Optionen und Rahmenbedingungen für die saisonale Speicherung von Wasserstoff und seinen Derivaten
Berlin, 31. Mai 2024
Die Kurzveröffentlichung des Projekts Wasserstoff-Kompass gibt einen Überblick wichtiger Technologien für die Langzeitspeicherung von Wasserstoff und seinen Derivaten. Denn eine Speicherung — teilweise in großen Mengen und über lange Zeiträume — wird notwendig sein, um unter anderem saisonale Schwankungen bei der Verfügbarkeit von Strom aus Wind- und Solarenergie auszugleichen. Neben den Speichertechnologien wird auch auf Chancen, Hürden und Bedarfe an Forschung und Entwicklung (FuE) im Kurzpapier eingegangen.
In einem klimaneutralen Energiesystem werden Wasserstoff und Wasserstoffderivate eine wesentliche Rolle spielen, nicht nur um saisonale Schwankungen bei der Verfügbarkeit von erneuerbarem Strom auszugleichen, sondern beispielsweise auch, um als strategische Reserve zur Erhöhung der Versorgungssicherheit beizutragen.
Zu den wichtigen Technologien für die Langzeitspeicherung gehören vor allem geologische Strukturen im Untergrund und die chemische Speicherung in Form von Derivaten. Eine notwendige Bedingung für den Hochlauf der Wasserstoffspeicherung ist die staatliche Förderung, denn weitere Projekte müssen jetzt gestartet werden und der Markt setzt derzeit unzureichend Anreize für den Bau von Wasserstoffspeichern. Auch kohärente, aufeinander abgestimmte Strategien der Bundesregierung sowie eine integrierte Planung der Netz- und Speicherinfrastruktur sind für ein konsistentes Wasserstoffgesamtsystem erforderlich. Nicht zu vergessen ist ebenfalls der Nutzen eines breiten Portfolios an Speichertechnologien, um auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können.
Download des Kurzpapiers
Das Kurzpapier zur Langzeitspeicherung von Wasserstoff steht hier zum Download zur Verfügung.
Über das Projekt Wasserstoff-Kompass
acatech und DECHEMA führten von Juni 2021 bis September 2023 gemeinsam das Projekt Wasserstoff-Kompass durch. Dabei erarbeiteten sie mithilfe einer Metaanalyse einen Überblick über Handlungsoptionen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen. Weiterhin organisierte der Wasserstoff-Kompass einen Dialog mit Stakeholder:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft, um deren Sichtweisen einzuholen und auf ein gemeinsames Zielbild einer Wasserstoffwirtschaft hinzuwirken. Die Projektergebnisse kann die Politik als Grundlage für eine Wasserstoff-Roadmap nutzen. Das Projekt Wasserstoff-Kompass wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis März 2024 sowie bis September 2023 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.



