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SAPEA legt für die Europäische Kommission wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Nahrung aus den Ozeanen vor

Übergabe des dritten wissenschaftlichen Gutachtens der SAM HLG an die Europäische Kommission, zusammen mit dem SAPEA-Bericht. Von links nach rechts, erste Reihe: Prof. Poul Holm (Vorsitzender der SAPEA Arbeitsgruppe), Prof. Carina Keskitalo (HLG), Karmenu Vella (Kommissar für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei), Prof. Rolf-Dieter Heuer (HLG), Carlos Moedas (Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation), Prof. Günter Stock (ALLEA); zweite Reihe: Janusz Bujnicki (HLG), Dag Aksnes (Vorsitzender der SAPEA Arbeitsgruppe), Pearl Dykstra (HLG) und Prof. Sierd Cloetingh (Academia Europaea). Foto: Europäische Kommission

Berlin,

5. Dezember 2017

SAPEA (Science Advice for Policy by European Academies) hat seinen ersten Evidenzbericht veröffentlicht - eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Nahrung aus den Ozeanen (Food from the Oceans). Der Bericht geht der Frage nach, wie die Ozeane zur Deckung der globalen Nachfrage nach mehr Nahrung beitragen können.

 

SAPEA ist ein integraler Bestandteil des wissenschaftlichen Beratungsmechanismus der Europäischen Kommission (Scientific Advice Mechanism, SAM). Der Bericht wurde mit dem Ziel erarbeitet, die wissenschaftliche Stellungnahme der Gruppe der wissenschaftlichen Berater der EU-Kommission (High Level Group of Scientific Advisors, HLG) zu untermauern, als Antwort auf die Anfrage des EU-Kommissars Vella (GD MARE): „Wie können mehr Nahrung und Biomasse aus den Ozeanen gewonnen werden, ohne künftigen Generationen ihre Vorteile zu nehmen?"

 

Der SAPEA-Bericht warnt davor, dass ein „Weiter so“ bei der Gewinnung von Nahrung aus den Ozeanen aus sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten nicht nachhaltig ist. Der Bericht beschreibt verschiedene Handlungsoptionen, welche den Empfehlungen der wissenschaftlichen Stellungnahme der HLG zugrunde liegen. Der Bericht führt aus, dass der einzige Weg, um auf nachhaltige Art und Weise deutlich mehr Nahrung und Biomasse aus dem Meer zu gewinnen, darin besteht, Fisch und Meeresfrüchte zu ernten, die im Durchschnitt aus einer niedrigeren trophischen Ebene stammen (sprich weiter unten in der Nahrungskette angesiedelt sind), als dies aktuell der Fall ist.

 

Um den Bericht „Food from the Oceans“ zu erstellen, arbeitete SAPEA mit Akademien aus ganz Europa sowie den europäischen Akademieverbünden zusammen. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen bildeten Arbeitsgruppen unter dem Vorsitz von Poul Holm (Trinity College Dublin) und Dag Aksnes (Universität Bergen). Academia Europaea leitete das Projekt.

 

Carlos Moedas, Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, sagte: „Diese substanzielle Stellungnahme und die umfassende Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz hat den wissenschaftlichen Beratungsmechanismus der Kommission gestärkt. Ich bin sicher, dass der Wert dieser Stellungnahme nicht nur von politischen Entscheidungsträgern der EU, sondern auch von nationalen Regierungen und all jenen gewürdigt wird, die Sorge um die Zukunft unserer Ozeane tragen."

 

Professor Günter Stock, Vorstandsvorsitzender von SAPEA im Jahr 2017, merkte an: „Interdisziplinarität und erstklassige Expertise aus ganz Europa sind die Kernkompetenzen von SAPEA, die sich im Bericht widerspiegeln. Er wurde unter der Leitung von Academia Europaea erstellt. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit von SAPEA und der SAM High Level Group, um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Beratung durch die Expertise der Akademien in ganz Europa unterstützt wird. "

 

Professor Sierd Cloetingh, Präsident von Academia Europaea, sagte: „Wir glauben, dass wir mit Food from the Oceans ein attraktives Modell für zukünftige SAPEA-Projekte etabliert haben. Ich möchte den Akademien in Europa und ihren Experten danken, die mit ihrem wertvolles Wissen zu diesem Bericht beigetragen haben. Ich danke allen Beteiligten, die zum Gelingen von „Food from the Oceans" beigetragen und dafür gesorgt haben, dass der Evidenzbericht termingerecht vorgelegt wurde und exzellenten Standards folgt.“


Es gilt der Originaltext der englischen Pressemitteilung (Link).

 

 

 
 Für dieses Projekt werden im Rahmen der 
 Finanzhilfevereinbarung Nr. 737432 Fördermittel aus 
 dem  Programm der Europäischen Union für Forschung
 und Innovation „Horizont 2020“ bereitgestellt.

 

Dieser Text gibt lediglich die Meinung des Verfassers wieder. Die Europäische Kommission haftet nicht für die etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen.