Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers berät zu Künstlicher Intelligenz und Innovationen im Verteidigungsbereich
Berlin, 24. März 2026
Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Strategiekreis für Technologie und Innovation in seiner zweiten Sitzung der 21. Legislaturperiode zu den Themen Künstliche Intelligenz und Innovationen im Verteidigungsbereich getagt. Auf Regierungsseite nahmen auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sowie Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger teil. Der Bundesfinanzminister und die Bundeswirtschaftsministerin als weitere ständige Mitglieder und der Bundesverteidigungsminister wurden jeweils hochrangig vertreten.
Der Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers setzte seine Beratungen zu den beiden in der Auftaktsitzung am 6. November 2025 festgelegten Themen „Künstliche Intelligenz“ sowie „Innovationen im Verteidigungsbereich“ fort. Zudem wurden Optionen zur Stärkung des deutschen Innovationssystems beleuchtet.
Mit dem Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, Deutschland als führende KI-Nation, insbesondere bei der industriellen Anwendung von KI, zu etablieren. Die Mitglieder begrüßten in diesem Zusammenhang die derzeitigen Initiativen der Bundesregierung, wie die Hightech Agenda Deutschland, die Beteiligung an IPCEIs und die Rechenzentrums- sowie Mikroelektronikstrategie.
Die Mitglieder des Strategiekreises sind sich einig, dass eine ressortübergreifende Verzahnung und die Festlegung strategischer Leitlinien die Grundvoraussetzungen sind, um Deutschland und Europa im internationalen KI-Innovationswettlauf und angesichts gegenwärtiger geopolitischer Herausforderungen resilient und wettbewerbsfähig zu positionieren.
Zudem nahm der Strategiekreis das Thema „Innovationpotenziale im Verteidigungsbereich“ aus der Auftaktsitzung auf. Die Bundesregierung hat kürzlich über das Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr (BwPBBG) neue Freiheiten für Innovationsprozesse definiert und mit dem von BMWE und BMVg gemeinsam organisierten Rüstungsgipfel mit der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ein Austauschformat zur Unterstützung der Ziele von beschleunigtem Fähigkeitenaufbau und Skalierung etabliert.
Es bestand Einigkeit darüber, dass neue Freiräume zur technologischen Fähigkeitsentwicklung und Umsetzungsinitiativen zu effizienten Produktionstechnologien und -prozessen analog zur Industrie 4.0 im zivilen Bereich konsequent genutzt werden sollten.
Beide Themenstellungen der Sitzung des Strategiekreises wurden flankiert von einem Austausch über die Grundlagen der deutschen Innovationspolitik. In diesem Zuge diskutierten die Mitglieder auch Optionen, um das Innovationssystem zu stärken und ihm weitere Agilität zu verleihen.
Der Strategiekreis für Technologie und Innovation des Bundeskanzlers wird inhaltlich von einer Geschäftsstelle vorbereitet, die bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften angesiedelt ist.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft im Strategiekreis sind:
- Prof. Dr.-Ing. Thomas Weber | ehemaliger acatech Präsident – Vorsitz des Steuerkreises
- Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka | Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
- Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. | Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb
- Dr. Jarosław Kutyłowski | Gründer und CEO von DeepL SE
- Prof. Dr. Astrid Lambrecht | Vorstandsvorsitzende der Forschungszentrums Jülich GmbH in der Helmholtz-Gemeinschaft
- Dr.-Ing. E.h. Peter Leibinger | Aufsichtsratsvorsitzender TRUMPF; Präsident BDI
- Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm | designierter acatech Präsident
- Prof. Dr. Özlem Türeci | Mitgründerin und CMO von BioNTech SE
- Grazia Vittadini | CTO und Mitglied des Vorstandes der Deutschen Lufthansa AG



