Die Engineering-Roadmap des Forschungsbeirats Industrie 4.0
Die vorliegende Engineering-Roadmap des Forschungsbeirats Industrie 4.0 ist von einer eigens für die Roadmaperstellung eingesetzten Strategiekommission gemeinsam mit dem Forschungsbeirat erarbeitet worden. Ziele der Roadmap sind, Orientierung für die Arbeit des Forschungsbeirats zu bieten, einen „roten Faden“ für Expertisen, Impulsberichte und weitere Formate aufzuzeigen sowie die Kommunikation und Themenabstimmung mit der Plattform Industrie 4.0 und den beteiligten Ministerien zu vereinfachen.
Die Roadmap adressiert einen Zeitraum von zehn Jahren (beginnend mit dem Jahr 2024), der in drei Hauptzeiträume unterteilt ist. Inhaltlich werden vier Hauptthemen unterschieden. Die in dem sich ergebenden Raster angeordneten Themenblöcke adressieren wichtige Forschungsfragestellungen, die unter der Annahme, dass bestimmte Entwicklungen eintreten werden, sinnvoll aufeinander folgen. Die Themenblöcke bilden einen Rahmen für konkrete Forschungsschwerpunkte, die innerhalb des angegebenen Zeitraums bearbeitet werden können.
Die Forschungsschwerpunkte müssen als Verfeinerung der Themenblöcke noch erarbeitet und bis hin zu konkreten Forschungsarbeiten detailliert werden. Es ist davon auszugehen, dass dieser Verfeinerungsprozess für naheliegende Themenblöcke verlässlicher durchgeführt werden kann als für weit in der Zukunft angeordnete Themenblöcke. Die Anordnung der Themenblöcke beschreibt die zeitliche Lage der Forschungsarbeiten, also nicht den Zeitpunkt der Verfügbarkeit der Ergebnisse.
Da es sich hier aufgrund der Forschungsausrichtung des Forschungsbeirats um eine Forschungsroadmap handelt, ist insbesondere keine Information dazu enthalten, wann die Forschungsergebnisse praktisch umgesetzt sein werden

„Die vierte industrielle Revolution wird – wie alle vorangegangenen industriellen Revolutionen – große Veränderungen verursachen. Das betrifft unter anderem Werteversprechen, Geschäftsmodelle, die Art und Weise der Einbindung von Menschen, aber auch technische Aspekte. Das Engineering muss an die geänderten Anforderungen angepasst werden. Dies erfordert entsprechende Forschung, für die die nun vorliegende Engineering-Roadmap Orientierung geben soll.“, fasst Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Leiter Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering und Sprecher des Forschungsbeirats, zusammen.
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