Zukunftsthemen entwickeln: acatech Portfoliokonferenz diskutiert über neue Arbeitsschwerpunkte
München, 27. November 2025
Auf der acatech Portfoliokonferenz setzten Präsidium und Themennetzwerke die programmatische Entwicklung der Akademie auf die Agenda. Schwerpunkte lagen auf Defencetech und Verteidigungsforschung sowie der Zukunftsfähigkeit der Produktion. Dietmar Harhoff (Direktor Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb) erörterte als Impulsredner aktuelle Disruptionstreiber, geopolitische Paradigmenwechsel und Ansätze für mehr Innovation und Wandel.

Nach der Begrüßung durch die acatech Präsidenten Claudia Eckert und Thomas Weber betonte Dietmar Harhoff die Dringlichkeit für Deutschland, in den entscheidenden Technologiefeldern ins Handeln zu kommen. Der Technologiewandel werde Systembrüche erzeugen, die neue Lösungsstrategien von den Akteuren erfordern. Im Wettbewerb um Anpassung an diese neuen Rahmenbedingungen kämen andere Länder schneller voran als Deutschland. Es gelte, diesbezüglich von führenden Ländern zu lernen und Deutschland zu einer führenden Deeptech-Nation zu entwickeln.
Nach einem Überblick über die aktuellen Schwerpunkte und Projekte der Akademie durch die wissenschaftliche Geschäftsführerin Anna Frey vertieften die Fachleute die Diskussion über die inhaltliche und programmatische Entwicklung des acatech Portfolios. Sie erörterten, an welchen Stellen die Technikwissenschaften in Defencetech und Verteidigungsforschung Nutzen stiften können.

acatech Präsidiumsmitglied Jürgen Beyerer führte mit einem technikwissenschaftlichen Überblick in die Diskussion ein. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Interaktive Echtzeitsysteme am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. Darüber hinaus ist Jürgen Beyerer Vorsitzender des Fraunhofer-Leistungsbereichs Verteidigung, Vorbeugung und Sicherheit.

Ein zweiter inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Zukunftsfähigkeit der Produktion am Standort Deutschland. In Beiträge der Technikwissenschaften führte acatech Präsidiumsmitglied Michael Zäh ein. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik an der Technischen Universität München (TUM) und kollegiale Leitung des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb). Darüber hinaus ist Michael Zäh der Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik e.V. (WGP).
Im Laufe der Diskussion ging es immer wieder um neue, interdisziplinäre Ansätze der Themenbearbeitung, in denen Expertinnen und Experten unterschiedlicher Branchen, Fachdisziplinen und acatech Themennetzwerke zusammenwirken. Ein Beispiel für solche Ansätze veröffentlicht acatech in zwei Wochen: Dann legt acatech einen IMPULS “Food Tech Made in Germany” vor, an dem die Themennetzwerke “Biotechnologie und Bioökonomie” und “Produktentwicklung und Produktion“ intensiv zusammengearbeitet haben.

