Pressemappe „TechnikRadar 2024“
Die Ergebnisse des TechnikRadar 2024 zeigen, wie sich die Technikeinstellungen in der Bevölkerung in den letzten Jahren verändert haben und dass die Deutschen im Vergleich mit ihren europäischen Nachbarn Technik differenzierter bewerten. Im Mittelpunkt der Studie stand diesmal ein Datenvergleich der seit 2017 regelmäßig durchgeführten TechnikRadar-Umfragen.
Studie und Pressemitteilung
Zitate
Während die Deutschen im Pflegebereich durch den vermehrten Einsatz von Robotern eine Entmenschlichung fürchten, sehen sie im Bausektor Potenziale für eine Entlastung des Menschen. Diese differenzierte Betrachtungsweise und kritische Offenheit sind auch Resultat der Auseinandersetzung mit Technik, die in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verstärkt stattgefunden hat.
Cordula Kropp, wissenschaftliche Projektleiterin und Soziologin ZIRIUS – Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart
Technik sowie die damit verbundenen Diskurse und Nutzenerwartungen werden von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen ganz unterschiedlich wahrgenommen. Das zeigt das TechnikRadar 2024 wieder sehr deutlich. Entsprechend müssen wir bei der Kommunikation zu Risiken und Chancen neuer Technologien anwendungsspezifisch und zielgruppengerecht vorgehen. Nur wenn sich alle Gruppen gleichermaßen adressiert fühlen, wird sich ein breites Bedürfnis nach Mitbestimmung entwickeln – was am Ende die Voraussetzung ist, damit Technik im Sinne der Gesellschaft gestaltet werden kann.
Ortwin Renn, TechnikRadar-Co-Projektleiter und acatech Präsidiumsmitglied
Die Deutschen sind entgegen dem Klischee nicht technikfeindlich, sondern schauen genauer hin. Sie wollen erst Erfahrungen mit technologischen Innovationen sammeln und ihre Anwendungen erproben, bevor sie urteilen. Sie stehen Innovationen im Kern offen gegenüber, beobachten aber zugleich deren Wirkungen kritisch. Im europäischen Vergleich sind die Deutschen sogar optimistischer, was die langfristigen Folgen des technischen Fortschritts angeht.
Thomas Paulsen, Vorstand der Körber-Stiftung



