höhe von 22 Milliarden Euro jährlich (verglichen mit 8 Milliarden Euro bislang). Er prognostizierte, dass die Bundeswehr in den kommenden Jahren innerhalb der EU führend im Bereich Digitalisierung sein werde.

Aktuelle Kriege und Konflikte sind Treiber von Innovationen im Verteidigungswesen. Als Beispiel führte General Vetter das in Deutschland entwickelte Flugabwehrsystem „Iris-T SLM“ an: Es gilt als äußerst zuverlässig. Die Bundeswehr habe EU-Partnern angeboten, die Verträge dieses Systems zu nutzen, was schließlich zur Entstehung der European Sky Shield Initiative (ESSI) geführt habe. Ziel dieser Initiative: Der Aufbau eines verbesserten europäischen Luftverteidigungs- und Raketenabwehrsystems, um Lücken im Schutzschirm Europas zu schließen.

Die abschließende Frage galt der Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Industrie: Wie lässt sie sich intensivieren? Und welche Unterstützung könnte acatech hier bieten? Michael Vetter erklärte, dass die Industrie die wirtschaftliche Bedeutung von Verteidigungsgütern erkannt habe. Die geänderte Nachhaltigkeitsdefinition der EU eröffne zudem neue Finanzierungsmöglichkeiten. Es sei notwendig, dass die Industrie Ökosysteme entwickelt und die Bundeswehr Innovationspartnerschaften etabliert sowie Vergabekriterien anpasst. Wichtig sei auch, dass Industrie und Bundeswehr gemeinsam experimentieren, entwickeln und erproben, um neue Technologien gemeinsam in die praktische Umsetzung zu bringen.

 

Weiterführende Informationen

Innovationsfähigkeit in der Zeitenwende

 

Schlagwörter

acatech am Dienstag | acatech in Bayern | Cyber Security | Dialog & Debatte | Strategische Souveränität | Technik & Gesellschaft

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    Claudia Strauß
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    Gesellschaft & Dialog
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    strauss@acatech.de

    Portrait Marc-Denis Weitze

    PD Dr. Marc-Denis Weitze
    acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
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    Titelbild Impuls Innovationsfähigkeit in der Zeitenwende

    Innovationsfähigkeit in der Zeitenwende

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