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„Servus, KI!“: Zukunft der Gesundheitsversorgung mit KI – Fluch oder Segen?

Björn Eskofier, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Mitglied der Plattform Lernende Systeme, über KI in der Gesundheitsversorgung | © PLS

München, 26. Januar 2026

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Gesundheitsversorgung grundlegend. Sie ermöglicht schnellere Diagnosen, präzisere Therapien und eine stärker personalisierte Medizin. Doch mit diesen Fortschritten kommen auch neue Herausforderungen: Wer trägt die Verantwortung, wenn Maschinen mitentscheiden? Und wie transparent und nachvollziehbar sind KI-gestützte Systeme? In der Veranstaltungsreihe „Servus, KI! Der Bayern-Dialog zu Künstlicher Intelligenz“, organisiert von den bayrischen Volkshochschulen gemeinsam mit renommierten Wissenschaftsorganisationen, können interessierte Bürgerinnen und Bürger in allgemein verständlichen Vorträgen Anwendungsfelder, Chancen und Herausforderungen von KI kennenlernen und in anschließenden Diskussionsrunden debattieren und weiterdenken. Am 20. Januar sprach Björn Eskofier, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Mitglied der Plattform Lernende Systeme, in Weiden in der Oberpfalz über die Potenziale und Grenzen von KI in der Gesundheitsversorgung.

Die zentrale Frage ist heute nicht mehr, ob KI im Gesundheitswesen eingesetzt wird, sondern wie. Entscheidend dabei: Künstliche Intelligenz wird das Fachpersonal im Gesundheitswesen nicht ersetzen, sondern dieses bei medizinischen Entscheidungen unterstützen. „Werden Gesundheitsdaten verantwortungsvoll genutzt und KI verständlich und vertrauenswürdig gestaltet, führt das zu einer menschlicheren, persönlicheren und zugänglicheren Gesundheitsversorgung“, betont Björn Eskofier. „KI im Gesundheitswesen sollte deshalb im Zusammenspiel mit medizinischem Fachpersonal gedacht werden. Der Erfolg von KI in der zukünftigen Gesundheitsversorgung hängt maßgeblich von dieser Zusammenarbeit ab.“

Auf Basis von qualitativ hochwertigen und systematisch verfügbaren Gesundheitsdaten soll KI zukünftig Erkenntnisse aus der Versorgungspraxis analysieren, Muster erkennen und so medizinische Entscheidungen besser absichern. In diesem datengetriebenen Gesundheitssystem soll der Mensch weiterhin im Mittelpunkt stehen. Große Bedeutung maß Eskofier dabei dem European Health Data Space (EHDS) bei. Der europäische Gesundheitsdatenraum soll medizinische Daten in einem elektronischen Gesundheitspass bündeln und diese standardisiert sowie kontrolliert für Versorgung und Forschung nutzbar machen.

Trotzdem betont der Experte, dass das menschliche Gehirn der KI (noch) weit überlegen sei. „Bis KI ähnliche Synapsen wie ein menschliches Gehirn hat, dauert es noch.“ Die KI habe kein Verständnis dafür, wenn sie etwas nicht wisse, etwas falsch sei oder ob sie nur eine Wahrscheinlichkeit wiedergibt. Auch deshalb sei eine enge Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal unverzichtbar.

Im Anschluss gab es für die rund 80 Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über Chancen, Risiken und persönliche Erwartungen an KI im Gesundheitswesen weiter auszutauschen.

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Die nächste Veranstaltung der Reihe „Servus, KI!“ findet am 3. März 2026 um 18 Uhr in Passau statt und beleuchtet unter dem Titel „Wenn Roboter Zeitung schreiben: Der Einsatz von KI im Journalismus“, wie generative Künstliche Intelligenz die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten verändert.

Schlagwörter

KI | Plattform Lernende Systeme

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