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Martina Kohlhuber

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acatech am Dienstag: 3D-Druck – Technik, Möglichkeiten und Visionen

Philipp Schrögel präsentierte am Beispiel „Der sensationelle 3-D-PI“ die Potenziale von Comics für die Wissenschaftskommunikation (Foto: acatech)

München,

10. Oktober 2017

Wie entstehen Bauteile aus dem Drucker nach Wunsch? Was kann man damit machen? Welche Visionen haben Wissenschaftler und Künstler? Diese Fragen beantworteten Michael Schmidt, Lehrstuhl für Photonische Technologien an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Philipp Schrögel, Institut für Germanistik am Karlsruher Institut für Technologie, am 10. Oktober 2017 bei acatech am Dienstag in München.

 

Ob Handprothesen, Autos oder Menschen-Klone –3D-Druck bietet Stoff für Science und Fiction gleichermaßen. Michael Schmidt von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gab einen kurzen geschichtlichen Überblick zur Entstehung von 3D-Druckern und erklärte anschließend die Funktionsweisen moderner 3D-Drucker. Die Additive Fertigung, zu der  3D-Druck in der Industrie gezählt wird, beschreibt ein Verfahren, bei dem durch das schichtweise Auftragen von Material – zum Beispiel Metallpulver – Bauteile und andere Produkte hergestellt werden. Bei der Herstellung wird eine dünne Schicht des Pulverwerkstoffes exakt an den von den Konstruktionsdaten vorgegebenen Stellen mithilfe von Laser geschmolzen. So entsteht Schicht für Schicht der 3D-Druck. Der Vorteil der Additiven Fertigung gegenüber Produktionstechnik für Massenfertigung liegt darin, dass individuelle Produkte mit komplexen Geometrien hergestellt werden können. Trotzdem wird der 3D-Druck andere Fertigungsmethoden nicht ersetzen können, so Michael Schmidt. Er sieht die Zukunft in der Zusammenarbeit verschiedener Herstellungsmethoden.

 

Während Michael Schmidt die Funktionsweise erklärte, widmete sich Philipp Schrögel vom Karlsruher Institut für Technologie dem Comic als Medium für visionäre Technologien. Anhand des Comics „Der sensationelle 3-D-PI“ (Lustiges Taschenbuch Enten-Edition Nr. 54) zeigte Philipp Schrögel die Potenziale von Comics für die Wissenschaftskommunikation auf: Comics setzen Visionen, Chancen und Risiken spielerisch in Bilder und Sprechblasen. acatech hatte bereits am Beispiel der Künstlichen Fotosynthese zu einem Comic-Workshop geladen. Abstrakte Wissenschaft kann anschaulich und mit Humor auch Jugendlichen nahegebracht werden.