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Christoph Uhlhaas

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Presseinformationen und News, Aktuelles Thema

Reinhard F. Hüttl übergibt die acatech Präsidentschaft an Dieter Spath

Berlin,

8. Februar 2017

Mit einer feierlichen Verabschiedung vor rund 150 Gästen würdigte acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ihren scheidenden Präsidenten Reinhard F. Hüttl. Er übergab die Präsidentschaft nach zwei Amtszeiten an Dieter Spath. Bundesministerin Johanna Wanka und EU-Generaldirektor Robert-Jan Smits würdigten die Verdienste Reinhard F. Hüttls beim Auf- und Ausbau der wissenschaftsbasierten Politik- und Gesellschaftsberatung.

 

Im Einklang mit der Satzung übergibt Reinhard F. Hüttl die acatech Präsidentschaft nach zwei erfolgreichen Amtszeiten an der Spitze der Akademie. Bundesministerin Johanna Wanka sprach dem scheidenden Präsidenten ihren Dank für seine besonderen Verdienste beim Auf- und Ausbau der Akademie aus. „Reinhard Hüttl hat sich mit großem Engagement und Erfolg um gesellschaftlich höchst relevante Themen wie z.B. die Gestaltung der Energiewende gekümmert. Ich freue mich daher, dass er weiterhin an prominenter Stelle für acatech aktiv bleiben wird“, sagte die Bundesministerin.

Reinhard F. Hüttl wird acatech als Vizepräsident international repräsentieren. Als Präsident des europäischen Dachverbands Euro-CASE wird er die europäische Politikberatung durch über 100 Wissenschaftsakademien in Europa innerhalb des neuen Scientific Advice Mechanism der EU-Kommission gestalten. Robert-Jan Smits, Generaldirektor für Forschung und Innovation der EU-Kommission, dankte Reinhard F. Hüttl für „sein herausragendes Engagement“ und erläuterte, warum die EU-Kommission die Akademien stärker einbezieht: „Wir wollen die wissenschaftliche Expertise der regionalen, nationalen und europäischen Akademien für die Europapolitik besser nutzbar machen. Diese Kooperation unterstreicht die Bedeutung, die die Europäische Kommission einer evidenzbasierten Politik beimisst.“

Die gute Zusammenarbeit von acatech mit den Wissenschaftsakademien und den Wissenschaftsorganisationen war ein wichtiges Anliegen von Reinhard F. Hüttl als acatech Präsident. Jörg Hacker, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften: „Reinhard Hüttl hat sich große Verdienste um die wissenschaftsbasierte Beratung von Politik und Öffentlichkeit in Deutschland erworben. Insbesondere möchte ich sein unermüdliches und durch viele Erfolge ausgezeichnetes Engagement für die deutschen und internationalen Wissenschaftsakademien bei der Politikberatung hervorheben.“

Henning Kagermann blickte auf die gemeinsame Präsidentschaft mit Reinhard F. Hüttl zurück: „Reinhard Hüttl hat bei acatech viel bewegt und Bleibendes geschaffen. Er hat Strukturen aufgebaut, Themen vorangebracht und hervorragende wissenschaftliche Mitglieder gewonnen. Reinhard Hüttl gehört zu den prägenden Personen unserer Akademie und wird die Mission von acatech auf der internationalen Ebene fortsetzen.“

Dieter Spath sprach erstmals als neuer Präsident an der Seite von Henning Kagermann: „Reinhard Hüttl hat acatech auf einen guten Kurs gebracht. Ich kann mit diesem guten Gefühl als Präsident übernehmen. Es ist gut, Reinhard Hüttl als Verantwortlichen für die internationalen Beziehungen von acatech weiter an meiner Seite zu wissen.“ Der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und ehemalige Vorstandsvorsitzende der Wittenstein SE sagte weiter: „Qualitatives Wachstum und gute Arbeitsplätze erreichen wir durch Innovation. Wenn wir die Beschäftigten rechtzeitig befähigen, werden wir damit mehr Arbeitsplätze gewinnen als verlieren. Daran sollten die Sozialpartner gemeinsam mit Wissenschaft und Politik arbeiten.“

Reinhard F. Hüttl blickte auf sein künftiges Engagement als Vizepräsident und internationaler Repräsentant von acatech: „Globale Fragen können nur in weltumspannender Kooperation beantwortet werden. Innovationspartnerschaften sollten zudem ein fester Baustein internationaler Zusammenarbeit sein. Ich werde mich mit aller Kraft für solche Partnerschaften einsetzen und möchte die Stimme der Akademien im neuen Beratungsmechanismus der EU-Kommission stärken.“

Die beiden Präsidenten von acatech verkörpern die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft innerhalb der Akademie. acatech möchte nachhaltiges Wachstum durch Innovation fördern und legt den Wandel auch in den eigenen Arbeitsstrukturen an: Die Satzung der unabhängigen, gemeinwohlorientierten Akademie sieht als Amtszeit für die Präsidenten vier Jahre vor und begrenzt die Präsidentschaft auf zwei Amtszeiten.